Es sind nicht unsere Füße, die uns bewegen, sondern unsere Gedanken www.susannewitzig.com
    Es sind nicht     unsere Füße,     die uns bewegen,     sondern unsere Gedanken      www.susannewitzig.com

25.05.2020

Einen wunderschönen guten Morgen, für mich der erste und letzte Kurzarbeit - Montag, denn ab Juni geht es bei uns wieder normal weiter. Freitag habe ich ja bereits gearbeitet und mich gefragt, wer die ganze während der Kurzarbeit und meiner Abwesenheit durch den Krankenhausaufenthalt liegen gebliebene Arbeit bewältigen soll. Ich dachte ja immer, dass man in Kurzarbeit geschickt wird, weil viel weniger oder keine Arbeit mehr da ist. Davon kann bei uns überhaupt keine Rede sein, zumindest nicht, wenn ich die rückständige Post betrachte. Also wenn ihr mich fragt, war das ein Fehler, uns in Kurzarbeit zu schicken. Ok ich weiß...ihr fragt mich nicht. Obwohl ich ja ganz ehrlich gestehen muss, dass ich diesen zusätzlichen freien Tag heute richtig genieße und toll finde. Hach...ausschlafen...mit Kaffee bis in die Puppen im Nest liegen und mit Lilly im Arm die Vögelchen auf dem Balkon beobachten. Und es gibt was gaaaaanz Neues in meinem irren Leben. Als ich in der Klinik war bekam ich einen Anruf von der Firma Otto Bock. Das ist die Firma, von der mein neuer Rollstuhl kommen wird...also wenn alles gut läuft und die Krankenkasse nicht wieder der Meinung ist, dass ich den gar nicht brauche...nun ja wir werden sehen! Der nette Mensch meinte, dass die Firma Models sucht, um z.B. neue Modelle von Rollis etc. zu präsentieren und fragte, ob ich grundsätzlich Interesse daran hätte. Ich dachte mir so, dass es schon interessant klingt und sagte erstmal zu. Im Nachhinein fing natürlich der Kasten oberhalb meines Halses an zu rattern und ich fing an, mir mal direkt Sorgen darüber zu machen, wie die mich wohl finden, wenn sie mich erstmal live sehen. Angefangen von der ähm jo...Größe von 1,59 m und einem Gewicht von 54 kg, was wohl kaum Modelmaßen entsprechen dürfte, den regelmäßig erscheinenden unerwünschten pickelnden Pigmenten, meinen zu kurzen und viel zu muskulösen Oberarmen und und und...STOP!!! Bevor ich mich schon wieder völlig bekloppt mache...Abwarten und Latte Macchiato mit Schafsmilch trinken! So blieb ich locker und stellte fest, dass Schatzi wesentlich aufgeregter war als ich und so baute mich Schatzi als Erstes auf mit Worten wie...du bist doch wunderschön...natürlich...hübsch...hast Ausstrahlung...Jaaaa für meine kleine Welt hier zu Hause bin ich schön! Naja und für da draußen gibt es für meine Haut bestimmt die passende Spachtelmasse und im Rollstuhl sitzend ist es eigentlich völlig egal, ob du dem Zwergenvolk oder eher dem Gullivervolk angehörst. So wartete ich den heutigen Morgen ab, denn da wollte mich eine nette Frau telefonisch kontaktieren, was sie auch tat. Hey das Gespräch war total locker und sie hat mir erzählt, was sie sich so vorstellen und ich habe ein bissel von mir erzählt. Schlussendlich sind wir so verblieben, dass ich ihr gesagt habe, dass ich großes Interesse habe. Und das ist wirklich so. Bisher bin ich ja noch nie eine Kooperation als Influencer eingegangen...einfach weil es nie Produkte waren, mit denen ich mich 100 %-ig identifizieren konnte oder mir von vornherein klar war, dass es bedeuten würde, rund um die Uhr zu arbeiten. Letzte Woche z.B. wollte ein Hersteller von bunten Leggins unbedingt eine Kooperation mit mir eingehen. Hallllloooooooo??? Jemand zu Hause??? Leggins im Rollstuhl...neeee schon klar...Leggins das sind doch diese Hosen, die du nur mit einer Kneifzange an- bzw. auskriegst und wo du selbst im Stehen aussiehst, als hätte man dich da reingeschossen. Ich habe ja echt kein Problem mit meiner Figur...nee wirklich nicht! Aber wenn du im Rolli sitzt, dann sehen deine Beine selbst in einer "normalen" Stoffhose immer irgendwie aus, als hättest du deine Oberschenkel mit einer Luftpumpe bearbeitet oder du trainierst 24 h täglich an einer Beinpresse. Das Einzige, was da gepasst hätte, wären die bunten Farben gewesen...aber das ist für so einen Job leider zu wenig. Zudem ist mir wichtig, immer frei zu sein und zu bleiben. Ich möchte das machen, was ich will und was mir gut tut. Ich will nicht schreiben, was mir gesagt wird  und irgendwelchen Zensuren zum Opfer fallen. Ich will auch nicht reich und berühmt werden...ich mache das bei Instagram und mit meiner Webseite aus ideologischen Gründen...alles, was ich tue ist meine Überzeugung und bin zu 100 % ich und so soll es auch bleiben. Die Geschichte mit Otto Bock klingt für mich sehr interessant, weil es ein absolut seriöses weltweites Unternehmen ist, was Produkte vertreibt, für die ich absolut dankbar bin. Ich gehe mal davon aus, dass ein Unternehmen, was es sich zur Aufgabe gemacht hat, behinderten Menschen ein gutes Gefühl durch den optimalen Rollstuhl zu geben, grundsätzlich ideologisch vertretbare Meinungen und Ansichten hat. Mal abgesehen davon, dass ich selbst bald einen Otto Bock fahren werde!!! Am Wochenende habe ich übrigens mal wieder den Pinsel in die Hand genommen und zwei Bilder für unseren Flur gemalt. Es war seit Ewigkeiten das erste Mal und es hat solchen Spaß gemacht und mich total entspannt. Ich habe die zwei Bilder, die ihr oben übrigens sehen könnt, "Stakkato orange & red" genannt. Wieso??? Weil mir in der Klinik bei den Therapien so bewusst geworden ist, wie steif und unbeweglich ich körperlich inzwischen bin. Aber ich habe das realisiert und angenommen, denn es gehört zu meinem Krankheitsbild und so doof es klingen mag aber ich bin froh, dass ich mich wenigstens stakkato-mäßig noch bewegen kann. Das ist für mich inzwischen absolut in Ordnung...weil flowing nach wie vor in meinem Kopf und in meinem Herzen stattfindet und so lange ich gefühlsmäßig im Flow bin, kann ich mit dem beweglichen Stakkato wunderbar leben. So now enough für today. Now I am driving to meinen Arzt, then I benötige the new Medikament, what me doch very good helping and after then I am einkaufen at the Markt frische Strawberrys, I love Strawberrys for my Leben gern. 

21.05.2020

Halli Hallo Hallöele, so genug Ferien von mir gehabt, jetzt geh ich euch weiter auf den Keks und wenn es gut läuft...wieder regelmäßig:-))) Seit ca. 5 Stunden bin ich wieder zuhause und genieße das Zusammensein mit meiner kleinen Familie. Schatzi hat mich schon sehnsüchtig erwartet und wie ein Honigkuchenpferd strahlend draußen vom Transporter abgeholt. Die Samtpfötchen waren bis auf Pebbi eher verhalten und Murphy und Lilly kommen erst so gaaaanz langsam in den Schmusemodus. So nun wollt ihr bestimmt wissen, was es Neues gibt und wie es in der Klinik so war. Auch wenn die meisten Untersuchungen ganz schön fies waren, so habe ich mich dort sehr wohl gefühlt. Das ist die erste Klinik, wo ich wirklich das Gefühl hatte, hier steht der Mensch im Vordergrund und es geht nicht darum, irgendwelche Diagnosen zu stellen, die darauf abgezielt sind, teure Medikamente zu verordnen. Von der ersten Minute an hat man mir zugehört und meine Symptome ernst genommen. Ich hatte von Anfang an erwähnt, dass es mir in erster Linie darauf ankommt, endlich eine fundierte Diagnose gestellt zu bekommen. Die letzten Jahre wurden mir ja so viele verschiedene Krankheiten untergejubelt und teilweise Vieles auf die Psyche geschoben, so dass ich heute richtig froh bin, nicht darauf gehört zu haben und nicht irgendwelches Zeugs genommen habe oder mir nicht einreden lassen habe, dass ich vielleicht doch einen an der Klatsche habe und "nur" in eine psychosomatische Klinik müsse, um von meinem Rollitrip runterzukommen...weil Laufen nämlich so scheiße ist und mich nichts glücklicher macht, als im Rolli durch die Botanik zu brettern...ausgerechnet ich, die nichts lieber täte, als mit einem geilen Bike durch die Welt zu crossen, statt mit einem Behindi - Rad. In der Klinik haben sie mich gefragt, was ich denn die letzten zwei Jahre gemacht habe und ich habe geantwortet...mit meinem Heilpraktiker herumgedoktert, weil er der Einzige war, der mich ernst genommen hat. Und vor allem hat er mir zugehört und versucht, mir zu helfen. Aber auch er hat leider eine Fehldiagnose gestellt mit der Neuroborreliose...die habe ich nämlich definitiv 100 %-ig nicht, auch wenn sie symptomatisch dem komplett ähnelt, was nunmehr diagnostiziert wurde. Die Frau Doktor versprach mir, dass man mich in der Klinik sehr ernst nehmen wird und all meinen Symptomen auf den Grund geht. So habe ich also schön brav alle Untersuchungen...angefangen von Blutuntersuchungen mit Antikörpertests über sämtliche neurologische Messungen bezüglich Nervenleitungen etc. bis hin zur Rückenmarkspunktion und und und...mitgemacht. Herausgekommen ist, dass ich nichts habe...also zumindest keine der bisher bereits in Umlauf gebrachten Krankheitsverdächtigungen wie Neuroborreliose, MS, ALS oder irgendwelche Dystrophien, auch wenn ich so ziemlich die gleichen vielfältigen Symptome dieser Krankheiten aufweise. ABER!!! Alles, woran ich leide, ist Diabetes Typ I mit neurologischen Komplikationen und die daraus resultierende diabetische Polyneuropathie mit ziemlich gravierenden Folgen,  die leider vom Ausmaß her extrem und nicht unbedingt typisch verlaufend sind. Was wir wohl niemals herausbekommen werden ist, ob ich tatsächlich schon im Rollstuhl sitzen würde, wenn ich im Juni 2016 nicht 3 Wochen lang das Breitbandantibiotikum Levofloxacin, welche zu den Fluorchinolen gehört und Gott sei Dank in Deutschland zumindest auf der roten Liste steht, genommen hätte. In Amerika ist es seit Jahren verboten, weil es unzählige junge einst gesunde Menschen so krank gemacht hat, dass sie seitdem nicht mehr laufen können und Zeit ihres Lebens im Rollstuhl sitzen. Naja letztendlich ist es egal, ob ich allein durch den Diabetes Symptome wie Fatique, Spastische Tetraparese, Obstipation, Harninkontinenz, Parästhesie der Haut und Einiges mehr habe. Ich hoffe, dass wenn es so sein sollte, ich vielleicht doch die Chance auf eine Besserung habe. Hier in Deutschland will einfach niemand etwas von den längst bekannten Spätfolgen der Fluorchinole wissen und aus sicherer Quelle ist mir bekannt, dass Ärzte insbesondere Frauen dieses Antibiotikum nach wie vor bei Blasenentzündungen munter lustig weiterverschreiben. Und ja vielleicht könnte ich noch laufen aber auch das weiß keiner sicher, denn fakt ist, dass ich von 38 Jahren, die ich den Diabetes jetzt habe, 36 Jahre gelebt habe, als gäbe es ihn nicht. Jetzt fragt ihr euch sicher, wo bitteschön das Problem ist, sich um den Diabetes zu kümmern. Gerade wo doch vom ersten Tag der Diagnose einem Bilder von abgefaulten Füßen und Beinen gezeigt werden. Mir hat man als 12 - jähriges Mädchen erzählt, dass ich froh sein kann, wenn ich Mitte zwanzig werde. Theoretisch bin ich also bereits seit 25 Jahren tot. Warum bitteschön soll ich mich denn um diesen bekloppten Diabetes kümmern, auf so Vieles verzichten, vor allem Coolness, Spontanität, Süßigkeiten...wenn ich sowieso keine Zukunft habe. Macht das denn Sinn??? Genau wie man mir erzählt hat, dass ich sterben muss, wenn ich auch nur einen einzigen Zuckerdrops esse. Natürlich hab ich das ne zeitlang geglaubt, bis da eben so ein volles Glas Bonbons vor mir stand und die Bonbons gerufen haben, "vernasch mich!!!" Eine Weile konnte ich widerstehen aber irgendwenn dachte ich, scheiß egal, dann stirbste eben schon mit 13. Ich lutschte einen Bonbon, der noch  nicht mal schmeckte, weil ich dabei bereits so ein schlechtes Gewissen hatte, dass er mir zudem fast im Hals stecken blieb und legte mich anschließend ins Bett. Ich faltete ungläubig und heidnisch trotzdem meine Hände und wartete...auf den Tod. Aber es passierte nichts und so lag ich da...bis mein Gehirn anfing zu rattern...Mooooooment mal, wie bekloppt bist du eigentlich, dass du in Kauf nimmst zu sterben wegen einem dusseligen scheiß Zitronendrops??? Wegen einem einzigen verschissenen Bonbon!!! So doof wollte ich natürlich nicht sein und leerte das halbe Bonbonglas und aß zudem alles an Süßigkeiten auf, was ich im Schrank meiner Mutter fand. Ich legte mich ins Bett und wartete erneut...auf den Tod. Wieder vergeblich, denn nach einem Überzuckerungskoma einen Tag später erwachte ich auf der Intensivstation und stellte fest, dass ich diese Eskapade überlebt habe, obwohl man mir schwor, dass ich bereits nach einem einzigen Bonbon sterben müsse. Jo...und was macht Kind, wenn es merkt, dass es gnadenlos verschaukelt wurde bzw. alles überlebt??? Richtig...Weiter!!! Eigentlich hätte man mich damals wirklich unbedingt therapieren müssen, weil es nichts anderes als ein versuchter Selbstmord war, zugegeben etwas gespenstisch, sich mit einem Bonbon umbringen zu wollen als Selbstmord zu entlarven aber so traurig es ist...das war es definitiv!!. Hm...und dann 36 Jahre russisch Roulette...und immer Schwein gehabt...bis sich plötzlich doch eine Kugel löste...Dabei ist es verdammt nochmal so scheiße einfach, sich um den Diabetes zu kümmern, ohne dass man groß verzichten muss. Wieso hatte ich es nicht wenigstens mal früher ausprobiert und erst bis 2016 gewartet, bis die Kacke so richtig am Dampfen war??? Ich glaube einfach auch, dass es ein ganz beschissenes Alter war, in dem ich mich für diesen Scheiß entschieden habe. Mit 12, wo du auf der Suche nach dir selbst bist und das Gefühl hast, du wirst dich niemals finden...wo du so gaaaanz langsam begreifst, dass du als Teenager nur bei Anderen landen kannst, wenn du cool bist und nicht Punkt 10 mitten im Unterricht deine 2 Pakete Wurstbemmen auspacken und verdrücken musst...oder nicht zur Disko darfst, weil du dir abends Punkt 6 nen Insulin-Schuss setzen musst mit ner Nadel, die so lang und fett ist, die man vielleicht bei einem Elefanten bei der Grippeschutzimpfung benutzen würde. Und dann die ständigen Manipulationen...weil Diabetes...automatisch gleich total bekloppt und mischugge...ein Jahr habe ich dagegen gekämpft, nicht in die Schule für geistig Zurückgebliebene abgeschoben zu werden. Ich war die mit der Krätze...und bei jeder unfreiwilligen Berührung rannten alle ins Bad und wuschen sich minutenlang die Hände...das was sie nach dem Pipimachen noch nicht mal für nötig hielten. Ok...ich könnte hier noch unzählige Dinge aufzählen, die vermutlich ursächlich waren, dass ich es einfach nicht hinbekommen habe, diesen Fuck Diabetes irgendwie anzunehmen aber es nützt alles nüscht. Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen, wobei ja das Komische ist, dass ich noch nicht mal mit 100 %-iger Wahrscheinlichkeit sagen könnte, dass ich es dann anders und vielleicht besser machen würde. Nee das ist ja völliger Quatsch, weil mein Handeln damals die logische Konsequenz aus Allem war, was seit der Diagnose geschah. Und Jeder, der mit Diabetes leben muss weiß, es tut soooooooooo lange einfach nicht weh. Jo ich muss es so deutlich sagen aber Diabetes ist ein richtig hinterhältiges Schwein. Es wiegt dich ewig in Sicherheit und dann nach zig Jahren schlägt es zu und dann meist erbarmungslos. Und dann wird es so richtig fies und du kannst nüscht machen, weil die Nerven im Eimer sind. Aber Leute...das ist jetzt so!!! Ich werde daran nicht sterben und ich werde mir auch keine Schuld dafür geben...weil Schuld mir nämlich mal so überhaupt nüscht nützt. Ich hab es kapiert und werde alles daran setzen, den jetzigen Zustand zumindest so lange zu halten, wie es möglich ist. Schmerztherapeutisch bin ich so eingestellt, dass ich relativ gut über den Tag und die Nacht komme. Und alles Andere...Arschbacken zusammenkneifen und durch. Diabetes mit allem was dazu gehört, wird wohl niemals ein Zuckerschlecken sein aber ich kann inzwischen gut damit leben und habe es als das akzeptiert was es ist...eine ziemlich unnütze aber nicht zu ändernde Begleiterscheinung meines Lebens. Und heute habe ich gleich damit angefangen...weiterzuleben...wir sind Radgefahren durch die wunderbare Natur und was soll ich sagen...Das LEBEN ist schön...so wie es ist...Punkt. So now enough for heute, now I am schmusing with Schatzi and the 4 Samtpfötchen, then tomorrow I will working, I freue me, that the Alltag morgen wieder going los.       

02.05.2020

Einen wunderschönen guten Sonntag Morgen oder soll ich besser Mittag sagen, denn es ist bereits 10:58 Uhr. Naja wenn Frau bis 10:00 im Bett liegt, um das wilde lustige Vogeltreiben auf dem Balkon zu beobachten, dann kann es Einem schonmal wie morgens vorkommen. Nun sitz ich geduscht, gestriegelt und gebügelt hier, um euch wenigstens noch mit einem Blog zu versorgen. Also ich will ja nüscht sagen aber Duschen ist so gar nicht mein Ding und wenn es nach mir ginge, könnte ich gut und gerne darauf verzichten. Das ist so mega anstrengend für mich, da kannste besser einen Marathon laufen. Oh Mann bin ich inzwischen aufgeregt, vor allem aber gespannt, was mich morgen erwartet. Um 7 Uhr holt mich der Fahrdienst bereits ab und Schatzi fährt mit unserem Auto hinterher. Na klar wäre ich gern an Schatzis Seite zur Klinik gefahren aber der E-Rolli ist leider zu groß für unser Auto aber ohne ihn  dorthin zu fahren ist absoluter Quatsch mit Soße, schließlich will ich dort nicht die gesamte Zeit im Zimmer verbringen, da dreh ich ja durch. Mit meiner linken Hand kann ich inzwischen jar nüscht mehr machen, geschweige denn den Rolli vorwärts bewegen. Ich bin echt froh, dass ich mich lauftechnisch in den letzten zwei Tage wieder etwas erholt habe, so dass ich wenigstens vom Wohnzimmer zum Bad und ins Schlafzimmer stacksen kann. Heute Nachmittag haben wir endlich mal wieder Mädelstag mit unseren Freundinnen und Schatzi besorgt gerade frische Erdbeeren und Spargel. Es gibt heute Spargel mit Erdbeersoße und hey ich bin so gespannt, wie das wohl schmecken wird. Schatzi sagt, dass ist ein absolutes Geheimrezept und ganz ehrlich, so klingt es für mich auch. Dann bauen wir noch den Schokobrunnen auf, denn Mädels-Spieletag ohne Schokobrunnen ist wie Fußball ohne Bier oder Rotkäppchen und der böse Wolf...allerdings ohne Wolf. Ja natürlich werden wir alle Masken tragen und ich hoffe, dass ich diesen Tag überlebe, denn nach wie vor hab ich unter der Maske echt Probleme mit dem Sauerstoff. Momentan ist meine Sauerstoffsättigung eh schon nicht die Beste, was ich allein schon dadurch spüre, dass die Erschöpfungszustände extrem zugenommen haben. Ich befinde mich in einer Art Dauer - Müdigkeits - Modus und könnte den ganzen Tag im Bett verbringen und schlafen. Mach ich aber nicht, ich bin ganz tapfer und halte tagsüber durch, damit ich nachts wenigstens etwas schlafen kann. Seit ein paar Nächten wache ich um 3 Uhr immer mit starken Schmerzen an den Händen auf und liege dann Ewigkeiten wach und versuche mich irgendwie abzulenken. Meistens kommt Lilly und legt sich schnurrend zu mir. Das beruhigt mich immer etwas. Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich bin, wenn es morgens hell wird und die Vögel anfangen zu zwitschern. Meistens schlafe ich dann nochmal für zwei drei Stündchen ein, bevor mich Schatzi  mit Kaffee weckt und die Jalousien hochmacht. Dann bleibe ich immer schön lange liegen und beobachte die Vögelchen. Das ist so toll und seitdem wir eine neue Vogelfutter - Mischung in einem Naturladen entdeckt haben, steppt bei uns der Bär auf dem Balkon. Teilweise kommen fünf bis acht Vögel gleichzeitig und Schatzi füllt momentan alle drei Häuschen zweimal täglich auf. Für unsere Samtpfötchen ist es richtig toll, sie schauen dem Treiben stundenlang zu und Lilly ist immer noch ganz aufgeregt, wenn Red Piep & Co. vorbeikommen. So was jibts sonst Neues? Nüscht...doch am Mittwoch war der Mensch aus dem Sanihaus mit dem Rollstuhl - Modell da, welches für mich in Frage kommen könnte. Jo...mit diesem Rolli könnte ich mich durchaus anfreunden, wenngleich er nicht so fetzig und hipp rüberkommen wird wie mein kleiner weißer Porsche. Das liegt daran, dass ich ja Armlehnen benötige, um das Bedienteil für den Motor zu befestigen, was dem Rolli einfach leider viel Schnittigkeit nimmt. Was den Style und die Farbauswahl angeht, steht er meinem Porsche aber nichts nach. Und wenn ich ehrlich bin, klappert mein Porsche auch an der ein oder anderen Stelle ganz schön. Aber hey wenn es nicht anders geht, dann ist das eben so. Ich werde mich auch daran gewöhnen und mein Stolz und die Tatsache, dass ich wohl nicht mehr die sportlich rollende Susanne sein werde, haben momentan einfach keinen Platz mehr in meinem Leben. Ich muss mich einfach entscheiden zwischen Coolness und Funktionalität und da ich noch nie so hilflos war wie momentan, gebe ich ganz klar der Funktionalität die Chance. Der Sanihaus - Man war mega nett und engagiert und ich glaube, mit ihm hab ich echt einen guten Fang gemacht, zumal er am gleichen Tag wie mein Neffe geboren ist. Hey und fleißiger, emphatischer, lieber, netter...als mein Neffe geht nicht! Über drei!!! Stunden war er da und er hat sich ganz viele Gedanken gemacht, wie wir mich hier zuhause entlasten können und vor allem auch müssen. Er versorgt die Klinik, wo ich ab morgen bin mit allen Hilfsmitteln und er meinte, dass wir mit der Hilfe der dortigen Ärzte den E-Fix und andere Hilfsmittel auf jeden Fall bei der Krankenkasse durchgesetzt bekommen. Unabhängig von der Diagnose, denn Fakt ist leider, dass es so nicht weiter geht. Ich brauche wenigstens ein Stück Unabhängigkeit wieder, denn nur zuhause auf dem Sofa oder im Rollstuhl sitzen zermürbt mich und macht meine Seele krank. So nun genug von dem ganzen Mimimmiimmiimmii. Ach ja Schatzi ist gestern losgezogen, um unsere Keramikfigürchen zu holen aber leider hatten die zu. So kann ich euch Shawn Colour und meine Art - Katze leider noch nicht präsentieren. Hm echt schade aber spätestens wenn ich aus der Klinik komme, dürften sie endlich da sein. Und dann bekommt ihr sie natürlich auch sofort zu sehen. Ich werde den heutigen Tag nochmal richtig genießen und ab morgen schön brav in der Klinik alles mitmachen und mich den Gegebenheiten stellen. Vielleicht schreibe ich in der Klinik auch Blog oder poste was auf Insta. Ich schaue einfach, wie es mir geht und wozu ich Bock habe. Auf jeden Fall werde ich aber ein kurzes Lebenszeichen von mir geben. So now I am with Schatzi breakfasting and after then we meinen Koffer bzw. Tasche packen and vorher a little bit bügeln, then I mag not only gebügelte Sachen going at the Klinik, this hat not nur damit zu tun, that I zerknitterte Sachen not mag sondern  I mag es lieber, when my Sachen vom Bügeln schön are soft and good riechen.  

NEUES

-->Blog

-->2020

-->Mai

->25.05.20

 

NEUES

-->Die süße Seite

E-Mails gerne an

Verlinkung zu Tomkes Webseite