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Azoren - Sao Miquel

--> Die Azoren sind eine zu Portugal gehörende Inselgruppe im Atlantik.

     Sie umfassen neun größere und mehrere kleinere Inseln, die 1369 km

     westlich vom europäischen Festland liegen. 

--> Sao Miguel ist die größte Insel der zu Portugal gehörenden Azoren. Sie

      hat eine Länge von 65 km und eine Breite von 14 km. Die

      Insel ist für ihre Vulkane und ihre vielfältige Tier- und Pflanzenwelt

      bekannt, insbesondere Wale haben hier ihre Heimat und die Insel hat

     den Namen "grüne Insel" völlig verdient

--> Hauptstadt ist Ponta Delgada

--> Die Insel ist für Rollstuhlfahrer zugänglich und alle Hauptattraktionen

     sind barrierefrei und auch die Straßen und Wege sind mit Hilfe gut mit

     Rolli zu bewältigen, die Straßen in den Örtchen sind sehr dürftig

     ausgebaut, richtige Fußwege gibt es kaum und wenn dann nur in den

     touristischen Orten. Abgesenkte Bordsteine so wie bei uns findet man

     dort nicht. Wir haben auch nur touristische Rollifahrer gesehen.

     Entweder gibt es dort keine Rollifahrer oder sie bleiben alle zuhause.

--> Die meisten Sehenswürdigkeiten, gerade die außergewöhnliche Natur

     betreffend, nicht oder schwer für Rollifahrer zugänglich. Die schönsten

     Ecken sind nur durch Wanderungen erreichbar und muss man sie sich 

     erwandern. So war ich froh, dass ich zum Reisezeitpunkt noch

     einigermaßen laufen konnte, sonst hätte ich die atemberaubendsten

     Sachen, die die Insel ausmachen, wohl nicht gesehen

--> Das Klima ist selbst im Sommer sehr angenehm und nicht zu heiß

--> Als Badeurlaub würde ich sagen, ist diese Insel nicht geeignet, da die

     Küsten recht felsig und steil sind. Es gibt zwar kleine Sandstrände,

     allerdings werden die zumeist von Einheimischen besucht, da Touristen

     nicht auf die Insel fliegen, um sich in der Sonne zu aalen sondern um

     die Insel aktiv zu erkunden

--> Tatsächlich gibt es so viel zu entdecken, dass wir selbst bei 14 Tagen

      und wenn das Wetter es hergegeben hätte, niemals auf die Idee

      gekommen wären, uns an den Strand zu legen

-->  Barrierefrei kommt man unter im Hotel 

-> Das Hotel liegt in einer Bucht einsam und allein in Agua de Pau auf

    einem Hügel mit Blick auf das Meer

-> Es ist ein 4**** Sterne - Hotel und von der Lage her kaum zu toppen

-> Die normalen Doppel - Zimmer sind ziemlich eng, so dass es mit einem

    größeren Rolli schwierig wird, sich darin zurecht zu finden, mit einer 40-

    er - Breite geht es gerade noch. Es gibt aber Familienzimmer, die sehr

    geräumig sind, hier findet jeder Rolli Platz

-> Ansonsten ist alles barrierefrei im Hotel und alles ist gut mit Rolli zu

    erreichen, auch in den Longes ist genug Platz für Rollis

-> Das Hotel ist sehr ruhig und abgeschieden gelegen und wer einen

     ruhigen und entspannten Urlaub verleben möchte, ist hier genau richtig

-> Das Essen war gut und abwechslungsreich, das Personal sehr höflich

     und zuvorkommend. Im Speisesaal ist genügend Platz, um mit Rolli

     klarzukommen

-> Die Sauberkeit war 1A und auch sonst würde ich das Hotel auf jeden

     Fall weiterempfehlen, wie gesagt, wenn man immer auf den Rollstuhl

     angewiesen ist, würde ich lieber nochmal vorher nachfragen, ob es

     auch behindertengerechte Bäder oder Zimmer gibt

-> Hinter dem Hotel gibt es einen kleinen Weg, der hinunter zum Meer und

    den Vulkangesteinen führt, wirklich traumhaft dort. Leider kommt man

    hier mit Rolli nicht hin, es sei denn man hat Jemanden, der kräftig ist

    und gaaanz mutig und einen mit darunter nimmt - egal wie!!!

-> Vor dem Hotel gibt es genügend Parkplätze und auch die Busanbindung

     ist sehr gut, allerdings würde ich sagen, ist die Anmietung eines Autos

     unbedingt zu empfehlen, denn mit Bus die Insel zu erkunden, dürfte

     sehr zeitraubend und schwierig werden

--> Es gibt einen eigenen Hausstrand, der ca. 200 m vom Hotel entfernt ist.

     Leider ist diese kleine niedliche Bucht nur über eine ziemlich lange und

     steile Treppe zu erreichen. Mit Rollstuhl wird das leider nichts, auch

     nicht mit Hilfe. Es sei denn man wird getragen;-) 

Für mich wird die Reise zu dieser wunderbaren Insel immer als "Die Reise auf der Suche nach den Herzen" in Erinnerung bleiben. 

 

Auf der Insel lebt seit 1984 der Künstler Ives Decoster. Er hat überall auf der Insel seine bunten Herzchen verteilt in Form von zauberhaft süßen Motiven und immer wenn wir ein Herz gefunden haben, haben wir uns gefreut wie kleine Kinder. Nach vier Tagen waren wir total herzcheninfiziert und haben uns teilweise gezielt auf die Suche nach den Herzen begeben. Anfangs waren wir auf die einzigartige schöne und vor allem naturbelassenen Gegenden fokusiert und ich finde, die Herzen geben dieser Insel eine ganz besondere warmherzige Note, denn so schön die Insel ist, sie wird aber von ihrer Beschaffenheit eher als etwas rauh in meiner Erinnerung bleiben. Genau diese Herzchen hat es für mich gebraucht, um zu sagen, diese Insel ist traumhaft schön und einzigartig und unbedingt eine Reise wert. 

 

Über 200 Stück gibt es inzwischen auf der Insel, wir haben immerhin 72 Herzen tatsächlich gefunden. 

Lagoa das Sete Cidades

--> Lagoa das Sete Cidades bedeutet See der sieben Städt, er ist ein See

     im Krater von Sete Cidades im Kreis Ponta Delgata. Er besteht aus zwei

     Teilseen, einmal dem größeren nördlichen Teil Lagoa Azul (blauer See)

     und dem kleiner südlichen Teil Lagoa Verde (grüner See). Diese sind

     durch einen schmale Brücke miteinander verbunden 

--> Es ist der größte See auf den Azoren mit 4,37 qkm, er enthält fast die

     Hälfte der Süßwasserressourchen der Insel. Mit 33 m Tiefe ist er

     zugleich auch der tiefste See Sao Miguels. Die Kraterwände gehen sehr

     steil nach oben und liegen ca. 259 m über dem Meeresspiegel

--> Ich empfehle, an einem schönen Tag dorthin zu fahren, weil der See oft

     nicht zu sehen ist, weil es so neblig ist oder die Wolken so tief hängen

--> Es gibt auch einen Wanderweg, der mit Hilfe sogar mit einem Aktivrolli

      zu befahren wäre. Die Wege sind allerdings unbefestigt und sandig und

      es geht auf und ab

-->  Am östlichen grünen See kann man auch am Ufer entlang laufen, dort

      ist es meist menschenleer und man kann viele Wasservögel

      beobachten, der Weg ist sehr gut mit Rolli befahrbar

Furnas

--> Furnas liegt im Tal Vale das Furnas, welches komplett vulkanischen

      Ursprungs ist. Es ist eine Art Mulde, wo insgesamt 23 warme bis heiße

      Mineralquellen  sowie 98 grad heiße Caldeiras entspringen 

--> Bereits wenn man am Parkplatz aus dem Auto steigt, kommt einem der

     Geruch von Schwefel entgegen und ich finde, gut riecht anders, es

     riecht auf dem gesamten Gelände extrem nach faulen Eiern

--> Aber es ist beeindruckend, wie sich die Vulkantätigkeiten immer noch

     zeigen. So kann man die Dämpfe aufsteigen sehen und die

     Einheimischen senken in diese Stellen ihre Essenstöpfe hinab, auch

     Tee wird täglich zubereitet und man kann als Tourist auch frisch

      zubereitetes Essen und Tee dort kaufen

--> Man kann mit Rollstuhl überall entlangfahren, da überall kleine

     Holzstege gebaut wurden, die Quellen sind alle eingezäunt

--> Es gibt dort auch einen See, wo es schön ruhig ist und man auf

      Holzbänken entspannen kann

 

Farol da Ponta do Arnel

--> Der Farol da Ponta do Arnel ist ein Leuchtturm ist Osten der Insel. Er ist

      der älteste Leuchtturm der Azoren und steht in der Gemeinde

      Nordeste auf einem Felsvorsprung der Ponta do Arnel 

-->  Mit Auto würde ich nicht empfehlen bis hinunter zu fahren, da der Berg

       sehr sehr steil ist und es keine Möglichkeit zum Wenden gibt, zudem

       ist es schwierig, an den Fußgängern vorbeizukommen, es ist einfach

       zu eng und wir haben erlebt, dass die Autos, die dennoch dort runter

       sind, große Schwierigkeiten hatten, weiterzukommen, geschweige

       denn wieder umzudrehen. Parkt am besten das Auto an der Straße in

       dem kleinen Örtchen oben ab und lauft das Stück hinunter. Das ist

       zwar sehr sehr anstrengend aber die Aussicht an jeder einzelnen

       Stelle ist grandios und lohnenswert

-->  Mit Rollstuhl kann man die Straße entlangfahren, allerdings ist das

      Gefälle extrem und man braucht einen starken Helfer, der den Rollstuhl

      beim Hinunterfahren halten kann und die Kraft hat, ihn den steilen

      Berg wieder hinaufzuschieben 

Ponta da Ferraria

--> Die Ponta da Ferraria ist ein Naturthermalbad mit richtig heißen

     Naturquellen

-> Das Bad ist für Rollstuhlfahrer mit Aktivrolli und mit Hilfe  zugänglich,

    zwischendurch kommen immer mal zwei drei Stufen, was aber absolut

     machbar ist

--> allerdings ist das Bad selbst recht felsig und steinig, baden sollte man

     nur, wenn man körperlich gut zu Fuß ist. Hier gibt es auch

     Möglichkeiten zum Umziehen und Toiletten

--> Der Strand ist sehr sehr klein, deshalb sollte man entweder morgens

     oder abends dorthin fahren, tagsüber wird man kaum ein freies

     Plätzchen finden 

--> Ich persönlich war fasziniert von der Urgewalt des Meeres an dieser

     Stelle, diese gigantischen Lavaklippen sind so beeindruckend. Was dort

     verboten ist, herumzuklettern, weil es sehr glatt und gefährlich werden

     kann. Wir haben es dennoch gemacht und wenn man sehr vorsichtig

     ist, kann man bis vor zu den Lavaspitzen gehen. Dort findet man diesen

     unbeschreiblich tollen Steinbogen und kann das tobende Meer auf

     gigantische Art und Weise erleben

--> Für mich ist dieser Ort ein absolutes Muss bei einer Reise auf diese

     Insel, alleine schon wegen der schwarzen Lavasteine und dem Kontrast

     zum türkisblauen Meer

Kapelle Ermida de Monte Santos

--> In Portugal gibt es sehr viele dieser kleinen bunten Kapellen und diese

      hier liegt in Agua de Pau auf einem Berg hoch über der Stadt

--> Man kommt zu Fuß über eine Straße dorthin und oben führt ein

      Wanderweg zu einer Aussichtsplattform, der gesamte Weg ist für

      Rollis geeignet, allerdings mit Aktivrolli brauchst du definitiv Hilfe,

      denn es geht teilweise steil nach oben und demzufolge irgendwann

      auch wieder steil runter. Da geht einem schnell die Puste aus

-->  Von hier oben aus kann man rundherum nach unten schauen, auf der

      einen Seite sieht man nur grüne Oasen, auf der anderen Seite das Meer

      und das Städtchen Agua de Pau

-->  Am besten sucht ihr euch einen Tag mit klarer Sicht aus, denn dann ist

      der Ausblick von dort oben einfach nur herrlich

Salto do prego

--> Der Salto do prego ist ein idyllisch gelegener Wasserfall, der von einer

     urwüchsigen Flusslandschaft umgeben ist. Er liegt im Tal Faial da

     Terra im Südosten der Insel. Man erreicht ihn durch eine Wanderung

      von ca. 2 h, wenn man nicht gehbehindert und fit ist.

 

-->  Wir haben ca. 4 h benötigt, wobei ich sagen muss, dass diese

      Wanderung mit Gehbehinderung kaum oder eigentlich gar nicht zu

      bewältigen ist. Es geht rauf und runter über viel Wurzelwerk und durch

      die Feuchtigkeit ist es manchmal schlammig und zum Wasserfall an

      sich, muss man zum Schluss auch ein bissel klettern. Ich habe mich

      oft auf allen Vieren krabbelnd dorthin bewegt und ehrlich gesagt, weiß

      ich gar nicht, wie ich das überhaupt geschafft habe, wahrscheinlich

      durch die Kampfdroge Adrenalin. Gesunde Menschen würden sagen,

      da hüpf ich locker hin aber für mich war es echt viel Kampf!!!

 

-->  Ich bin froh, diese Wanderung trotz meiner Handicaps durchgezogen

      zu haben, auch wenn es sehr sehr anstrengend war für mich aber ich

       wurde wirklich belohnt. Als ich dort am Wasserfall saß, hatte ich

       unglaubliche Glücksgefühle. Dieses Gefühl, mitten im Dschungel zu

       sitzen und diese unbeschreibliche Natur zu erleben, ist

       atemberaubend und wie so oft habe ich auch da gesagt "Wow sowas

       Schönes hab ich selten gesehen!"

 

--> Ich empfehle für diese Wanderung unbedingt festest Schuhwerk, am

     besten gute Wanderschuhe aus wasserfesten Material und

     rutschfester Sohle. Für alle, die nicht zu Fuß gut unterwegs sind,

     empfehle ich Stöcke. Auch sollte man etwas zu Trinken und zum Essen

     mitnehmen, denn dort ist pure Wildnis und eine Trinkhalle oder Laden

     wird man dort nicht finden

Lagoa do Fogo

--> Lagoa do Fogo ist ein Kratersee im Kreis Vila Franca do Compo. Er liegt

     in der Inselmitte in der inneren Caldera des Schichtvulkans Aqua de

     Pau und entstand 1563 nach einem Ausbruch des Pico da Sapateira,

     den es seitdem nicht mehr gibt  

--> Der See befindet sich auf einer Höhe von 575 m über dem

     Meeresspiegel und zählt damit eher zu den tiefer gelegenen Seen auf

     der Insel 

--> Er liegt in einer Gebirgszone, die so gut wie überhaupt nicht besiedelt

     ist

--> Ich empfehle, dorthin zu fahren, wenn die Sicht klar ist. Meistens liegt

     der See unter einer dicken Wolkendecke

--> Man kann mit dem Auto bis nach oben zu dem Funkmast fahren und

     von dort aus eine Wanderung starten. Wenn man nur bis zur Höhe des

     Sees wandert, kann man dies auch mit dem Rolli tun. Mit Hilfe

     bekommt man das ganz gut hin. 

--> Wenn man weiter den Kamm entlang möchte, muss man allerdings zu

      Fuß gehen, da es hier sehr sehr schmal wird und auch extrem uneben

--> Dort oben weht ein sehr frischer Wind, so dass man sich vielleicht doch

     lieber eine Jacke mitnehmen sollte

--> Ich persönlich fand diese kleine Wanderung traumhaft schön und der

     Blick in die Weite, egal ob auf das Meer oder den See sind

     atemberaubend

Vale da Lombadas

-->  Das Vale das Lombadas ist eine Schluchten - Landschaft mit

      spektakulären Ausblicken und liegt in der Serra de Aqua de Pau

-->  Man gelangt am besten von Ribeira Grande dorthinvon dort aus ist

      das Tal Lombadas bereits ausgeschildert

-->  Hier findet man außer Natur nichts und es scheinen sich auch nur

      wenige Menschen hierher zu verirren. Vielleicht liegt das daran, dass

      die serpentinartige Straße dorthin Viele bereits abschreckt, denn die

      haben es echt ins sich oder aber dass sich nicht vermuten lässt, was

      einen da hinten am Ende der Straße für eine gigantische Landschaft

      auf einen wartet

-->  Für Rollstuhlfahrer ist leider am Parkplatz Schluss, denn das Gebiet ist

      sehr uneben, steinig und für Rollis absolut nicht befahrbar, auch nicht

      mit Hilfe. Dennoch empfehle ich einen Ausflug mit dem Auto

      wenigstens bis zum Parkplatz, denn ich finde der Ausblick von dort auf

      die Schluchten ist grandios und lohnt sich

-->  Ich habe solch eine Landschaft noch nie zuvor gesehen und war

      fasziniert von den Farben, den Flüssen und vor allem von diesem roten

      Flussbett

-->  Menschen mit Gehbehinderung empfehle ich unbedingt festes

       Schuhwerk und Wanderstöcke und vielleicht Jemanden an seiner

       Seite, der in der Lage ist, einen ab und zu mal über unwegsames

       Gelände zu heben oder zu tragen

Wal - Watching

--> Die Azoren sind bekannt für ihr hohes Wal- und Delphinaufkommen, so

      lohnt es sich auf jeden Fall, eine solche Tour mitzumachen. 

--> Wer mit dem Magen empfindlich ist, sollte vorher unbedingt vorsorgen,

      denn der Atlantik ist teilweise sehr unruhig und schlägt hohe Wellen

--> Wir sind vom Hafen in Ponta Delgada aus um 10:00 Uhr mit einem

      großen Katamaran gestartet und hatten riesiges Glück, denn zum

      ersten Mal in meinem Leben habe ich einen riesigen Blauwal gesehen.

      Leider gibt es davon aber kein Bild, weil ich so geflashed war, dass ich

      vor Schreck den Auslöser nicht drücken konnte

Serra Devassa

-->  Die Serra Devassa ist ein Seengebiet im Nordwesten der Insel und der

      größte und bekannteste See dieses Gebietes ist der Lagoa Rasa. Am

      Startpunkt befindet sich ein kleiner Parkplatz, wo man sein Auto

      kostenfrei abparken kann, Die Route ist als PRC 05 SMI angegeben

      Gegenüber vom Parkplatz befindet sich die Zufahrt zum Lagoa do 

      Canario

--> Es ist eine Rundwanderung von ca. 4,9 km ist mit einer Dauer von ca. 2        h angegeben, jedoch haben wir 3 1/2 h benötigt. Zum einen brauchten        wir länger durch meine Gehbehinderung und zum Anderen finde ich            diese Zeit ist nur machbar, wenn man schnurstracks geradeaus                    wandert, ohne mal links und rechts zu sehen. Dabei gibt es auf dieser          Wanderung so viel zu sehen und zu entdecken 

-->  Mit Rollstuhl ist diese Wanderung nicht zu empfehlen, da es extrem 

      nach oben und auch wieder hinunter geht und die Wege unbefestigt

      und teilweise sehr weichen Boden haben. Es geht über sehr schmale

      Wege und auch mal über Stock und Stein. Gehbehinderten Menschen

      empfehle ich dringend festes Schuhwerk und Wanderstöcke. Zudem

      sollte man Proviant mitnehmen, da man sich während der gesamten

      Wanderung in absoluter Wildnis befindet

-->  Die Wanderung wird als mittelschwere Wanderung eingestuft, was ich

       auch unterstreichen würde, allerdings nur wenn man fit und gesund

       ist. Mit einem Handicap ist auch diese Wanderung anstrengend,

       bereits aufgrund der Dauer der Wanderung

-->  Da man sich hier teilweise in 750 bis 900  m Höhe befindet, ist es

       richtig kalt und das Wetter schwingt hier innerhalb von Minuten von

       Sonnenschein in eisigkaltem Wind und Regen um, deshalb sollte man

       unbedingt eine regendichte warme Jacke und vielleicht sogar Mütze

       und Schal einpacken. 

Praia da Viola

--> Von der kleinen Stadt Maia aus führt eine Wanderung Richtung Praia

     da Viola, die Wanderung führt über einen Pfad hoch über der Küste

     vorbei an Weiden und Gärten und teilweise hohem Schilf. Unterwegs

     kommt man an alten Wassermühlen vorbei, diese sind jedoch nur noch

     Ruinen aber dennoch sehr interessant. Hier kann man noch die alten

     Mühlensteine sehen

--> Für Rollstuhlfahrer ist diese Wanderung absolut nichts und ich muss

     gestehen, dass auch ich mich selbst überschätzt habe, denn mit

     meiner Gehbehinderung wäre es eigentlicht nicht möglich gewesen,

     diese Wanderung zu machen aber ich habe Gott sei Dank Jemanden an

     meiner Seite, der sehr stark und kräftig ist und mich über das ein oder

     andere Hindernis gehoben hat. 

--> Die Wanderung ist mit ca. 40 Minuten angegeben, wir haben 1,5 h

     benötigt aber nicht nur wegen meinem Handicap sondern auch, weil es

     so viele tolle atemberaubende Sachen zu gibt

--> Unten am Strand wird man für alles belohnt, dort unten halten sich

     wenn überhaupt nur vereinzelte Taucher auf, ansonsten kann man hier

     alle Viere mal grade sein lassen und das Meer und Umgebung genießen

--> Ich empfehle auf jeden Fall festes Schuhwerk und Proviant, da hier 

      weit und breit nur Natur zu finden ist

Porto Afonso

--> Der einstige Hafen von Vitoria liegt im äußersten Westen der Insel in

     einer geschützten Bucht

--> Hier erhebt sich ein riesiger Felsen wie ein Obelisk aus der Brandung,

     verschiedene Gesteinsschichten in allen möglichen terrafarbenen

     Tönen offenbaren sich entlang des Weges an der Küste

--> Da die Vulkanschlacke hier so bröselig ist, wurden keine Häuschen

     gebaut sondern die Felsen ausgehölt. Hier kann man diese Höhlen

     auch sehen, wo meistens Boote und Taucherutensilien untergebracht

     sind

--> Für Rollstuhlfahrer ist diese kleine Wanderung leider nicht zu

      bewerkstelligen, auch nichth mit Hilfe, es geht hoch und runter und ist

      insgesamt felsig. Ich habe mich teilweise auf allen Vieren fortbewegt,

      da es selbst mit Gehbehinderung schwierig ist, dort entlangzulaufen

--> Diese Bucht ist menschenleer und außer vereinzelte Angler oder

     Taucher sieht man hier weit und breit Niemanden, was wohl auch daran

     liegt, dass dieses Örtchen in keinem der gewöhnlichen Reiseführer zu

     finden ist

Praia do Moinhos

--> Dieser Sandstrand liegt im Norden der Insel und ist eingebettet in eine

     wunderschöne Umgebung mit viel grün und tollen außergewöhnlichen

     Landschaften

--> Am Strand gibt es eine kleine Strandbar, wo man etwas essen und

     trinken kann

--> Für Rollstuhlfahrer ist dieser Strand nur geeignet, wenn man Jemanden

     hat, der den Rolli vom oberhalb des Strandes liegenden kleinen Örtchen

     festhalten kann, denn die Straße geht sehr steil nach unten. Zurück

     geht es demzufolge wieder steil nach oben, alleine mit Aktivrolli

     definitiv nicht zu schaffen 

--> Für mich ist es neben dem Hausstrand am Hotel Caloura der

     zweitschönste Strand auf der Insel, weil dort das Meer schön blau

     scheint und alles von den Farben her etwas wärmer wirkt als woanders

Ponta da Ferraria

--> Der Leuchtturm steht am Kap Ponta da Ferraria im Westen der Insel

     und gehört zur Gemeinde Ginetes

--> Das Besondere an dem Leuchtturm ist, dass man hinaufklettern kann.

     Er ist nicht nur von außen imposant sondern auch innen sieht er

     einfach toll aus. Von oben hat man einen super Ausblick

--> Rollstuhlfahrer können leider nicht hoch, weil eine Wendeltreppe nach

     oben führt. Es sei denn man wird getragen, die Wendeltreppe ist nicht

     sooo steil, wie man vielleicht vermutet. Auf jeden Fall lohnt sich ein

     Aufstieg, zumal der Leuchtturm nicht sehr hoch ist. Die Aussicht da

     oben ist grandios

Pico Vermelho

--> Die Windmühle steht bei Ajuda da Bretanha an der Küste und ist in

     einem sehr gepflegten Zustand und wird ständig restauriert, denn sie

     sind charakteristisch für Sao Miguel und Viele gibt es nicht mehr auf

     der Insel

--> Leider konnten wir die Mühle nicht von innen betrachten, da sie

     geschlossen war aber vom Hörensagen her soll es sehr interessant

     sein 

Entlang der Küste

Die Südküste erstreckt sich von Fagundas bis nach  Ponta Delgada über ca. 63,5 km, wobei man Ponta Delgada eigentlich schon mehr zum Südwesten zählen muss.

 

Einen Osten gibt es auf dieser Insel irgendwie nicht, da sich der Süden bis in den Norden hinzieht. Deshalb kann man oben am Zipfel bei Mosteiros auch links und rechts bei gutem Wetter das Meer sehen.

 

Die Breite beträgt grade mal 16 km.

 

Der Norden zieht sich von Pilar da Bretanha bis Lomba da Fazenda. 

 

Die Westküste beginnt oben bei Nordeste und zieht sich bis runter nach Agua Retorta. 

 

Überall entlang der Küste gibt es ausgeschilderte Miraduoras, das sind angelegte Aussichtspunkte, die man mit Auto anfahren kann. Es lohnt sich bei diesen Stellen immer auszusteigen, um die Aussicht zu genießen, denn manchmal verstecken sich die besonders schönen Dinge direkt unterhalb des Aussichtspunktes. 

Bilderbuch Sao Miguel 

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