Es sind nicht unsere Füße, die uns bewegen, sondern unsere Gedanken www.susannewitzig.com
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Glücklich...glücklicher...am glücklichsten

 

 

Ich finde, das allein schon das Wort "Glück" echt ein Riesending ist. Da steckst so viel Macht aber auch Schönheit und Vollkommenheit drin. Es drückt nicht nur einen Moment aus, für mich ist es die ganze Welt. Bei mir hat es lange gedauert, bis ich begriffen habe, dass man nicht einfach nur Glück hat oder man hat es nicht. Ich finde auch nicht, dass Glück ein Zufallsprodukt ist. Ich bin fest davon überzeugt davon: 

 

GLÜCK IST EINE ENTSCHEIDUNG

 

Als ich nicht mehr laufen konnte und zunehmends mehr auf den Rollstuhl angewiesen war, war ich anfangs verzweifelt. Ich war immer sehr sportlich und habe eine zeitlang sogar Leistungssport betrieben. Meine Beine waren zu diesen Zeiten mein Werkzeug und das, worauf ich mich immer verlassen konnte. Plötzlich nun stolperte ich über Teppichkanten und flog über aalglatten Asphalt, meine Beine flatterten wie eine Nähmaschine und erlebten bereits nach mehreren Metern einen Erschöpfungszustand, der für mich nicht zu begreifen war. Ich dachte, dass es nur ein vorübergehender Zustand sei und sah den Rollstuhl als eine Befreiung an. Die Angst, zu stürzen und noch mehr Verletzungen davonzutragen, war inzwischen ziemlich groß und so ließ ich mich erstmal darauf ein, zumindest draußen. Irgendwann dauerte dieser Zustand an und mir wurde bewusst, dass er sich auch nicht mehr ändern würde. Mir dämmerte es, dass ich allenfalls zuhause ein paar Schritte vom Bett bis zur Kaffeemaschine laufen werde können aber mehr auch nicht. So schwer diese Phase des Begreifens war, ich habe in dieser Zeit gelernt, vor allem zu fühlen, dass mein Glück nicht davon abhängt, ob ich laufen kann oder nicht. Vom Kopf und vom Geist her bin ich die Gleiche geblieben, geändert hat sich nur mein körperlicher Zustand. Der ist zugegebenermaßen katastrophal aber mein Kopf funktioniert und ich habe alles, was ich brauche zum Glücklichsein. Denn das Glück ist in mir drin. Ich habe irgendwann fest beschlossen, glücklich sein zu wollen, ja ich wollte trotz der Krankheit glücklich sein. Es klingt total irre aber ich spüre es so, seit dieser Entscheidung habe ich das Gefühl, dass ich noch nie in meinem Leben so wenig getan habe, um glücklich zu sein, wie ich es derzeit empfinde. 

 

 

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