Es sind nicht unsere Füße, die uns bewegen, sondern unsere Gedanken www.susannewitzig.com
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Ich heiße Susanne und das Licht der Welt erblickte ich am 05. Mai 1971 im Kreiskrankenhaus Carl-von-Basedow in Merseburg. Mein Name bedeutet im hebräischen "Lilie" und diese Blume steht für Sinnlichkeit und Würde und symbolisiert Hoffnung und Licht. Wer mich und meine Geschichte kennt, würde sagen, dass die Auswahl meines Namens kein Zufall war und dieser zu mir passt, wie der Popo auf den Eimer. Leider weiß ich bis heute nicht, um welche Uhrzeit ich geschlüpft bin. In meiner Geburtsurkunde steht 7.00 Uhr und mal ganz ehrlich, wer kann von sich behaupten, dass er Punkt sieben geboren wurde. Nach Aussagen meiner Mutti könnte es auch gut zehn vor oder zehn nach sieben gewesen sein, denn ausgerechnet als mein süßes Köpfchen aus dem Unterleib meiner Mutti herausgepresst wurde, hing ein Laken über der Uhr, da der Kreißsaal an meinem großen Tag gemalert wurde. Ich frage mich oft, ob dies der Grund ist, weshalb ich die Uhrzeit immer sehr genau angebe, wenn ich danach gefragt werde. Sehr gern warte ich sogar, dass der Sekundenzeiger auf der 12 ist, um wirklich die exakte Uhrzeit mitzuteilen. Na egal, ist eben so und war auch schon immer so gewesen und es gibt wirklich Schlimmeres. Was meinen Geburtstag angeht, finde ich noch erwähnenswert, dass Karl Marx ebenfalls an einem 05. Mai geboren wurde. Ja, mein Held Karl Marx, der mich bereits seit meiner frühen Jugend begleitete. Eigentlich bin ich zufällig auf ihn gestoßen, weil ich nichts mehr zu Lesen hatte und nachdem ich sämtliche Bücher meiner Mutti heimlich unter der Bettdecke gelesen hatte und an "normaler" Literatur nichts mehr zu finden war, entdeckte ich "das Kapital" von ihm und begann, darin zu stöbern. Tja und dann bin ich darin hängen geblieben und dachte "wow" was für ein genialer Mensch. Verstanden hat mich damals niemand und alle haben mir einen Vogel gezeigt. Dieses Buch könne man nicht lesen und schon gar nicht mit 12, ich verstand die Welt nicht mehr und dachte, ich sei verrückt. Also behielt ich alles erstmal für mich und lebte irgendwie in meiner eigenen Welt. Ja, meine kleine Welt, sie bestand zum größten Teil aus Selbstgesprächen, denn Freunde hatte ich nicht. Es gab zwar immer wieder Jungen und Mädchen, die mit mir befreundet sein wollten, aber das hielt immer nur von kurzer Dauer. Bis heute weiß ich nicht, über was ich mich jemals mit anderen Kindern unterhalten habe. Auf der einen Seite fand ich es toll, mit anderen Kindern zusammen zu sein aber auf der anderen Seite hielt ich es immer für die reinste Zeitverschwendung. Um so mehr habe ich mit meinen Teddys, Puppen und Plüschtieren geredet. Die haben mich wenigstens verstanden und mich nicht ausgelacht oder gehänselt oder gar für verrückt erklärt. In der Schule habe ich die meiste Zeit in der Ecke verbracht und bis heute weiß ich nicht, warum. Ich finde, dass ich ein total normales Kind war. Zugegeben habe ich viele unbequeme Fragen gestellt und wenn der Lehrer was sagte, was ich völlig anders sah, habe ich auch meinen Standpunkt ohne Aufforderung mitgeteilt aber musste man mich deswegen in die Ecke stellen? In meiner Beurteilung stand tatsächlich, "Susanne ist oft sehr vorlaut und muss immer ihren Senf ungefragt dazugeben." Hä, gehts noch, dass kann man denken aber doch nicht in eine Beurteilung schreiben. Heute denke ich, dass ich bereits in der 2. Klasse politisch auffällig war, weil ich gesagt habe "Frau Lehrerin, das verstehe ich nicht, wenn wir die Guten sind und die da drüben im Westen die Bösen, wieso dürfen uns die Bösen besuchen aber wir nicht die Bösen. Es müsste doch umgedreht sein, weil wir Guten denen ja nichts tun." Zack bum ab in die Ecke und ich meine mich zu erinnern, dass ich genau ab diesem Zeitpunkt fast nur noch in der Ecke stand. Teilweise wurde meinen Mitschülern sogar verboten, mit mir zu sprechen und wer sich dem widersetzte, bekam von der Lehrerin Besuch zu Hause. Ich habe echt gelitten darunter, weil alle sich an dieses Verbot hielten, sogar meine eigene Schwester. Heute lache ich darüber und denke so, dass es doch total irre war, dass man mir mit sieben Jahren bereits zutraute, dass ich ein ganzes Volk gegen den Staat aufhetzen könnte. Wow, ich war offensichtlich wirklich talentiert und gefährlich obendrein. Dabei war ich bereits mit sieben Jahren eine waschechte Kommunistin und da kannte ich Karl Marx noch nicht mal. Niemals hätte ich Honecker und Konsorten ins Verderben gestürzt. Im Gegenteil ich war eher das Kind, welches ihm zugerufen hätte "Honi ich will ein Kind von dir." Naja aber dazu kam es nie und heute bin ich heilfroh darüber.

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