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Diabetes macht fett?

Diabetes macht fett!

 

So warum einmal das Thema als Frage und einmal als Feststellung??? 

 

Als Frage, weil sich tatsächlich die Frage stellt, ob es der Diabetes an sich ist, der fett macht. Hier kann man klar sagen, "NEIN"...Aber! Und hier kommt das große berechtigte ABER! Als Typ I Diabetiker benötigst du von Anfang an Insulin in injektiöser Form, also durch Spritze, Pen, Pumpe...Du kannst Insulin nicht durch eine Tablette, wie z.B. der Typ II-er aufnehmen, da Insulin nicht in die Blutbahn muss sondern in die Zellen. Das Insulin ist praktisch der Schlüssel, der die Körperzellen aufschließt. Kriegt dein Körper kein Insulin, bleiben die Zellen zu. Heißt was? ...nichts was du isst, gelangt in die Zellen und kann gespeichert werden. Wenn du deinem Körper das Insulin zuführst, was er benötigt, wenn du bestimmte Lebensmittel oder Getränke zu dir genommen hast, dann sind die Zellen immer schön offen, um diese ganzen Nährstoffe zu speichern. Das ist alles bis dahin ganz prima und vor allem wichtig. ABER! Insulin ist ein Masthormon, welches z.B. auch in der Tierproduktion beispielsweise bei Schweinen eingesetzt wird. Es regt nämlich den Appetit an und die Schweine fressen somit mehr, weil sie ein ständiges Hungergefühl haben. Und da uns die Schweine rein anatomisch und in ihren körperlichen Prozessen sehr ähnlich sind, ist hier der Zusammenhang zu uns Typ Einsern ganz schnell hergestellt. Eigentlich braucht das Schwein ja gar kein Insulin aber man gibt es ihnen trotzdem. Was passiert? Das Schwein hat zu viel Insulin und gerät in eine Art Unterzuckerung. So nun versetze dich in die Lage deiner letzten Unterzuckerung! Bor verdammte Scheiße...du wird aggressiv oder zumindest ningelich...du fängst an zu zittern...du kannst nicht mehr richtig klar denken...du bekommst richtigen Heißhunger...auf ALLES!!! An deinem geistigen Auge fliegen, Pommes, Cola, Brathähnchen, Gummibärchen, Schokolade, Bonbons...einfach alles, was eigentlich ungesund und für Diabetiker eher suboptimal geeignet, vorbei. Na logo...dein Blutzucker ist so niedrig, dass er dein Gehirn nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt und dann entwickelst du Gott sei Dank diese extremen Warnsymptome, die dich dazu zwingen, etwas zu tun. Meistens kannst du es noch selbst und nur selten passiert es, dass du wirklich umkippst. Eigentlich würde es völlig ausreichen, wenn du ein Glas Cola zu dir nimmst, natürlich keine Cola Light, weil da ist nämlich kein Zucker drin aber durch diesen Heißhunger isst du einfach oft viel zu viel und schlingst alles wahllos in dich hinein, was du finden kannst. Hey zunächst kann ich dich beruhigen, dies kennt glaub ich wirklich jeder Diabetiker und es ist wirklich verdammt schwer, bei solchen extremen Unterzuckungerungen so locker zu bleiben, echt nur ne Cola zu trinken und nicht gleich den gesamten Kühlschrank leerzufressen!!! Ich schreibe hier absichtlich fressen, weil es tatsächlich einer absoluten Fessorgie ähnelt!!!

 

Was ist die Folge von solchen Unterzuckerungen, gerade wenn sie häufig vorkommen? Zum einen bekommt dein Körper viel zu viel Energie, die er überhaupt nicht so schnell verbrennen kann, um nicht an Gewicht zuzunehmen und zum Anderen, geht nach der Unterzuckerung der Blutzucker so hoch, dass du natürlich wieder Insulin brauchst, um den hohen Zucker runterzubekommen und so gerätst du schnell in diese endlose Schleife ->zu viel Insulin -> zu niedriger Zucker ->Fressorgie->zu hoher Blutzucker->Insulin->Zucker fällt wieder ab ->Heißhunger ->nächste Fressorgie...

 

Wenn du vor allem bei einer Unterzuckerung Dinge isst, die sehr fetthaltig sind, dann dauert es viel länger, bis du aus der Unterzuckerung heraus kommst. Denn erstmal gelangen die ganzen fiesen Stoffe, die deinen Blutzucker überhaupt nichts nützen in deinen Körper. Bis der Zucker beispielsweise in einem Schokoriegel deinen Blutzucker erhöht, dauert es viel zu lange. Während dieser Zeit schaufelst du dir nämlich Mögliche sinnlos in dich hinein. Wenn du das einmal im Monat machst, ist es nicht das Problem aber bei einmal pro Woche oder gar täglich, wirst du diese unnötige und viel zu hohe Energie nicht mehr los. Und da du ja genug Insulin hast, sind deine Zellen schöööön weit geöffnet und können das Fett so richtig toll speichern. Und was dort drinnen sich erstmal festgesetzt hat, bekommst du so schnell nicht  mehr los.  

 

Bevor bei mir der Diabetes festgestellt wurde, war ich sehr sehr dünn und mein Spitzname war Schneewitchen. Nein nicht nur wegen der langen schwarzen Haare! Nein...ich war das Schneewitchen ohne Tittchen. Klingt gemein...jo kann man so stehen lassen aber ganz ehrlich, hätte ich gewusst, dass ich mit dem Diabetes anfange, plötzlich so zuzunehmen, dass jeder sagte "Boh du hast ja richtig schön zugenommen, gut siehst du aus, nicht mehr so krank und viel gesünder!" wäre ich lieber mein Leben lang das Schneewitchen ohne Tittchen geblieben. Ja Halloooooo??? Welches pupertierende Mädchen möchte denn hören, dass es zugenommen hat. Auch wenn ich rein optisch das erste mal in meinem Leben nicht einem Gerippe ähnelte und angeblich gut aussah??? Also ich nicht, denn für mich steckte da nur eine Aussage dahinter "Bist aber ganz schön fett geworden!" Meine vorher viel zu weiten Hosen waren plötzlich so eng, dass ich aussah, als hätte man mich da rein geschossen. Ihr merkt sicherlich gerade, dass mein Denken doch ganz schön irrational war, denn ich war nicht zu dick...ich war nur dicker als sonst aber eigentlich völlig normalgewichtig. Ich war es eben nicht gewohnt, so normalgewichtig zu sein und der Prozess der Gewichtszunahme ging einfach zu schnell und vor allem ohne mich zu informieren oder zu fragen, ob ich das überhaupt wollte. Und noch etwas entscheidendes begleitete mich mein Leben lang. Meine Schwester blieb so dünn, weil sie hatte diesen Diabetes nicht und so entstand irgendwann so eine Art Konkurrenzkampf. Früher haben immer alle gesagt, dass ich dünner wäre als meine Schwester. Ich erinnere mich, dass ich mich dagegen sehr gewehrt habe, weil es für mich bedeutete, dass ich weniger war als meine Schwester. Weniger im Sinne von weniger wert und so habe ich Kindern, die das behaupteten eine auf die Nase gehauen. An der Tatsache hat sich aber leider nichts geändert...wie auch, denn durch den noch nicht entdeckten Diabetes nahm ich immer mehr ab und zwischenzeitlich wirkte sogar meine Schwester neben mir wie dick. Nun hatte man diesen Diabetes bei mir festgestellt, ich bekam Insulinspritzen und nahm von Tag zu Tag zu. Irgendwie hatte ich es nicht mehr unter Kontrolle und ich fand mich einfach viel zu fett. Zwar nahm das Interesse der Jungs an mir sehr deutlich zu, weil ich endlich mal ein paar Kurzven zu bieten hatte und endlich wie ein Mädchen aussah aber ich war trotzdem totunglücklich. Na klar wollte auch ich beliebt sein aber bitteschön doch nicht fett! Mein Leben glitt mir förmlich aus den Händen, denn egal was ich tat...die Gewichtszunahme war nicht zu bremsen und ich empfand mein Verhalten, wenn ich etwas aß als undiszipliniert und gefräßig. Dabei aß ich gar nicht viel, es war nur einfach so, dass mein Körper endlich Insulin bekam und die Nährstoffe, welche ich zu mir nahm, in den Zellen speichern konnte. Vorher waren die Zellen komplett versperrt und alles, was ich aß wurde sofort unverwertet über die Nieren und den Urin ausgeschieden. Dadurch war ich immer so dünn. 

 

Lieber Diabetiker!

 

Vielleicht warst du auch immer schlank und ich bin überzeugt, du bist es immer noch. Aber seit man bei dir den Diabetes festgestellt hat und du mit Insulin behandelt wirst, bekommt dein Körper endlich all das, was er möglicher Weise über Jahre nicht bekommen hat. Du warst als Kind vielleicht immer viel zu dünn gewesen und jetzt nimmst du zu. Wahrscheinlich in einem Tempo, was dir viel zu schnell geht und du hast das Gefühl, du verlierst die Kontrolle über deinen Körper. Wenn du dich vielleicht gerade auch noch in der Pupertät befindest, ist das natürlich die absolute Katastrophe. Das kann ich wirklich sehr gut nachvollziehen. Wenn du so fühlst und denkst, mach dir aber bitte genau das klar! Dein Körper stellt sich gerade um und lagert ein. All das, was er jahrelang nicht bekommen hat, hält er jetzt fest. Warum? Na weil er Angst hat, dass er morgen vielleicht wieder nichts bekommt. Er sorgt also vor für schlechte Zeiten. Wenn du jetzt dran bleibst und diesen Gedanken die kalte Schulter zeigst, wirst du sehen, dass sich alles im Laufe der Zeit normalisiert. Wichtig ist, dass du bei Unterzuckerungen cool bleibst und wirklich nicht mehr als ein Glas Cola oder z.B. ne Caprisonne trinkst. Ich z.B. habe für mich festgestellt, dass eine Capri Sonne die perfekte Möglichkeit ist, um eine Unterzuckerung ganz ganz schnell wegzubekommen und der Zucker sich wirklich nur um ca. 40 mg/dl erhöht. Du wirst also hinterher nicht zu hohen Blutzucker haben, den du wieder herunterspritzen musst, um dann möglicher Weise in die nächste Unterzuckerung zu geraten. Das Insulin, was du benötigst, um den hohen Zucker zu senken nach so einer Fressorgie sorgt für die nächste Hungerattacke. Und genau das geht auf die Hüften. 

 

Im Prinzip kann man allgemein sagen, dass der Diabetiker dann zur Gewichtszunahme neigt, wenn der Blutzucker zu niedrig ist und das Gehirn praktisch Hunter signalisiert. Dies ist ja auch ziemlich praktisch und clever vom Gehirn eingerichtet, denn wenn der Blutzucker zu sehr abfällt, wird es nicht mehr genug mit Sauerstoff versorgt und irgendwann ist leider Ende im Gelände. Um das zu verhindern, reagiert der Körper relativ schnell mit dem Drang, sofort etwas essen zu müssen. Ein zu geringer Blutzucker ist also immer ein Zeichen von zu viel Insulin im Körper und je mehr überschüssiges Insulin du hast, um so größer ist dein Appetit und wäre es nicht so wirksam, würde man es ja in der Mastindustrie gar nicht einsetzen. Dazu wäre es schlichtweg einfach viel zu teuer. Aber es bringt der Landwirtschaft einen großes Nutzen.

 

Uns Diabetiker schadet es natürlich, denn zu dick zu werden ist natürlich nicht nur optisch nicht so toll sondern führt auch zu vielen Folgeerkrankungen. Dein Herz, deine Leber, deine Nieren...alle Organe werden unnötiger Weise mit Fetten und Stoffen überversorgt und sind ständig in Bewegung mit Verdauung, Verarbeitung, Entgiftung...

 

Deshalb versuche ich immer, Unterzuckerungen aber auch Werte direkt an der 100-er Marke zu vermeiden. Einen HbA1c Wert von 5-6 zu haben, sieht toll aus und die meisten Ärzte werden dich beglückwünschen aber ganz ehrlich, in der Realität lässt sich mit diesen Werten kein normales Leben führen. Wenn du z.B. einen Blutuckerwert von 100 mg/dl hast, dann darf aber wirklich überhaupt nichts dazwischen kommen, keine unvorhergesehenen 20 Stufen zur Oma oder Freund(in) oder ne Appetitlosigkeit oder irgendwas mit mehr Bewegung als sonst. Ansonsten landest du blitzschnell in einer Unterzuckerung. Deshalb halte ich meinen Zuckerwert immer zwischen 130 und 160 mg/dl, da ist immer noch so ein gewisser Spielraum. Und alle Werte, die unter 180 mg/dl sind, sind völlig in Ordnung und schädigen deinen Körper nicht.

 

In den letzten Jahren hat man vermehrt beobachtet, dass Diabetiker im allgemeinen kräftiger und teilweise dicker sind als früher. Das hat zum einen damit zu tun, dass es durch die Insulinpumpen nun wesentlich leichter ist, mal zwischendurch einen Schokoriegel oder ein Eis oder ne Pommes zu essen. Man muss nicht  mehr extra stechen sondern gibt die erforderlichen Einheiten per Knopfdruck ab. Das ist natürlich auf der einen Seite prima aber auf der anderen Seite führt es auch dazu, dass der Diabetiker zu viel zwischendurch ist und vor allem Dinge, die dick machen. Auch fehlt oftmals die Bewegung, weil früher die Kinder mehr draußen an der Luft gespielt haben oder Rad gefahren sind. Heute verbringen die Kinder viel Zeit sitzend am Computer. Das verlangamt natürlich auch den Stoffwechsel. Deshalb muss man sehr diszipliniert mit einer Insulinpumpe umgehen und nicht einfach immer nur aufs Knöpfchen drücken sondern auch immer dabei beachten, dass dieser kleine Zwischensnack nicht ohne Folgen bleiben wird. Er schadet zwar erstmal nicht deinem Diabetes, wenn du entsprechend spritzt aber wenn er sich zu sehr auf deine Hüften setzt und du Übergewicht entwickelst schadet es deinem Körper eben doch durch frühzeitige Herz-Kreislauferkrankungen.

 

Aber ich finde, man kann auch als Diabetiker schlank bleiben und trotzdem satt werden und sich ab und zu was Süßes gönnen. Ich handhabe es jetzt so, dass ich bei einer vollen Mahlzeit bedenke, dass ich vielleicht zuvor schon ein Stück Schokolade hatte oder nachmittags ein Stück Kuchen oder Torte essen möchte. Dann gibt es ein bis zwei Kartofffeln weniger und dafür mehr Gemüse oder eiweishaltigere Sachen, die sättigen. Dazu am Tag mindestens eine Stunde Radeln mit dem Tischfahrrad oder meinem Dreirad draußen an der frischen Luft, da hält in jedem Fall fit und schlank.              

 

Liebe Diabetiker Eltern!

 

Euer Diabetiker Kind befindet sich in der oben beschriebenen Situation und ist totunglücklich, dass es nun plötzlich normalgewichtig oder etwas pummelig durch die Welt gehen muss. Hier seid ihr gefragt!!! Und ich bitte euch eindringlich, nehmt diese Gefühle eures Kindes sehr sehr ernst. Hier helfen keine Worte wie "Du bist nicht zu dick!" oder "Wir lieben dich trotzdem!" Nein hier ist Feingefühl und richtiges Handeln angesagt. Zum einen ist es wichtig, dass du dein Kind bei Unterzuckerungen unterstützt, indem zu z.B. immer Cola oder ne Capri Sonne im Haus hast. Gibt ihm keinen Schokoriegel oder irgendwelche Dinge, die viel zu viel Fett enthalten. Es dauert nicht nur zu lange, bis so ein Schokoriegel ins Blut geht, sondern es nistet sich in den Zellen ein und sorgt schnell für Gewichtszunahme. Zudem erhöht es oftmals nach der Unterzuckerung den Blutzucker viel zu sehr und dein Kind braucht wieder Insulin. Wenn dein Kind plöztlich zwei Kleidergrößen zunehmen sollte, mach ihm klar und erklär ihm, dass sich der Körper sich gerade umstellt und es ein völlig normaler Vorgang ist. Sag ihm nicht ständig, dass du froh bist, dass es endlich ein paar Gramm zunimmt und nun viel besser aussieht. Das will kein Kind hören und schon gar nicht ein pupertierende Teenager. Und bitte mach hier keinen Unterschied zwischen Mädchen oder Junge. Ich habe auch schon jede Menge Jungen mit einer durch den Diabetes entwickelten Essstörung kennengelernt. Auch Jungs haben viel Druck, cool und toll aussehen zu wollen oder zu müssen!!! Heute noch mehr als früher. Spar dir solche Sätze wie "Oh du hast schon wieder zugenommen, da müssen wir morgen wohl wieder einkaufen und neue Klamotten holen!" Na prima, jetzt fühlt sich dein Kind auch noch als Jemand, der euch das Geld unnötig aus der Tasche für ständig neue Klamotten zieht. Wenn du feststellst, dass dein Kind tatsächlich zu viel oder Dinge isst, die sehr fetthaltig sind, dann schau, ob du etwas an der Ernährung ändern kannst. Koch mit deinem Kind gemeinsam, geh mit ihm einkaufen und versuche darauf zu achten, Dinge zu verkochen und zuzubereiten, die nicht so extrem kohlenhydratreich und zuckerhaltig sind. Und ganz wichtig, frag dein Kind, was ihm schmeckt und setz ihm nicht einfach irgendwelche Dinge vor, die du vielleicht gerne magst. Denn das führt dazu, dass dein Kind auswärts in den nächsten Laden geht und sich schnell mal was auf die Hand holt. Das sind meistens Dinge, die sehr fettig und kalorienhaltig sind. Ganz wichtig finde ich ist, dass du keine Verbote gegenüber deinem Kind aussprichst. Wenn es einen Schokoriegel essen möchte, dann lass es und schau, was du alternativ beim Kochen weglassen kannst. Wenn du es deinem Kind verbietest, wird er das komplette Mittagsmahl verspeisen und anschließend auf jeden Fall einen Weg finden, um trotzdem an seinen Schokoriegel zu kommen. Auch hier ist natürlich die Gewichtszunahme vorprogrammiert. 

 

Nun komme ich zu einem Thema, wo ich lange überlegt habe, ob ich darüber überhaupt schreiben soll. Weil ich nicht schlafende Hunde wecken möchte, auf der anderen Seite weiß ich aber durch mich selbst, dass Diabetiker ganz schnell wissen und mitbekommen, wie sie den Diabetes und alle Unanehmlichkeiten die damit zusammenhängen, gerade eben die Gewichtszunahme, überlisten können. Ich war ja grade mal 12, als ich anfing zu checken, dass wenn ich meinem Körper kein Insulin oder weniger Insulin zuführe, überflüssige Pfunde ganz schnell wieder los werden kann, ohne dafür auch nur den kleinen Zeh bewegen zu müssen. Da ich leider keinen Menschen an meiner Seite hatte, der seit der Feststellung des Diabetes verständnisvoll und konsequent mit mir und der Krankheit umgegangen ist, wusste ich nicht, wohin mit den Gefühlen der maßlosen Überforderung der plötzlichen Gewichtszunahme. Im Gegenteil, bei mir war es leider so, dass nicht nur ich es als unangenehm empfand, dass ich immer mehr zunahm. Ich war nämlich nun nicht  mehr die kleine zarte Püppi sondern wurde ein kräftiger rebellierender Teenager, der seit der ersten Spritze unausstehlich, aufmüpfig, undankbar, aggressiv, schwer erziehbar und und und...war. Von heute auf Morgen hatte ich mich von einer kleinen süßen immer fröhlichen Heidi zu Dr. Frankenstein entwickelt und alle negativen Eigenschaften, die ich bis dahin noch nicht besaß, bekam ich durch den Diabetes gratis dazu. Und was macht man mit schwer erziehbaren Kindern??? Ausgrenzen...den Mund verbieten...schlagen...denunzieren...manipulieren...Doof ist es nur, wenn dieses Kind in Wirklichkeit gar nicht schwer erziehbar ist sondern eine fröhliche kleine Heidi, die sich an jedem Gänseblümchen erfreut und die so ein weiches reines mitfühlendes Herz hat, dass natürlich Diejenigen, die das Gänseblümchen zertreten, weil sie es gar nicht sehen, sie niemals verstehen können und wollen. Was macht diese kleine Heidi? Sie fängt an, sich zu wehren...aufzustampfen...zu kämpfen...gegen Alles und JEDEN. Das macht sie eine ganze Weile...bis sie merkt...sie steht alleine auf dem Schlachtfeld. Was macht sie, wenn sie feststellt, nur noch sie alleine ist da? Richtig sie fängt an, gegen sich selbst zu kämpfen. Sie versucht all diese Eigentschaften, die ihr das Leben so schwer machen, zu vernichten und zu bekämpfen. Sie versucht mit aller Macht und Gewalt, die Kontrolle über ihr Leben wiederzuerlangen. Womit beginnt sie als Erstes? Genau mit dem Anfang allen Übels...das Gewicht zu reduzieren, denn damit hat es angefangen...Zuerst kam der Diabetes und damit sofort die Gewichtszunahme. Ok der Diabetes würde für immer bleiben...das weiß sie...gilt es also alles Andere zu bekämpfen. Und das ist ja soooo einfach. Das Ganze nennt sich Purching...Insulinpurching. Du führst deinem Körper absichtlich nur so viel Insulin zu, wie du zum Überleben benötigst. Es ist eine Insulinmenge, die nicht ausreicht, um auch die Zellen, die alle wichtigen Nährstoffe aber auch die blöden doofen Fette, speichert, zu öffnen. Eine "wunderbare" effektive Methode, um Gewicht zu verlieren, ohne Hungern zu müssen oder auf all den leckeren Süßkram verzichten zu müssen. Das schlimme daran, diese extrem hohen Werte...und hier reden wir nicht von 200 - 400 mg/dl-er Werten...nein hier reden wir von 600 mg/Dl und aufwärts, schädigen so extrem die Nerven, Gefäße und Organe. Das ist ein Bereich, der wirklich lebensbedrohlich werden kann, denn die Ketoazedose, also die Überzuckerung und Übersäuerung des Körpers ist nicht mehr weit. Aber der Körper gewöhnt sich auch an diese hohen Werte und schnell fühlst du dich mit einem 600 mg/dl-er Wert völlig normal und bist genauso lebens- und leistungsfähig wie Andere auch. Das absolut Verheerende dabei ist nur...es tut soooo lange nicht weh. Diese ständigen Durstgefühle, die Appetitlosigkeit, das ständige Wasserlassen...nimmst du alles in Kauf...weil die Hauptsache ist...du bleibst schlank. Diese Form der Essstörung bleibt oft sehr lange unentdeckt und ist auch gar nicht so einfach zu sehen. Weil der Diabetiker in seinem Handeln natürlich sehr geschickt ist und immer irgendwelche Ausreden parat hat, weshalb der Zucker gerade so hoch ist. Auch wird er es meistens schaffen zu verhindern, dass Andere Einblick in seine Zuckerwerte bekommen. Auf dem ersten Blick siehst du einem Diabetiker nicht an, ob er an dieser Form der Essstörung leidet. Sein Körper hat sich so an die immer hohen Blutzuckerwerte gewöhnt, dass er seinen Alltag ganz normal bewältigen kann. Du wist einen Purcher nur daran erkennen, wenn du den HbA1c Wert siehst und der bei ca. 10 - ?? liegt. Warum erst bei 10??? Weil alles unter dem HbA1c unter 10 tatsächlich zu  niedrig wäre. Das Purching funktioniert nur, wenn du es ab einer Dauer von mindestens 3-4 Wochen durchführst und dann nur mit extrem hohen Zuckerwerten. In der Anfangszeit wird sich der Körper nämlich zunächst an dem bedienen, was in den Zellen gespeichert wurde, als dein Zucker noch gut lief. Erst nach ca. 3-4 Wochen, wenn die Zellen nämlich ratzekahl leer sind, geht es ans Eingemachte. Dann nämlich läuft alles, was oben rein geht, direkt nach unten durch. Weil die Zellen komplett zu sind. Ein sehr wirksames Prinzip und als man mich 2007 das erste Mal damit konfrontierte, eine Esstörung zu haben und diese über das Purching auszuleben, wollte ich es nicht wahrhaben. Ich selbst hätte mich nie als essgestört bezeichnet...dazu gehörten für mich nämlich nur Menschen, die überhaupt nicht aßen oder Menschen, die alles, was sie essen auskotzen oder über Abführmittel nach draußen befördern. All das war bei mir nicht der Fall. Heute weiß ich und stehe offen dazu "Ja ich habe eine Essstörung!" Zwar bin ich seit ca. 2 Jahren symptomfrei aber gerade zum jetzigen Zeitpunkt, wo ich wieder ein Normalgewicht erreicht habe, ist der Gedanke manchmal da, wieder in mein altes Muster zurückfallen zu wollen. Aber heute bin ich stark genug, mich dagegen zu entscheiden. Weil ich mich inzwischen akzeptiere...so wie ich bin...und wenn das mit ein paar Kilos mehr ist...Es ist völlig unwichtig, ob ich 5 kg mehr oder weniger drauf habe...denn ich bin dadurch keine Andere und werde nicht mehr oder weniger geliebt. Und sollte ich noch mehr zunehmen und mich nicht dabei wohl fühlen, werde ich einen anderen...gesunden Weg finden. 

 

Lieber Diabetiker!

 

Alles, das was du hier gerade gelesen hast, erschreckt dich? Wunderbar, dann bleib am besten erstmal in dieser Schockstarre und schwöre dir, dass dir das niemals passieren wird. Mach dir bitte sofort klar, dass keine Essstörung der Welt, auch nicht das so "saubere" und "unauffällige" Purching dazu dienen kann, Kontrolle über dich, deinen Körper oder dein Essverhalten zu erlangen oder wiederzuerlangen. Es hat absolut NICHTS mit Kontrolle zu tun. Im Gegenteil, das Einzige was hier wen oder was konrolliert, ist deine Essstörung. Nicht DU hast sie im Griff sondern SIE hat DICH im Griff. Deshalb wähle niemals das Purching dazu, angebliche Kontrolle wiederzuerlangen. Es ist nämlich nicht nur total sinnlos sondern auch sehr gefährlich. Hierzu brauch ich dir ja nur zu sagen, dass ich das Purching ca. 35 Jahre praktiziert habe und alles was ich damit erreicht habe sind irreparable Spätschäden, die mich bereits mit 46 Jahren in den Rollstuhl gebracht haben. Die wirkliche Kontrolle über mein Leben habe ich in den letzten 2 Jahren wieder erlangt. Als ich aufgehört habe mit diesem Scheiß, der mich zunehmends umgebracht hat. Nämlich nicht die Gewichtszunahme war das Problem! Nein...ich war ja zu keinem Zeitpunkt meines Lebens dick, auch nicht als ich mit dem Purching begann...das Problem war ein ganz Anderes. Die Essstörung ist nicht das Problem...nein sie ist das Symptom, was sich zeigt, wenn etwas anderes in deinem Leben aus der Bahn gerät. Deshalb ist es wichtig, wenn du merkst, dass du in den Spiegel schaust und anfängst dich zu hassen, dich so hässlich oder fett zu finden, obwohl es absolut nicht der Realität entspricht oder du anfängst, dich zu verletzen oder dir wehzutun...dann schau, was dir fehlt in deinem Leben, was dich überfordert, was dich verletzt... oder hol dir Rat bei Jemanden, der sich damit richtig auskennt. Mach das nicht mit dir alleine aus, vertrau dich in jedem Fall Jemanden an, Jemanden, bei dem du DU sein darfst. Ich weiß, dass nicht jeder das Glück hat, tolle rücksichts- und liebevolle Eltern zu haben...such dir draußen Jemanden, dem du vertrauen kannst, das können manchmal auch Fremde sein. Bevor du anfängst, solchen Blödsinn wie Purching zu betreiben, lass dir bitte gesagt sein, dass es schlimme gesundheitliche Folgen haben wird. Diese dauerhaften hohen extremen Blutzuckerwerte schädigen deinen Körper unwiderbringlich. Vielleicht hast du Glück und landest nicht wie ich im Rollstuhl, vielleicht hast du aber auch dieses Glück nicht und dir ergeht es sogar noch schlimmer als mir!!! Bitte bedenke das, bevor du dich für so einen Bullshit wie Purching entscheidest!!! 

 

Liebe Diabetiker Eltern!

 

Ok ok...ich höre euch grade schreien, weil ihr der Meinung seid, dass ich doch hier nicht solche Dinge schreiben kann...weil ich möglicher Weiseeuer Kind auf so eine blödsinnige Idee bringen könnte, ab sofort auch dieses Purching zu betreiben. 

 

So an dieser Stelle STOP!!!

 

Wieso sollte ausgerechnet dein Kind sich jetzt, nachdem es diese Seiten gelesen hat, dafür entscheiden, Purching zu betreiben??? Purching ist eine Form der Essstörung...es ist ein Symptom und keine Ursache. Der Grund, weshalb sich Menschen dafür entscheiden, zu hungern...zu kotzen...Abführmittel zu nehmen...zu purchen...liegt ganz woanders. Also weder, dass man irgendwo liest, dass es diese Essstörungen gibt, noch dass es Irgendeiner ausprobiert, weil er es cool findet wird der Grund sein, wenn ausgerechnet dein Kind damit anfängt. 

 

Wenn dein Kind also bis jetzt nicht an einer Essstörung leidet, dann ist es unwahrscheinlich, dass es jetzt damit anfängt, nur weil es hier davon erfahren und gelesen hat. Glaube mir, kein Mensch kommt auf die Idee, solche radikalen Methoden anzuwenden, um Essen wieder loszuwerden, um schlussendlich nicht dick zu werden. Essstörungen zeigen sich anfangs im veränderten Verhalten von Menschen...wenn du dein Kind liebst, dann wirst du es mitbekommen und kannst dich mit deinem Kind auseinandersetzen und wirst für es da sein. Dann wird es diese Essstörung niemals entwickeln. Denn dann wird es sich nie als zu dick empfinden. Hierzu möchte ich aber auch noch erwähnen, dass nicht jede Essstörung darauf zurückzuführen ist, dass sich ein Kind zu dick fühlt. Es gibt auch jede Menge andere Ursachen. Aber ich bin keine Psychologin. Ich schreibe hier nur von meinen Erfahrungen und gebe dir Tipps als Betroffene. 

 

Falls du das Gefühl hast, dein Kind ist dir trotz aller Fürsorge aus den Händen geglitten und könnte vielleicht doch purchen, dann gibt es einige Anzeichen, die du als Elternteil erkennen kannst. Zum ersten wird das wichtigste Thema deines Kindes sein, immer gut und vor allem schlank aussehen zu müssen. Wenn es sich als viel zu dick empfindet obwohl es völlig normalgewichtig und schlank ist, solltest du genauer hinschauen,  denn es deutet möglicher Weise auf eine verzerrte Wahrnehmung hin. Findest du, dass dein Kind sich selbst mit Allem maßlos und ungebremst unter Druck setzt und überfordert und immer die/der Beste sein muss und Kritik als persönliche Ablehnung empfindet? Das könnte darauf hin deuten, dass es glaubt, nie den Ansprüchen Anderer zu genügen oder beweisen zu  müssen, dass es "normal" sei trotz Diabetes. Hier hast du die Möglichkeit, auf dein Kind einzuwirken oder dir professionelle Hilfe zu suchen. Diabetiker Kinder wollen oft zeigen, dass sie genauso leistungsfähig, fleißig, freundlich, fröhlich, unbeschwert, klug...sind wie gesunde Kinder. Doch oft werden ihnen diese Eigenschaften aufgrund des Diabetes von vornherein aberkannt und wecken bei deinem Kind das Gefühl, es muss noch mehr tun. Das übefordert auf Dauer gesehen maßlos und macht unzufrieden und schwächt das Selbstbewusstsein und vor allem das Selbstwertgefühl. Fehlendes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl sind optimaler Nährboden für eine Essstörung. Macht dein Kind ein Geheimnis aus seinen Blutzuckerwerten? Stellst du fest, dass es kaum noch den Blutzucker misst? Es wird zwar behaupten, dass es regelmäßig misst aber sollte es tatsächlich purchen, wird es nicht messen, weil es weiß, dass Blutzuckermessgeräte maximal bis 500 anzeigen, danach nicht mehr. Es erscheint dann "high". Ein Messen ist somit nicht mehr notwendig. Wenn also der letzte Wert, der auf dem Messgerät erkennbar ist, eine Weile zurück liegt, dann solltest du zumindest hellhörig werden. Bitte fang jetzt aber nicht an, direkt auf dein Kind loszugehen und es mit Vorwürfen zu bombardieren. Manchmal gibt es auch nur Phasen im Leben eines Diabetikers, wo er einfach nur zwei Wochen lang keinen Bock hat zu messen. Und bitte kontrolliere auch nicht ständig sein Messgerät und die Blutzuckerwerte. Wenn dein Kind dich auffordert, sich alleine um seinen Diabetes kümmern zu wollen, respektiere das und sei nicht von vornherein misstrauisch. Aber bleib trotzdem mit einem Auge immer bei deinem Kind. Wenn dein Kind dauerhaft hohe Werte hat, wird es diesen typischen Azeton - Geruch entwickeln. Das heißt, sein Atem wird so ähnlich wie Apfelsaft riechen. Es wird zudem immer Durst haben und selten Wasser trinken sondern eher zu mineralhaltigen und fruchtigen Getränken greifen. Ein Diabetiker mit gesunden Blutzuckerwerten neigt eher dazu, viel zu wenig zu trinken. Meistens muss man diese Diabetiker regelrecht dazu zwingen, mehr zu trinken. Auch wird es mehr als normal auf Toilette gehen und es wird kaum Appetit verspüren. 

 

So all diese Anzeichen erkennst du ganz klar bei deinem Kind und was nun??????

 

Ich weiß es ist leichter gesagt als getan aber bitte bitte bitte bleib locker und ruhig und vor allem tu bitte Eines!!! Geh nicht als Erstes zu Jemanden anderes und erzähle ihm davon. Nämlich wenn dein Kind das herausbekommt, dann wird es sein Gesicht möglicher Weise nicht mehr wahren können und fühlt sich in die Enge getrieben. Es fühlt sich verraten und vor allem...es wird sich so sehr schämen...dass es vielleicht keinen anderen Ausweg mehr sieht, als...worst case!

 

Such den allerersten Weg zu deinem Kind und setz dich zu ihm und erzähl ihm, was du festgestellt hast und sag ihm, dass du dir Gedanken darüber machst. Erzähl ihm bitte nichts von Sorgen, denn was das Diabetikerkind am wenigsten will ist, Anderen Sorge bereiten. Das kann dazu führen, dass sich dein Kind bald mehr um dich sorgen wird, als es das als Kind tun sollte. Du bist die Mutti oder der Vati und solange dein Kind Kind ist, lass es bitte in dieser Rolle. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn sich das Kind um die Eltern kümmert statt umgedreht! Bitte zeig deinem Kind nicht, dass du in Wirklichkeit total von der Rolle bist und innerlich grade komplett ausrastest. Damit hilfst du deinem Kind absolut nicht. Das ALLERALLERWICHTIGSTE ist jetzt! Dass du deinem Kind vertraust und zeigst, dass du da bist. Bitte schrei nicht herum oder reagiere wütend. Wenn du weinen musst, dann weine aber bitte nicht hysterisch und theatralisch und schon gar nicht, wenn du es nicht wirklich so fühlst. Dein Diabetikerkind hat soooo feine Antennen, das glaubst du gar nicht...es kann die Maikäfer im Gras krabbeln hören. Wenn du bei dem Gespräch authentisch bleibst und deine wirklichen Gefühle zeigst und in das Gespräch hineinbringst, wird es das spüren und wird sich dir offenbaren. Vielleicht nicht gleich im ersten Gespräch aber es wird zu dir kommen! Ich schwöre es dir.! ..wenn ich doch nur so Jemanden gehabt hätte...ich wäre dir sofort um den Hals gefallen und wir hätten alles gemeinsam wieder hingekriegt. Dann ist es wichtig, dass ihr euch gemeinsam Hilfe sucht durch einen guten Therapeuten. Eine Essstörung wieder loszuwerden ist sehr sehr schwierig, weil sie sich ja meistens erst nach längerer Zeit zeigt und das ursächliche Problem bereits so tief in der Persönlichkeit verankert ist...aber ich bin der Meinung...alles steht und fällt mit dem Selbstbewusstsein und dem Selbstwertgefühl. Wenn dein Kind wieder zu sich findet und das sein darf, wer und was es ist, dann wird es in der Lage sein, die Essstörung aufzugeben. Und je früher ihr sie entdeckt, um so einfacher wird sie zu therapieren sein. Wartet also nicht zu lange. 

 

Puhh ganz schön harter Tobak was? Auch für mich und während ich das hier so geschrieben habe, ist mir dieser ganze Wahnsinn, was das Purching nämlich ist, nochmal bewusst geworden. Nein...ich ärgere mich nicht darüber, dass keiner in meinem Umfeld es erkannt hat und ich erst 36 Jahre alt werden musste, um festzustellen, dass ich an einer Essstörung leide. Ich bin froh, dass überhaupt erkannt wurde und ich es irgendwann auch als das annehmen konnte, als das was es war. Dass ich selbst nach dieser Kenntnis noch weitere 10 Jahre brauchte, um mich davon zu befreien, zeigt, dass man nicht mal eben so nebenbei dieses Purching betreibt und schon gar nicht ohne ernsthafte Ursachen. 

 

So zeigt es letztendlich, dass Purching nicht in erster Linie das Besiegen von überflüssigen und ungewollten Pfunden ist, genauso wenig wie der Diabetes dafür verantwortlich ist, überhaupt diese Pfunde zu bekommen. 

 

Die Ursachen liegen woanders und da gilt es, näher hinzuschauen!

 

Ok hätten wir das Thema Purching abgehakt. 

 

Aber natürlich ist das nicht das einzige Thema im Hinblick darauf, dass der Diabetiker oft mit dem Gewicht zu kämpfen hat.  

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