Es sind nicht unsere Füße, die uns bewegen, sondern unsere Gedanken www.susannewitzig.com
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April 2009

 

Ich bekomme im Türkei - Urlaub am 3. Tag Fieber und habe Brechdurchfall. Medikamente schlagen nicht an, so liege ich 7 Tage lang im Bett und warte auf die Rückreise. Im Flieger bekomme ich keine Luft mehr und muss mit Sauerstoff beatmet werden, ein an Bord befindlicher Arzt leistet 1 -Hilfe - Maßnahmen, da ich mich bereits im Delirium befinde. Am Flughafen werde ich direkt mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren. Dort verbringe ich zwei Wochen mit wiederkehrenden Fieberschüben von teilweise 41 Grad sowie alle typischen Symptome einer Grippe. Kein Arzt stellt eine Diagnose fest. Man vermutet ganz kurz eine Schweinegrippe, an der in Düsseldorf erstmalig eine junge Frau erkrankt ist. Letztendlich erfolgte aber keine nähegehende Untersuchung und verbuchte es unter einen grippalen Infekt.

 

Im Nachhinein ist dieses Ereignis das Einzige, was vermuten lässt, dass ich eine akute Viruserkrankung hatte, die leider unentdeckt blieb und somit nicht behandelt wurde. Möglicher Weise ist sie die Ursache für meine Lyme - Borreliose. 

2009 bis Mitte 2015

 

 

Ich bekomme im Juni 2015 ein Breitbandantibiotikum von meiner Ärztin verschrieben, um endlich den Keim MRSA in den Griff zu bekommen. Dies ist erforderlich, um endlich einen Platz in der Neurologie zur Abklärung meiner Symptome zu erhalten.

 

Es handelt sich um das Antibiotikum Levafloxacin, welches nachgewiesen erhebliche Spätschäden verursacht und inzwischen auf der Roten Liste steht.    

Ich bin oft erschöpft, obwohl ich mich kaum körperlich betätige. Meine Füße brennen oft und meine Unterschenkel schmerzen beim Gehen. Ich leide nachts unter starken Wadenkrämpfen, die auch mit zusätzlicher Gabe von Magnesium nicht in den Griff zu bekommen sind. An den Füßen und Beinen spüre ich kaum noch Wärme oder Kälte bzw. Berührungen.

 

-->Aufgrund einer angeblich festgestellten diabetischen Polyneuropathie sind wir nicht groß beunruhigt und schieben alle Symptome erstmal darauf. Es sollen in der Neurologischen Klinik umfassende Untersuchungen der Nerven gemacht werden. HIerzu ist es allerdings erforderlich, dass ich endlich den Keim MRSA los werde. Aus unerfindlichen Gründen scheine ich gegen jedes Mittel resistent zu sein.

 

 

Juli  2015

 

Ich stolpere über Teppichkanten, fliege bei vollem Bewusstsein über den Asphalt und kippe im Stehen einfach um.  

Ich kann keine 5 Minuten mehr stehen, ohne furchtbare Schmerzen im Lendenwirbelbereich zu entwickeln. Mein Oberkörper kippt automatisch nach vorn, um Schmerzen und Bewegungsdefizite auszugleichen. 

 

Laufen ist,  wenn überhaupt noch möglich, sehr langsam und unter Mühe. Bei schnellen und schwer kontrollierbaren Bewegungen folgen Stürze. 

 

Ein Orthopäde verschreibt mir Krücken, um zukünftig Stürze zu vermeiden. Das Laufen auf Krücken ist sehr beschwerlich, da mir aus unerfindlichen Gründen jegliche Kraft in den Armen fehlt. Hinzu kommt die Unbeweglichkeit und unsagbare Schmerzen in den Schultern und in den Handgelenken. Ich kann keine Außenrotations - Bewegungen mit meinen Armen machen. 

 

Es wird eine vermeintliche Sehnenscheidenentzündung an den Handgelenken festgestellt, ich trage wochenlang Handmanschetten.

 

Immer wieder habe ich laut Aussagen der Ärzte Bandscheibenvorfälle im Lendenwirbelbereich, allerdings ist auf dem CT nichts erkennbar.   

August 2015

 

Meine Unterschenkel schlagen aus, als würden Stromschläge durch meine Beine jagen. Ein unglaublich brennender und stechender Schmerz jagt durch meine Beine und zieht sich bis zum Gehirn, wo er meinen Körper mitunter sekundenlang lähmt. 

 

 

Ich bin nicht mehr in der Lage, Stufen hinunter laufen. Das Zittern der Beine hat inzwischen so sehr zugenommen, dass ich keinen Halt mehr habe. Auf dem Popo rutsche ich die Treppen hinunter, um ins Freie zu gelangen. Mein Gang wird immer ataktischer und unkontrollierter. Ich stapfe wie ein Storch, da ich in den Füßen überhaupt kein Gefühl mehr habe und Abstände zwischen Stufen oder Schritten nicht mehr einschätzen kann. Meine Zehen lassen sich nicht mehr bewegen, was in meinem Kopf ein panisches Gefühl verursacht. 

 

Da ich die Wohnung kaum noch verlassen kann, ist mein Arbeitgeber bereit, mir ein Homeoffice einzurichten, damit ich ab sofort von zuhause aus arbeiten kann.   

 

Das Anziehen von Schuhen verursacht enorme Missempfindungen und ist sehr unangenehm. Ich kann nicht mehr unterscheiden, ob es kalt oder warm ist. Ich bemerke nicht, wenn ich mit den Füßen auf etwas trete.

 

Auch mehr als 3 Minuten Stehen ohne Zusammenklappen wie ein Klappmesser ist nicht möglich. Die Schmerzen und Verkrümmung im Lendenwirbelbereich nehmen von Woche zu Woche zu. 

 

An den Hand- und Fingergelenken habe ich trotz wochenlangem Tragen von Handgelenksmanschetten unerträgliche Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Hinzu kommt eine vermeintliche Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen, welche  operativ behandelt werden muss.

 

Es fällt mir immer schwerer, Dinge zu greifen. Gläser, Teller, Tassen...fallen mir oft aus der Hand. 

 

Am rechten Fuß entwickelt sich ein Ulkus, der sich so schlimm entzündet, dass ich kurz vor der Amputation des großen Zehs stehe. Es hilft noch nicht mal die wochenlange Gabe von Antibiotika.

 

Im Krankenhaus wird das erste Mal MRSA festgestellt, es folgt eine Sanierung nach der Anderen, unter anderem mit Antibiotika, was aber auch nichts hilft.

 

Zudem stellt man im Krankenhaus fest, dass ich erhöhte Leberwerte habe, die aufgrund meines eher vorhandenen Untergewichts und unter dem Aspekt, dass ich überhaupt keinen Alkohol konsumiere, und mich sehr fettarm ernähre, nicht zu erklären sind. 

 

Ich wechsle meine damalige Hausärztin, da ich aufgrund des MRSA - Keims in der Praxis wie eine Verbrecherin behandelt werde. So darf ich mich in der Praxis nicht mehr auf die dort befindlichen Stühle setzen sondern muss auf meinen Krücken im Flur stehen bleiben. Das Wartezimmer darf ich nicht mehr betreten und Blut wird mir auf der dortigen Toilette abgenommen mit dem Hinweis, dass doch bitte die Patienten nicht angesteckt werden dürfen, da dies ihre Existens im schlimmsten Fall bedrohe. Selten habe ich mich so gedemütigt gefühlt.  

 

September 2015

 

Das Laufen mit Krücken wird immer beschwerlicher, da die Kraft in den Armen und Schultern immer mehr nachlässt. Zudem sind fast alle Bewegungen mit heftigen Gelenkschmerzen verbunden. 

 

Ich entwickle nachts unglaublich schmerzhafte lang anhaltende Krämpfe in den Unterschenkeln, die mit den "normalen" mir bekannten Wadenkrämpfen nichts zu tun haben. Ein Auftreten mit dem jeweiligen Bein ist noch am gesamten folgenden Tag nicht möglich und wenn, dann nur unter großen Schmerzen. 

 

Nachts kann ich nicht mehr schlafen, da ich nur sehr kurze Zeit in einer Position verweilen kann. Die Hüften, Schultern, Handgelenke, der Ellenbogen... schmerzen in allen Liegepositionen. 

 

Der Orthopäde stellt fest, dass ich in den Hüften eine Dysplasie und in den Schultern eine chronische Schultersteife entwickelt habe.

 

Bezüglich der Handgelenke stellt der Orthopäde fest, dass es sich nicht um gewöhnliche Sehnenentscheidungen oder um ein Karpaltunnelsyndrom handelt, obwohl die Symptome den Anschein erwecken. Er kann sich meine Veränderungen in den Händen nicht erklären und rät mir die Abklärung durch internistische Untersuchungen.  

Oktober 2015

 

Erstmalig entwickle ich an mehreren Fingern das Schnappfingersyndrom, welches nur operativ beseitigt werden kann. Der Handchirurg erklärt mir, dass ich kein orthopädisches Problem, sondern ein muskuläres Problem zu haben scheine und rät mir, neurologische Untersuchungen durchführen zu lassen. Das Entwickeln in so kurzen Zeiträumen von Schnappfingern sei sehr ungewöhnlich für mein Alter. Auch für die Entzündungen im Handgelenk, Unterarm und am Ellenbogen findet er keine orthopädische Erklärung. So erkennt der Handchirurg als erster Arzt, dass es sich bei meiner Ellenbogenverdickung nicht um eine Schleimbeutelentzündung handelt. Auch hier spricht er eher von einem Sehnen- und einem muskulären Problem.

 

Im Urlaub folgt ein schwerer Sturz auf einen Stein, mein gesamter Rücken ist geprellt und verletzt. Ich habee großes Glück, denn ich schlage mit dem Querschnitt der Wirbelsäule nur Milimeter an der Spitze des Steins vorbei auf.

 

Ich bekomme meinen ersten Rollstuhl verschrieben, um Stürzen und damit verbundenen weiteren Verletzungen vorzubeugen.

 

Inzwischen schmerzen alle Gelenke und Laufen ist so gut wie nicht mehr möglich. Zum einen zittern meine Oberschenkel so sehr, dass mir die Beine regelrecht wegrutschen und ich keinen Halt mehr habe und zum anderen scheint meine Wirbelsäule mich nicht mehr zu tragen. Bereits beim sofortigen Aufstehen klappe ich wie ein Klappmesser zusammen und kippe so weit nach vor, dass ich mich nicht mehr halten kann. 

 

Die Unterschenkel und Füße brennen zeitweise wie Feuer und es fühlt sich nach wie vor so an, als fahren unglaubliche Stromschläge durch meine Beine. Meine Beine schlagen richtig aus, so dass ich auch das Autofahren inzwischen einstellen muss, nachdem ich bei voller Fahrt auf der Autobahn weder Gas, noch Bremse bedienen kann. Ich lasse das Auto auf dem Standstreifen ausrollen und ziehe als letzten Notbehelf die Handbremse. Dieser Vorgang ist mit einer Art Panikattacke verbunden und führt dazu, dass ich vorerst nie wieder in ein Auto steigen werde.  

 

Ich empfinde zudem an Füßen und Unterschenkeln nichts mehr. Weder Wärme, noch Kälte oder Berührungen kann ich spüren. So merke ich auch nicht, dass meine Füße im Winter fast erfrieren.

 

An beiden Augen treten immer wieder Blutungen aus, welche nicht mit der diabetischen typischen Retinopathie zu erklären sind. Zeitweise habe ich über Wochen Trübungen der Linse und Flecken am Augenhintergrund, wodurch ich sehr lichtempfindlich bin und orientierungstechnisch große Probleme habe. 

 

Ich spüre zunehmends schwingende Geräusche im Ohr. Der Ohrenarzt kann keine Veränderungen feststellen und meint, ich hätte Tinitus, der ausschließlich über die Psyche zu regulieren sei. Im Ruhezustand habe ich das Gefühl, in meinem Kopf um die Ohrengegend schwingt irgendjemand eine riesige Metallplatte.  

 

Erneut entwickle ich an beiden großen Zehen einen Ulkus, welcher wochenlang behandelt werden muss. Es droht erneut die Amputation der Zehen. Gott sei Dank spüre ich nichts an den Zehen, denn die Reinigung und Ausschabung der tiefen Wunde wäre sonst kaum zu ertragen. 

November 2015 - Oktober 2017

 

Es folgen Krankenhausaufenthalte mit unzähligen Untersuchungen in mehreren Bereichen, jedoch ohne eine klare Diagnose. Kein Arzt kann sich erklären, weshalb ich nicht  mehr laufen kann und wieso ich derartige Symptome aufweise. 

 

Erneut werde ich an der Hand und am Finger operiert, 

 

Meine Füße verfärben sich lila blau und sind oft geschwollen und sehen aus, als lagert sich Wasser ab. Dem ist aber nach näheren Untersuchungen nicht so. Auch hierfür findet kein Arzt eine Erklärung.

 

Im Krankenhaus muss ich immer isoliert liegen, da ich nach wie vor den MRSA - Keim in mir trage. Trotz mehrfacher Sanierungen werde ich diesen nicht los. Es wirkt kein Antibiotikum und auch die Sanierungen zeigen keine Erfolge.

 

Die neurologischen Untersuchungen ergeben, dass ich an einer diabetischen Polyneuropathie leide. Jedoch befindet sich diese in einem Stadium, wo allenfalls in Füßen und Beinen Missempfindungen und auch Schmerzen auftreten können. Jedoch ganz klar nicht in dem Ausmaß, wie es bei mir der Fall ist. Ich selbst weise immer wieder darauf hin, dass ich nicht glaube, dass meine Symptome ausschließlich von einer diabetischen Polyneuropathie herrühren, zumal ich rein organisch noch überhaupt keine Spätfolgen durch den Diabetes aufweise.

 

Im Halswirbelbereich bekomme ich nach tagelangen heftigen Schmerzen operativ einen Titanstift eingesetzt, da mein Zeigefinger und der Daumen kein Gefühl mehr zeigen und sich nicht  mehr bewegen lassen. Man hatte zuvor einen Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich diagnostiziert.  

 

Da von keinem der Ärzte ein Hinweis zu finden ist, weshalb ich nicht mehr laufen kann, macht man schlussendlich doch den Diabetes, den ich zu diesem Zeitpunkt bereits 33 Jahren habe, verantwortlich. Zudem versucht man immer wieder, meine Psyche ins Spiel zu bringen und redet mir gut zu, mich in eine psychosomatische Klinik zu begeben. Dort habe ich mich auch vorgestellt, jedoch der Arzt meinte, dass er mich nicht aufnehmen könne, da er nicht glaubt, dass mein Problem psychischer Natur ist und bittet um weitere Untersuchungen. Er ist erst für eine Behandlung bereit, wenn alle neurologischen und muskulären Untersuchungen gemacht worden sind, wie beispielsweise Muskelbiopsie, Nervenwasseruntersuchungen, EMG. Das erste Mal kommen namentlich Krankheitsvermutungen, wie ALS, MS oder eine von 850 existierenden neurologischen Muskelerkrankungen ins Spiel. Ich bin auf der einen Seite erleichtert, dass mich endlich mal ein Arzt ernst nimmt, auf der anderen Seite habe ich große Angst vor einer dieser Krankheiten. 

 

Im November 2016 ziehen wir in eine Kleinstadt in die Nähe meiner Familie in eine neu gebaute barrierfefreie Wohnung mit Fahrstuhl. Hier kann ich mich frei mit meinem Rollstuhl bewegen und über den Fahrstuhl endlich wieder nach draußen.

 

Wir haben uns aus eigener Tasche einen transportablen elektrischen Rollstuhl gekauft, um halbwegs mobil bleiben zu können. Die Krankenkasse hat sowohl einen elektrischen Rollstuhl, als auch einen auf meinen Körper abgestimmten Leichtsgewichtsrollstuhl abgelehnt. Ich sitze nach wie vor in einem 0 815 Rollstuhl. Mein Gesäß ist bereits wund und gerötet und schmerzt stark. Es folgen Widerspruchsverfahren und nach monatelangen hartem Kampf gelingt uns die Durchsetzung eines adäquaten Rollstuhls mit extra stabiler Rückenlehne. 

 

Der auf mich abgestimmte Rollstuhl wird am 12. April 2017 nach 18 Monaten ausgeliefert. Endlich kann ich grade sitzen, da mir die Rückenlehne zu mehr Stabilität beim Sitzen verhilft. Auch ein spezielles Sitzkissen ist schmerzlindernd und verhindert die schmerzhaften Druckstellen am Gesäß. 

 

Damit ich weiterhin halbwegs mobil sein kann, beantragen wir über die Rentenversicherung den Umbau unseres Autos auf Handbetrieb. 

 

Nach einer Untersuchung durch den TÜV wird mir der Führerschein entzogen mit dem Grund, dass ich aufgrund meines Diabetes eine Gefahr für den Straßenverkehr darstelle. Meine anderen Symptome sind zweitrangig und ich fühle mich diskriminiert aufgrund meines Diabetes. Bisher bin ich 25 Jahre ohne Probleme Auto gefahren und der Umbau des Autos auf Handbetrieb wurde nicht aufgrund des Diabetes vorgenommen sondern aufgrund der Neuropathien an Füßen und Beinen. Der TÜV beschließt das Ablegen einer Prüfung bezüglich des Erwerbs eines Führerscheins zum Führen eines KfZ. Zusätzlich verlangt die Führerscheinstelle ab sofort halbjährlich die Vorlage eines ärztlichen Attests, welches bescheinigt, dass ich zum Führen eines KFZ in der Lage bin. In diesem Attest müssen alle Blutwerte oder sonstigen Krankheiten offengelegt werden. Dagegen wehren ist nicht möglich, denn das dürfen sie tatsächlich anordnen. Für den Gang vor ein Sozialgericht fehlen mir die Kraft und die Nerven. 

 

Ich bekomme Ende April 2017 meinen ersten Schwerbehindertenausweis mit einem B, welcher bereits Februar 2016 beantragt und von der Behindertenstelle in Dortmund mehrfach abgelehnt wird. Somit bekamen wir bis Ende April 2017 nicht das Recht, auf einem Behindertenparkplatz parken zu dürfen, obwohl ich bereits seit Oktober 2015 in einem Rollstuhl sitze. 

 

Im Juli 2017 lege ich nach 17 Fahrstunden erfolgreich die Fahrprüfung ab und darf ab sofort unser auf handbetriebenes umgebautes Auto fahren.  

November 2017

 

 

Es treten neue Symptome auf, die mich zunehmends so einschränken, dass ich nicht mehr selbständig leben kann.

 

Meine Hände verformen sich dahingehend, dass ich sie nicht mehr gerade machen kann und auch keine Faust mehr möglich ist. Ich entwickle in den Fingern Spastiken. Meine Finger versteifen von einer Sekunde zur Nächsten und bleiben oft minutenlang in dieser Position, was mitunter sehr schmerzhaft ist. Greifen, Zufassen, Halten...ist nicht mehr möglich und alltägliche Dinge, wie An- und Ausziehen, Waschen, Zähneputzen, Essen...sind ohne Hilfe nicht mehr zu bewältigen. 

 

Ein Orthopäde entwickelt die Idee, meine chronische Schultersteife mit Bestrahlungen zu behandeln, um die Schmerzen zu lindern und mir zu mehr Beweglichkeit zu verhelfen. So werde ich zwei Wochen lang jeden Tag an den Schultern bestrahlt. Die Bestrahlung bringt eine extreme Müdigkeit und Erschöpfung mit sich. Eine Besserung der schmerzhaften Symptome sowie der Unbeweglichkeit ist nicht in Sicht. Ich finde mich mit dem Zustand ab und lehne eine weitere Bestrahlung ab. 

 

An den Zehen entwickle ich einen furchtbaren Phantomschmerz, ich kann spüren, wie seinerzeit bei der Behandlung der Ulkusse in meinen Zehen drin herumgewühlt wurde. Obwohl ich damals bei der Behandlung keinen Schmerz verspürt habe, kann ich jetzt, wo die Wunden seit Monaten geschlossen sind, alles nachempfinden. 

 

Meine Muskeln in den Beinen Armen zucken, ohne dass ich es überhaupt mitbekomme, Anderen fallen diese permanenten Muskelkontraktionen auf. Die Schmerzen in den Beinen sind inzwischen so massiv, dass sie mich zeitweise minutenlang lähmen und mir die Luft zum Atmen nehmen.  Es fühlt sich an, als würde jemand ein mit Stoff derb gespanntes Sofa aufschlitzen und mit dem Messer darin herumwühlen.

 

Selbst bei 25 Grad friert mein Körper mit heftigen Schüttelfrost und fängt an, komplett zu verkrampfen. Dies hat meist eine lang anhaltende sehr schmerzhafte Körpersteife zur Folge, welche unglaublich kräftezehrend und beängstigend ist. Ich liege zeitweise stundenlang verkrampft und steif im Bett und muss warten, dass die Verkrampfungen sich irgendwie mittels Entspannungsübungen lösen. 

 

Die Kraft in den Armen lässt so extrem nach, dass ich sie kaum noch oben halten kann. 

 

Ich bekomme massive Gähnanfälle, manchmal bis zu 20x in der Minute, selbst an der frischen Luft und ausreichendem Schlaf. Es treten Erschöpfungszustände auf, ohne dass ich überhaupt etwas getan habe. Mein Körper erschlafft insgesamt immer mehr. Ich habe kaum noch Körperspannung, selbst die Beine kann ich kaum noch heben, um beispielsweise in eine Hose zu kommen.

 

Essen ohne Übelkeit ist kaum noch möglich, es folgt Gewichtsabnahme und zunehmender Kraftverlust in allen Extremitäten. Magenspiegelungen, ein Kornflaketest zwecks Diagnose Gastroparese und weitere Blutuntersuchungen ergeben nichts. Meine Leberwerte sind nach wie vor aus unerklärlichen Gründen erhöht, eine Medikation erfolgt deswegen aber nicht. 

 

An manchen Tagen habe ich derartige Schwindel- und Kreislaufprobleme, dass ich überhaupt nicht aufstehen kann.

 

Meine Haare fallen büschelweise aus. Man vermutet eine Immunkrankheit namens alopecia, welche ich von meiner Mutter geerbt haben könnte. Auffällig ist jedoch, dass meine Augenbrauen und Wimpern weiterhin dicht bewachsen sind.  

 

Der von uns bei ebay selbst erworbene  elektrische Rollstuhl gibt mechanisch den Geist auf, immerhin hat er auch 13 Jahre auf dem Buckel.  Wir beantragen bei der Krankenkasse den Umbau der Kompenenten des E - Fixes an den ersten zur Verfügung gestellten 0 815 Rollstuhls, der für diese Zwecke sehr geeignet ist und sich mechanisch in einem sehr guten Zustand befindet. Die Umbaukosten von EUR 380,00 lehnt die Krankenkasse ab. So tragen wir auch diese Kosten wieder selbst. Jedoch sind wir nicht mehr bereit, unseren eigens erworbenen Rollstuhl für die Dauernutzung draußen zu nutzen und beantragen einen elektrischen Rollstuhl zum Fahren in der näheren Umgebung, insbesondere unter dem Aspekt, dass wir für Verschleiß, Reparaturen etc. selbst aufkommen müssen. Für Reisen ist dieser Rollstuhl nicht geeignet, da er weder zusammenfaltbar und zudem einfach zu schwer ist. Dieser wird auch bewilligt und zeitnah ausgeliefert. Somit benötigen wir unseren eigens erworbenen E - Fix nur noch für Reisen. 

Dezember 2017 bis März 2018

 

Mein Körper ist inzwischen fast komplett gelähmt, die Arme kann ich nur noch an guten Tagen oben halten, sie plumpsen einfach sofort herunter, was besonders das Fotografieren schwierig macht. Wir kaufen ein Stativ für den Rollstuhl und richten dies so ein, so dass ich wenigstens meinem Hobby nachgehen kann.   

 

Ich bin nicht  mehr in der Lage, meinen Oberkörper im Rollstuhl über einen längeren Zeitraum aufrecht zu halten. Der Kopf ist schwer wie blei, der Nacken schmerzt dauerhaft und verkrampft und ich muss viel liegen, da ich den Kopf einfach nicht mehr halten kann. 

 

Die Erschöpfungszustände nach extrem kurzer Zeit nehmen immer mehr zu. 

 

Autofahren ist bereits seit Wochen nicht mehr möglich, da ich weder Kraft zum Lenken habe, noch die nötige Konzentration vorhanden ist. Zudem fällt es mir zunehmends schwerer, die Abstände beispielsweise zu vorausfahrenden Fahrzeugen richtig einzuschätzen. Immer wieder kommt es zu unliebsamen Vollbremsungen, die panische Gefühle auslösen und eine immer größer werdende Angst vorm Autofahren verursachen. 

 

Ich bekomme Sprachschwierigkeiten, so habe ich manchmal Wortfindungsstörungen und fange an, zu nuscheln. 

 

Aus unerfindlichen Gründen bekomme ich von einer Minute zur anderen Heulkrämpfe, die sich nicht stoppen lassen. Ohne erkennbaren Grund fange ich an zu weinen und manchmal dauert es Stunden, bis dieser Zustand aufhört. Auch hier raten mir die Ärzte, mich psychisch untersuchen zu lassen und vermuten Depressionen. Ich persönlich glaube nicht an Depressionen, da ich ansonsten geistig sehr fit und aktiv bin. Mir fällt es nicht schwer, motiviert morgens aufzustehen und zu arbeiten, was meiner Meinung nach bei Depressionen nicht der Fall wäre. 

 

Meine Mundschleimhäute entzünden sich immer wieder und trocknen regelrecht aus, was sehr schmerzhaft ist. 

 

Ich habe oft Hustenanfälle, ohne einen Infekt oder eine Grippe zu haben. Immer wieder verschleimen meine Bronchien und teilweise fehlt mir die Kraft, um Abhusten oder abschleimen zu können. Dadurch bekomme ich zunehmends Probleme mit der Atmung, vor allem nachts. 

 

Morgens wache ich immer mit verstopfter Nase auf, ich rede morgens immer nasal, erst gegen Mittag löst sich das nasale Reden auf. Meine Nase läuft manchmal tagsüber ununterbrochen, ohne einen Schnupfen zu haben. 

 

Die Tinitusgeräusche sind nicht mehr nur in der Form, dass es sich so anfühlt, als würde eine Metallplatte in meinem Kopf geschwungen werden, sondern es kommen Geräusche wie Piepen und Pfeifen wie bei einem Dampfkessel hinzu. Gezielte Entspannungsübungen helfen mir, nachts oder auch tagsüber im Liegen nicht durchzudrehen. 

 

Meine Augen trocken zeitweise komplett aus und verursachen furchtbaren Juckreiz. Auch empfinde ich an den Augen sehr häufigen Druckschmerz an den oberen Augenhöhlen. 

 

Inzwischen zeigen sich immer mehr lichte Stellen auf dem Kopf. Wenn es so weiter geht, habe ich in einem halben Jahr Glatze. Zeitweise habe ich entzündete offene Stellen auf der Kopfhaut.

 

Meine Haut ist glasig und jeder Wasserstrahl, der auf meine Haut trifft, verursacht heftige Schmerzen wie Brennen. Zudem ist meine Haut extrem trocken, so dass sie mehrmals täglich richtig eingefettet werden muss. Das Berühren der Haut durch Andere ist oftmals mit großen Schmerzen und Zuckungen verbunden

 

Nach dem Essen folgt fast immer Übelkeit und Erbrechen. 

 

Die Schmerzen und Ausschläge sowie das Zittern in den Beinen sind zeitweise unerträglich und machen mir das Leben mitunter zur Hölle. 

 

Inzwischen entwickle ich neben den Gelenkschmerzen auch starke Gliederschmerzen wie bei einer schweren Grippe. Die Glieder werden dabei alle schwer und steif und fühlen sich von innen her entzündet an. 

 

Ärzte machen unterschiedliche neurologische Untersuchungen und gehen aufgrund der Symptomatiken inzwischen von einer ALS Erkrankung aus, eine genaue Diagnose ist nach wie vor nicht zu finden. Untersuchungen im Krankenhaus sind schwierig, da ich nach wie vor den MRSA - Keim in mir trage.

 

Die Vorstellung bei einem weiteren Neurologen endet in einem Disaster, als dieser von mir nach einer eingehenden körperlichen Untersuchung verlangt, ich solle endlich "die Katze aus dem Sack lassen." Er glaubt, dass ich ein schwerwiegendes psychisches Problem habe und er mir nur  helfen könne, wenn ich mit der Sprache rausrücke. Völlig irritiert und verständnislos schlage ich dem Neurologen vor, meine vier Katzen zuhause in einen Sack zu packen und in seiner Praxis rauszulassen. Ich werde daraufhin der Praxis verwiesen.

 

Nunmehr soll eine nähere spezielle Untersuchung sollen in einer Spezialklinik Anfang Mai 2018 gemacht werden

April 2018

 

Worst case ! 

 

Nix geht mehr

 

Ich habe 61 Symptome !!! Im Prinzip habe ich alle Symptome aller Krankheiten, die es auf diesem Planeten zu geben scheint, zu haben.

 

Bis auf die Handgelenke und Finger ist mein Körper gelähmt. Nur an einzelnen seltenen Tagen bin ich in der Lage, kleine Bewegungen zu machen. 

 

Es fühlt sich an, als ist mein Körper klinisch tot und nur noch mein Gehirn funktioniert und arbeitet, und dass zu 400 %. 

 

Ich gerate immer mehr in den Strudel von depressiven Verstimmungen und versuche, trotz aller widriger Umstände nicht aufzugeben und weiterhin so positiv wie möglich zu leben. Gott sei Dank kann ich noch arbeiten, weil ich nur mit der Maus und der Tastatur arbeiten muss und mein Gehirn funktioniert wie ein Uhrwerk. Meine Arbeit hilft mir dabei sehr und ich bin glücklich, einen Arbeitgeber zu haben, der mir  das Arbeiten von zuhause aus ermöglicht und Rücksicht auf meinen derzeitigen Gesundheitszustand nimmt. So darf ich mir die vielen Ruhephasen, die mein Körper zunehmends während meiner 8 - h - Arbeit benötigt, nehmen. 

 

Am 04. April heirate ich meinen Lieblingsmenschen und die Hochzeitsfeier soll gleichzeitig als große Abschiedsparty dienen, da ich zu diesem Zeitpunkt anfange, mich aus dem Leben und von Allem, was mir lieb ist, zu verabschieden.

 

Mein Lieblingsmensch und ich besprechen offen die weitere Vorgehensweise und ich beschließe, mich tapfer bis zum Luftröhrenschnitt, welcher bei der Erkrankung ALS irgendwann unvermeidbar sein wird, durchzuhalten und zu kämpfen. Sollte diese Situation eintreffen, werde ich die Option des Freitodes in Zürich in Erwägung ziehen. So schwer es fällt aber mein Lieblingsmensch und ich betrachten die gesamte Situation diesbezüglich als Erlösung.

 

Wir treffen für den Fall aller Fälle Vorsorgemaßnahmen beispielsweise durch das Erstellen von Patientenverfügungen, Vollmachten und Willenserklärungen. 

Mai 2018

 

Besuch in der neurologischen Spezialklinik, wo eine ALS ausgeschlossen wird, jedoch vermutet wird, an irgendeiner anderen neurologischen Muskelerkrankung zu leiden. Allerdings kann man mir zu diesem Zeitpunkt kein Bett zur weiteren Diagnostik anbieten. Es folgt aber eine Auswertung sämtlich gemachter bisheriger Diagnostik inklusive Auswertung einer CD von einem MRT mit Kontrastmittel meines Gehirns von 2015, die bis dahin in einer Schublade zuhause schlummerte, weil nie ein Bett in der Neurologie Dortmund frei war.  

 

Ich habe Heulkrämpfe vor Glück, keine ALS zu haben und somit nicht sterben zu müssen. 

 

Der erste Besuch beim Wunderheiler. Was haben wir schon zu verlieren. Wir haben immer noch keine Diagnose und außer weitere Vermutungen gibt es nichts, was uns annähernd weiterhilft. 

 

Diagnose vom Heiler ------> chronische Lyme - Borreliose

 

Ich bekomme verschiedene selbst gemixte Tropfencocktails aus naturheilmedizinischen Präparaten und beginne sofort mit der ersten Entgiftungsphase. Zudem werden Hände aufgelegt, mir Heilung versprochen und vor allem Mut zugesprochen. Wenn alles gut läuft, bin ich in 10 Monaten geheilt.

Juni 2018

 

Die neurologische Spezialklinik ruft an und teilt mit, dass die Auswertung des vor drei Jahren gemachten MRT´s ergibt, dass ich 100 %-ig eine MS habe. Weiße Flecken im Gehirn sollen dies eindeutig belegen. Ich solle mich bitte noch am gleichen Tag in der Klinik zum sofortigen Beginn einer Infusionstherapie einfinden. Plötzlich ist ein Bett da und man rollt mir fast den roten Teppich aus!!!!

 

-->Kategorische Ablehnung meinerseits

 

Ich begebe mich weiterhin in die Obhut des Wunderheilers und vertraue auf sein Wissen und seine Fähigkeiten, die zwischen Himmel und Erde nicht zu erklären sind. Der Heiler sagt, ich solle diese Infusionstherapie wegen der MS auf keinen Fall machen, da sie mir schaden und nicht helfen wird. Er erklärt mir zudem, dass es völlig normal ist, das mein Gehirn diese typischen weißen Flecken einer MS aufweist. Er ist überzeugt davon, dass die MS in den meisten Fällen keine Viruserkrankung des Nervensystems ist, wie in allen medizinischen Lehrbüchern beschrieben wird, sondern eine Folge einer unbehandelten chronischen Borreliose. Er zeigt mir Berichte, wonach einige Studien darauf hinweisen, dass es sich bei einer MS um eine rein bakterielle Infektion handeln könnte. 

 

Ich recherchiere Tag und Nacht und stelle fest, dass es zahlreiche MS - Patienten gibt, die letztendlich an einer chronische Borreliose leiden. Zudem lese ich immer mehr darüber, dass die Symptome bei ALS, MS und vielen neurologischen Muskelerkrankungen die Gleichen sind. In entsprechenden Foren teilen MS - Patienten mit, dass sie keinerlei MS - Symptome mehr haben, sofern sie eine Borreliose diagnostiziert bekamen und diese erfolgreich bekämpft haben. Allerdings lese ich von sehr wenigen Fällen, die es tatsächlich geschafft haben, von der Borreliose geheilt zu werden.  

 

Die Frage, die sich hier stellt ist meiner Ansicht nach, wieso wird nicht endlich mehr die chronische Borreliose erforscht. Stattdessen gründet man eine MS - Gesellschaft und Foundation nach der Anderen und findet sich damit ab, dass immer mehr Menschen vor allem in so jungen Jahren daran erkranken. Warum forscht man nicht an der These, die belegen soll, dass MS eine bakterielle Infektionserkrankung ist, die durchaus geheilt werden kann. Die Tatsache, dass mein Wunderheiler bereits einige Menschen mit Borreliose geheilt hat und diese seitdem keinen einzigen MS - Schub mehr haben, zeigt, dass vielleicht etwas an der These sein könnte.

Juli 2018

 

Ich nehme für 35 Tage morgens und abends 10 ml Rechtsregulat ein, welches die Borrelien vertreiben soll. Es ist ein wirklich unangenehmes übel riechendes und schmeckendes Gesöff, welches aufgrund des vermentierten Herstellungsverfahrens und Bestehens aus reinen Gemüse -und Pflanzensäften den durch die Borrelien versperrten Weg zum Immunsystem wieder freilegen soll. Die Einnahme ist von starker Übelkeit und Schwindelgefühl geprägt. 

 

Mein allgemeiner Zustand ist ganz klar besser geworden. Ich bin in der Lage, viele Dinge wieder alleine zu tun und laufe an manchen Tagen sogar alleine in der Wohnung schon ohne Rollator. 

 

2x in der Woche bin ich bei Johanna, meiner Physiotherapeutin, die Akupunktur mit mir macht und ich trainiere an einigen Trainingsgeräten, um die Muskulatur aufzubauen und zu stärken.  

 

Die Schmerzen an den Unterschenkeln und Füßen sind nach wie vor da und so mache ich lauftechnisch Rückschritte. Aber ich bekomme immer mehr Gefühl und spüre, wenn ich berührt werde. 

 

Meine Haut ist nicht mehr so glasig und ich kann inzwischen schmerzfrei duschen. Auch Zähneputzen, Essen, Haare föhnen, An- und Ausziehen sind mit geringerer Unterstützung wieder möglich. 

August 2018

 

Ich befinde mich nach wie vor in der Obhut meines Wunderheilers und habe der Schuldmedizin den Rücken gekehrt. Bis auf die Blutuntersuchung und die diabetische Sprechstunde, besuche ich keinen Arzt mehr, da diese weiterhin auf meiner Psyche herumreiten und meinen Wunderheiler und mich am liebsten für verrückt erklären möchten. Ich schweige von nun an und gehe meinen eigenen Weg und suche mir Verbündete, die mich unterstützen.  

 

Es gibt einen extremen Rückfall, so dass ich fast zwei Wochen lang nicht laufen oder gerade stehen kann. So verbringe ich die erste Urlaubswoche komplett im Rollstuhl. Ich habe Schwierigkeiten mit der Koordination und entwickle nach dem Essen wieder Übelkeit und Erbrechen. 

 

Zudem treten nach langer Zeit wieder unglaubliche Erschöpfungszustände auf und mein Allgemeinbefinden ist sehr schlecht. 

In meinen Bewegungen bin ich nach wie vor noch sehr eingeschränkt und die Nervenschmerzen in den Füßen, Beinen sind sehr extrem. Besonders in den Gelenken ist wenig Fortschritt zu erkennen und meine motorischen Fähigkeiten lassen nach wie vor sehr zu wünschen übrig. Die unterschiedlichen Therapieformen bringen viele Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen... mit sich, die ich als sehr unangenehm empfinde. 

 

Aber es gibt auch Fortschritte, so kann ich erstmals länger als 10 Minuten auf einem "normalen" Mountainbike sitzen und ich laufe in der Wohnung ohne Rollator. 

 

Seit Januar 2018 warte ich immer noch darauf, dass die Reha endlich los geht. Ich konnte nach einem Widerspruchsverfahren zumindest erreichen, dass ich die Reha nicht wie zunächst angedacht, in einer psychosomatischen Abteilung sondern in der Neurologie machen kann. 

September 2018

 

Mein Gesundheitszustand hat sich in der zweiten Woche des Urlaubs so stabilisiert, dass ich wieder gut essen kann und alles drin behalte.

 

Ich kann wieder laufen, wenn auch nur im Watschelschritt und so gelingt es mir, schöne außergewöhnliche Orte zumindest mit Hilfe zu Fuß zu erkunden und zu sehen.

 

Aufgrund des schweren Rückfalls vor dem Urlaub empfiehlt mir mein Wunderheiler, nochmals eine Flasche Rechtsregulat über einen Zeitraum von weiteren 14 Tagen zu nehmen.

 

Anschließend beginnt die nächste Phase der Therapie. Die Zysten im Kopf sollen eliminiert werden und so bekomme ich neue Tropfen. Mein Wunderheiler ist im Großen und Ganzen zufrieden, sieht aber meinen Gesundheitszustand dennoch immer noch kritisch. Ich darf nicht aufhören zu kämpfen sagt er mir immer wieder und macht mir deutlich, dass ich fest daran glauben muss, dass alles gut wird. Auch wenn es zeitweise nicht danach aussieht.

 

Immer wieder gibt es Rückschläge, dass ich nicht laufen oder greifen kann. Auch die Übelkeit und Erbrechen sowie die Kopfschmerzen sind wieder da. Meine Hände, Handgelenke, Schultern, Ellenbogen und der Rücken schmerzen extrem. Mein Heiler legt an den kritischen Stellen seine Hände auf und erreicht an der Schulter und am Ellenbogen tatsächlich eine Schmerzlinderung. Laut Aussage des Heilers bilden sich im Nacken- und Rückenbereich immer wieder Blockaden, die den Fluss unterbrechen und Schmerzen, Spastiken und Lähmungen verursachen. 

 

Es tritt erstmals ein Schmerz am rechten Knie auf, welcher orthopädisch wie erwartet nicht abgeklärt werden kann. Offenbar sitzen die Borrelien immer noch im Nervensystem fest und greifen nun meine Kniegelenke an.  Der Orthopäde verordnet weitere Physiotherapie und rät mir, eine dauerhafte Physiotherapie bei der Krankenkasse zu beantragen. Ich solle die MS angeben, somit dürfte es keine Probleme geben.

 

Es fällt mir sehr schwer, diesen Dauerantrag bei der Krankenkasse zu stellen, da ich weiß, dass ich keine MS im herkömmlichen Sinne habe. Ich möchte lieber, dass endlich die Borreliose als Diagnose anerkannt wird und man mich dahingehend mehr unterstützt. Der Arzt fragte, ob ich gesund werden möchte oder aber ein kranker "Idiot" bleiben möchte. Mit Idiot meinte er natürlich, dass es absolut doof wäre, die möglichen Mittel nicht auszuschöpfen. Wo er Recht hat, hat er leider Recht und so gebe ich mich geschlagen, weil ich natürlich gesund und fit werden will. Das Vefahren läuft und ich bin gespannt. In diesem Zusammenhang ist mir immer wieder unbegreiflich, dass der Staat uns Kranke förmlich dazu zwingt, Krankenkassen, Behörden...zu hintergehen. Wobei hintergehen auch nicht die richtige Bezeichnung ist. Ich hintergehe ja Niemanden, nur weil ich im Antrag die von den Ärzten mir unbedingt aufgezwungene MS angebe statt der Borreliose.   

 

Oktober 2018

 

Ich befinde mich seit 17.10.2018 in der Reha und habe jeden Tag viele Therapien. 

 

Hauptziel wird sein, dass ich nicht mehr laufe wie ein watschelnder Pinguin sondern ein Bein vor das Nächste setze. Es soll erreicht werden, dass ich ein normales Gangbild entwickle, um insbesondere längere Strecken zurücklegen zu können. 

 

Des Weiteren soll versucht werden, mehr Stabilität im Lendenwirbelbereich zu bekommen, damit ich beim Stehen und Laufen nicht mehr nach vorn kippe und mit den Armen nicht zu viele Ausgleichsbewegungen machen muss. 

 

Mein Oberkörper und meine Arme sollen soweit gekräftigt werden, dass ich den Rolli mechanisch alleine bewegen und meinen Alltag selbstständiger gestalten kann und vielleicht irgendwann nicht mehr auf den ERolli angewiesen bin. Hierfür ist es  besonders wichtig, dass die Hände etwas beweglicher werden. 

 

Es gibt Symptome, die sich inzwischen zurückgebildet haben. Meine Nackenmuskulatur ist so stabil, dass ich mich tagsüber nicht mehr ins Bett legen muss, weil ich den Kopf nicht mehr halten kann. 

 

Die Übelkeit und Erbrechen sind komplett verschwunden, ich kann inzwischen gute und reichliche Portionen essen und auch Schokolade essen ist wieder möglich. 

 

Mit den Augen kann ich wieder nach oben schauen und den Blick so auch halten. 

 

Die Spastiken an den Zehen sind viel weniger und seltender geworden. lediglich an den Handgelenken und Fingern bestehen sie noch. 

 

Kopfschmerzen habe ich ebenfalls nicht mehr und meine Konzentration steigt. Auch kann ich mir Dinge wieder besser merken, besonders das Kurzzeitgedächtnis kommt wieder in Schwung. 

 

November 2018

 

Ich befinde mich den gesamten Monate in der neurologischen Rehaklinik Bad Godesberg in Bonn.

 

Mein Zustand hat sich im Gegensatz zu Mitte bis Ende Oktober 2018 weder verbessert noch verschlechtert. Insgesamt geht es mir viel besser, weil ich sehr fit und aktiv vom Bewegungsapparat bin.     

 

Aktuell habe ich noch 48 Symptome

Dezember 2018

 

03.12.2018 ---> Der Heiler sagt, dass die Borreliose so gut wie ausgeheilt ist

Nun beginnt die Regenierungsphase. Der Heiler sagt zwar, dass kaum noch Borrelien in meinem Körper sind, jedoch kann er nicht 100 %-ig ausschließen, dass sich noch welche im Gehirn verstecken. Aber sollte dies der Fall sein, werden diese in absehbarer Zeit auch verschwinden.

 

Die Tatsache, dass ich mit dem Laufen keine Fortschritte mache, könnte ein Indiz dafür sein, dass vielleicht immer noch ein paar Borrelien im Gehirn im zentralen Nervensystem sitzen. Oder aber es liegt daran, dass Schäden im Zentralen Nervensystem laut Aussagen der Schulmedizin irreparabel sind. In der Reha wurde ich physiotherapeutisch behandelt wie ein Tetrapleptiker und man sagte mir, dass es wahrscheinlich ist, dass dies mein Leben lang so bleibt. Aber  die Schulmediziner sind es auch, die mir gesagt haben, dass es nichts gegen Borreliose gibt und nun sitze ich ohne Borrelien da. Ich weiß, dass die peripheren Nerven sich wieder erholen können und was die Nervenschäden im ZNS angeht, werden mein Heiler und ich alles versuchen, auch diese wieder wegzubekommen.

 

Ich werde den Drops sozusagen so lange lutschen, bis ich wieder laufen kann.

 

Dass die Borrelien nicht mehr im Körper vorhanden sind, ist ein super Fortschritt und zeigt, dass mein Weg mit dem Heiler der richtige war und ist. Alles, was mir Schuldmediziner bisher gesagt haben, konnte ich widerlegen. Angeblich gibt es nichts, was die Borrelien vertreibt.

 

Allerdings beginnt jetzt die schwierigste Phase, nämlich die Reparatur aller Schäden, die die Borrelien in meinem Körper hinterlassen haben. Mein zentrales Nervensystem ist derartig geschädigt, dass es möglicher Weise Jahre dauert, bis ich symptom- und vor allem schmerzfrei bin.   

 

Ich bin mir darüber bewusst, dass es ein langer Weg ist aber ich konnte die Borrelien innerhalb von einem dreiviertel Jahr fast besiegen, also werde ich alles Andere auch hinbekommen!!!!  

 

Ich habe "nur" noch 32 Symptome!!!!!

Januar 2019

 

Nachdem mein Körper auf allen Ebenen zur Weihnachts- und Urlaubszeit gestreikt hat, habe ich ihm absolute Ruhe verordnet.

 

Es sind plötzlich wieder Symptome da, die schon weg geglaubt schienen. Besonders die Übelkeit und Erbrechen sind momentan an der Tagesordnung und rauben mir viel Energie.

 

Mein Körper ist vom Nichtstun unglaublich erschöpft und am liebsten möchte ich rund um die Uhr schlafen. Irendwie hab ich oft das Gefühl, ich kann einfach nicht mehr.

 

Die Spastiken besonders an der rechten Hand lähmen mich derart, dass ich kaum etwas machen kann. Die damit verbundenen Schmerzen ziehen bis zum Handgelenk und es fühlt sich an, als ist mein gesamter rechter Arm von innen her entzündet.

 

Meine Blase scheint nicht mehr richtig zu funktionieren, was durch die zeitweise Beckenlähmung bedingt ist. Ich gehe nur noch morgens nach dem Liegen auf Toilette und abends, nachdem ich bereits eine Weile im Bett gelegen habe. Mir droht leider die Kathetisierung ein bis zweimal am Tag, was ich ganz furchtbar finde. Ich versuche das Ganze, so lange wie möglich hinauszuschieben aber ich vermute, bald wird es sich nicht mehr verhindern lassen.   

 

Ich beginne die nächste Periode mit der Karde-Wurzel-Tinktur und hoffe, dass diese weitere Symptome verhindert und die Vorhandenen lindert bzw. verschwinden lässt.

 

Die Nervenschmerzen insgesamt sind in der kalten Winterzeit besonders an den Beinen und Armen sehr groß.

 

Meine psychische Verfassung wechselt momentan stündlich und auch wenn ich weitaus geduldiger mit meinem Körper und der Gesundung bin, steigt der Frustrationsspiegel.

 

Ich bekomme 3x pro Woche Physiotherapie, derzeit Akupunktur, da in meinem Körper nichts fließt und somit ein gezieltes Arbeiten nicht möglich ist.  

Februar 2019

 

Worst case !!!!!

 

Nichts geht mehr, mein Körper ist inzwischen wieder fast komplett gelähmt. Oft schaffe ich es nicht mal mehr, meine Arme oder Beine zu heben.

 

Kleine Sachen verursachen wieder diese totale Erschöpfung, dass ich weder meinen Kopf halten kann, noch bin ich in der Lage zu sitzen.

 

Ich bekomme einen Buchtipp "Mediale Medizin" von Anthony William, woraufhin ich mir dieses Buch bestelle und an 3 Tagen durcharbeite.

 

Was dort über Lyme - Borreliose steht, erschreckt mich auf der einen Seite, auf der anderen Seite steht dort genau das beschrieben, was zu mir, meiner Geschichte und zu meinem vergangenen Leben in Bezug auf Krankheiten passt.

 

Ich bin irritiert und weiß nicht, ob das nun die Wahrheit sein soll, entschließe mich aber, Anthony Williams aufgestellte Thesen in diesem Buch zu folgen. Endlich ergeben für mich ganz viele Sachen einen Sinn und zum ersten Mal fühle ich mich richtig verstanden.

 

Inzwischen habe ich damit begonnen, mein Leben nochmal völlig umzukrempeln und insbesondere meine Ernährung komplett umzustellen.

 

In meinem jetzigen Zustand habe ich sowieso nichts zu verlieren, außer wie letztes Jahr bis April wieder vollständig gelähmt zu sein.

 

Ich bin gespannt, wo mich die neue Reise hinführt aber glaube fest daran, dass ich die Chance habe, wieder gesund zu werden.       

 

Psychisch habe ich mich sehr gut erholt und bin wieder motiviert und die schlechte Laune ist somit verflogen. Ich habe in den letzten Wochen und Tagen nochmal stark daran gearbeitet, noch mehr loszulassen und alten Dingen nicht mehr traurig nachzuhängen. Ich konzentriere mich wieder auf die Sonnenseite des Lebens und seitdem geht es täglich bergauf.         

März 2019

 

Ich habe Mitte März einen herben Rückfall und viele besiegte Symptome kehren zurück und teilweise in heftigerer Form als je zuvor.

 

Mein Gangbild ist wieder total ataktisch und teilweise stapfe ich wieder wie ein Storch durch die Wohnung. An manchen Tagen kann ich überhaupt nicht laufen, weil meine Muskulatur so zittert, dass ich mich nicht auf den Beinen halten kann.

 

Die Nervenschmerzen in den  Füßen und Beinen sind extrem und nehmen mir oft die Luft zum Atmen.

 

Die einzige Nahrung, die ich drin behalte, sind die frisch zubereiteten Smoothies. Alles Andere verursacht Übelkeit und Erbrechen.

 

Es taucht ein völlig neues Symptom auf, nämlich Sehstörungen am linken Auge. Es ist ein weißer Schleier auf der Pupille und der Blick ist so milchig, dass ich kaum noch Umrisse erkennen kann. Ich begebe mich zum Augenarzt, welcher organisch nichts feststellen kann, jedoch bemerkt er, dass ich kaum eine Pupillenreaktion aufweise. Er rät mir, unbedingt einen Neurologen aufzusuchen und nochmal alles abklären zu lassen, es muss ein riesiges Problem mit meinem Zentralen Nervensystem geben oder eine schlimme Muskelerkrankung vorliegen. 

 

Aufgrund der Aussagen des Augenarztes kommt schlagartig die Angst wieder, vielleicht doch an ALS oder MS zu leiden und vielleicht doch bald sterben zu müssen.  Ich vereinbare einen Termin bei einem neuen Neurologen in der Hoffnung, endlich 100 %-ige Klarheit zu bekommen und bin bereit, mich wieder der Schulmedizin hinzugeben.

 

Drei Tage später erfahre ich über meine Schwester von einem Heilpraktiker, der Menschen von Krankheiten befreien soll, die kein Arzt feststellen konnte und stelle mich diesem vor, insbesondere da ich aufgrund meines schlechten Allgemeinzustandes sehr vezweifelt bin.  

 

Dieser macht Untersuchungen wie Bio - Resonanzverfahren und Blutanalyse unter dem Mikroskop.

 

Er stellt fest, dass ich neben der Borreliose, die allerdings so auf dem Rückmarsch ist, dass sie tatsächlich in ein paar Wochen komplett ausgeheilt sein dürfte, es weitere Co - Existenzen in meinem Körper gibt.

 

Unter dem Mikroskop wird der Übeltäter, der mir momentan das Leben zur Hölle macht deutlich. Ich habe einen Pilz namens Candida. Dieser ist in so massiger Form in meinem Blut vorhanden, dass der Heilpraktiker sich fragt, wie ich die letzten Monate und möglicher Weise Jahre überleben konnte. Daneben wird auch ein weiterer Übeltäter gefunden namens Epstein - Barr - Virus.

 

Ich bekomme vom Heilpraktiker eine ganze Liste von Medikamenten, die ich ab sofort einnehmen muss und er verspricht mir, dass es mir in ein paar Wochen deutlich besser gehen wird.

 

Was das Laufen angeht, vermutet er, dass ich auf einer Wasserader schlafe und empfiehlt mir, unser Bett umzustellen.

 

Des Weiteren rät er mir, wegen meiner Sehstörung am linken Auge unverzüglich einen Zahnarzt aufzusuchen, da er sich ziemlich sicher ist, dass etwas mit meinen Eckzähnen, die den Augen zugeordnet werden, nicht in Ordnung ist.

 

Noch am gleichen Tag begebe ich mich zu meiner Zahnärztin, die anhand eines Röntgenbildes feststellt, dass ich eine sehr weit fortgeschrittene Entzündung am oberen rechten Eckzahn habe. Sie beginnt sofort mit einer Wurzelbehandlung.

    

 

   

April 2019

 

Es geht mir so gut wie lange nicht mehr.

 

Aktuell habe ich "nur" folgende 12 Symptome:

 

- Spastiken in den Fingern und Verkrampfungen an den Handgelenken und häufige Bildung von Krallenhänden, insbesondere bei Kälte

 

- Brennen beim Duschen auf der Haut und allgemeine Hautempfindlichkeit, bei Berührung mit Wasser oder anderen Händen 

 

- Schmerzen in den Füßen und Unterschenkeln

 

- Missempfindungen in den Füßen und an den Unterschenkeln

 

- Ich spüre  nach wie vor sehr sehr wenig in den Füßen und Unterschenkeln

 

- Übelkeit mit Erbrechen, allerdings nur noch selten inzwischen

 

- Plötzliche Anfalle von Schüttelfrost trotz enormer Hitze

 

- sehr starke Hüftbeschwerden

 

- sehr starke Rückenschmerzen

 

- starke Schmerzen im Hals - Nacken - Bereich

 

- Laufen ist nach wie vor nur ca. 10 -  20 m möglich

 

- die Erschöpfungszustände sind teilweise immer noch schmerzhaft und kommen von einer Sekunde zur Nächsten und lähmen meinen Körper zeitweise über Stunden komplett

 

Es sind "nur" noch 12 Symptome und wer hätte das gedacht, dass ich nach einem Jahr 47 Symptome los Werde. Klar sind es 12 Symptome, die es in sich haben und in den letzten Jahren von der Schwere her am schwierigsten waren, sie zu bewältigen und nicht durchzudrehen oder zu verzweifeln.

 

Wir haben schwarz auf weiß von der Krankenkasse eine Bescheinigung über die Einnahme eines Breitbandantibiotikums, welches inzwischen auf der roten Liste steht und nachweislich für folgenschwere Nebenwirkungen verantwortlich gemacht wird, erhalten. Allerdings werden wir vorerst keine Feststellung beantragen, da ich momentan hilfsmitteltechnisch und in allen sozialen Belangen gut versorgt bin. Mehr als die 100 % Schwerbehinderung oder ein Ausweis mit einem "aG" und "B" geht nicht und mehr als meinen Porsche - Rolli und meinen E - Rolli brauche ich nicht und außerdem gehe ich davon aus, dass ich irgendwann wieder ganz gesund werde. Das Einzige, was Platz in meinem Leben an Krankheit haben darf, ist der Diabetes. Den habe ich aber im Griff.

 

Die Medikamente vom Heilpraktiker nehme ich nunmehr einen Monat und die Borreliose ist inzwischen komplett ausgeheilt und überhaupt nicht mehr nachweisbar.

 

Alle weiteren Co - Existenzen werden in den nächsten Wochen wahrscheinlich ihren kompletten Rückzug antreten. Die Einnahme der Medikamente erfolgt noch zwei Monate. Wir sind gespannt, welche Symptome noch wegfallen und mit welchen ich mich doch noch länger "anfreunden" muss.   

 

Meine Ernährungsumstellung behalte ich konsequent bei und ernähre mich hauptsächlich von Obst, Gemüse, Schafsmilch- oder Ziegenmilchprodukten, Reis und Biomaiswaffeln. In seltenen Fällen nehme ich Bio Hähnchenbrustfilet zu mir. Auf anderes Fleisch oder Fisch und Eier verzichte ich komplett. Solange die Schadstoffbelastung an Quecksilber in meinem Körper so hoch ist, werde ich dies auch durchziehen.   

 

 

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