Es sind nicht unsere Füße, die uns bewegen, sondern unsere Gedanken www.susannewitzig.com
    Es sind nicht     unsere Füße,     die uns bewegen,     sondern unsere Gedanken      www.susannewitzig.com

22.06.2020

Einen schönen guten Montag Morgen, jo heute ist der Morgen wieder wesentlich schöner als noch die letzten Tage. Gestern habe ich es tatsächlich geschafft, mich aufzuraffen, um mit Schatzi ne Runde Radzufahren, das hat mich seeeehr große Überwindung gekostet, denn eigentlich war ich noch nicht für schöne Sachen bereit. Heute denke ich, dass es gut war, denn ich bin wieder ein Stückchen zu mir näher ran geradelt, nachdem das Mädchen in mir heulend tagelang in der Ecke gesessen hat und vielleicht ist dieses Mutschekiepchen auf meinem Kopf oben auf dem Bild ein guter Anfang. Mir wird auch wieder ganz bewusst, dass es eine tägliche Entscheidung ist, glücklich sein zu wollen. Ok, so ganz die Alte bin ich noch nicht. Das merke ich vor allem daran, dass ich mir nach wie vor nicht vorstellen kann, gleich zu arbeiten. Bei dem Gedanken an die Arbeit fühle ich  mich sofort überfordert und es bildet sich sofort wieder dieser Knuppel in meinem Bauch, der gefühlt alles zusammenzieht. Die letzten Tage hatte ich ja viel Zeit zum Nachdenken und das habe ich auch wirklich getan.  Da waren so viele wirre Gedanken und Gefühle von früher und ich habe mich daran erinnert, dass ich diese Gefühle und dieses absolute Depri - Chaos schon seit Jahren immer mal wieder hatte aber es als schlechte Phase abgetan habe...weil starke Mädchen haben ja keine Depression!!! Ich erinnerte mich vor allem daran, dass ich früher immer weggelaufen bin, vor Allen und vor Allem. Dann habe ich mich ins Auto gesetzt und bin wild von A nach B, von B nach O von dort nach Z und wieder zurück gefahren. Hm und als ich wieder bei A angekommen war, hatte sich nichts verändert. Ich war immer noch mit mir und musste mich weiterhin ertragen. Ja die Frage ist wohl, wo geht bzw. fährt man hin, wenn man sich selbst nicht ertragen kann. Die Antwort ist...nirgends. Du kannst noch so vor den Dingen weglaufen...du wirst sie aber nicht los...weil sie einfach so tief in dir drin sitzen, dass du sie erstmal an die Oberfläche holen müsstest, um sie vielleicht loszuwerden. So habe ich diese Phasen immer schön verdrängt und geglaubt, dass ich irgendwo hinfahre und die ganze Scheiße einfach dort lasse. Tja und nun sitze ich hier heute im hier und jetzt...klar könnte ich wieder abhauen...mit Rolli...maximal 20 km würde ich wohl kommen...hm und dann??? Das erste Mal im Leben kann ich nicht einfach vor etwas abhauen, weil ich rein körperlich überhaupt nicht dazu in der Lage bin. Ok es war bzw. ist klar, dass ich mich einigen Dingen nun wohl wirklich stellen muss, die Frage ist nur, wo fange ich an und was genau ist es, was mich so quält? Den Auslöser dieser Depression scheine ich zumindest ausgemacht zu haben. Die viele Arbeit, die einfach nicht  mehr zu schaffen ist, da wir im Mai Kurzarbeit hatten und zudem 2 Leute das Team verlassen haben, ohne dass wir diese ersetzt bekommen, lässt mich so extrem an meine Grenzen stoßen. Bisher konnte ich die viele Arbeit durch Überstunden irgendwie schaffen aber diese dürfen wir nicht mehr machen. Heißt, dass alles das, was ich vor Corona täglich in fast 2 Überstunden weggearbeitet habe, nun liegenbleibt. Dass es im Prinzip gut ist, dass es so gekommen ist, weil diesen Wahnsinn keiner auf Dauer aushält, das steht auf einem ganz anderen Blatt. Fakt ist, dass ich meine Arbeit nicht mehr schaffe, das was jeder von mir in den letzten Jahren erwarten konnte und scheinbar auch immer noch erwartet. Denn ansonsten ist es nicht zu erklären, dass man die zwei gegangenen Teammitglieder absichtlich nicht nachbesetzen will. Man verlässt sich einfach darauf, dass die fleißige und pflichtbewusste Susanne das Kind schon schaukeln wird. Ja...das würde und könnte die Susanne auch...wenn die Umstände entsprechend wären. Nun wurde ich ausgebremst und es wird deutlich, was für ein Wahnsinn an Arbeit ich die letzten Jahre weggekloppt habe. Vor allem seit ich im Rollstuhl sitze und von zuhause arbeite. Um allen zu beweisen, dass ich trotzdem leistungsfähig bin und einem gesunden Menschen in nichts nachstehe. Meine Arbeit war das neue Weglaufen...Da wo ich früher überfordert war und mich ins Auto gesetzt habe...hab ich  mich ins Büro gesperrt und bis kurz vorm Umfallen gearbeitet. Nun kann ich mich  nicht mehr in die Arbeit flüchten. Ich arbeite "nur" noch 8 Stunden...das ist plötzlich viel Zeit übrig, um über das Leben zu grübeln...mit sich alleine zu sein...Dann die endgültige Trennung von meiner Mutter, die ich nun bereits 9 Monate konsequent durchziehe. Ein so wichtiger und richtiger Schritt, um zu überleben aber dennoch hinterlässt dieser Schritt eine unsagbar große Lücke. Diese Lücke ist so riesig, dass sich grade alles in mir leert anfühlt. Dann die Aufarbeitung der Sache mit dem Diabetes. Durch das Schreiben der "süßen Seiten" hier auf der Webseite habe ich so viele Dinge hochgeholt, die mich immer noch sehr schmerzen. Und da sind so viele offene Fragen, auf die ich nie eine Antwort bekommen werde. Ich weiß, dass ich die Vergangenheit ruhen lassen und meinen Frieden schließen muss...dass ich nach vorne schauen und im Hier und Jetzt leben muss. Aber es tut so verdammt weh...nach all den Jahren...dieses Gefühl, nie genug zu sein, es nie richtig zu machen und es immer allen Anderen Recht machen zu müssen...es wird immer da sein. Es ist ein Gefühl, was irgendwie zu mir gehört...es ist was, was ich nicht von mir abspalten kann. So sehr ich auch versuche, immer positiv zu denken, fröhlich zu bleiben, die schönen Seiten des Lebens zu sehen und zu genießen...niemals werde ich Anderen glauben...wenn sie mir sagen...dass sie mich lieben. Weil...wie soll ich Anderen glauben, dass sie mich lieben, wenn ich mich selbst noch nicht  mal mag? Wie sollen Andere mich ertragen, wenn ich mich selbst noch nicht mal ertragen kann? So Viele sagen oder schreiben mir, dass ich so verdammt mutig und stark bin. Dabei ist das Mutigste, was ich je gemacht habe...weiterzuleben, obwohl ich sterben wollte. Und selbst das habe ich noch  nicht mal für mich selbst getan sondern aus einer Fürsorge heraus...z.B. gegenüber meiner Schwester, die ich niemals mit meiner Mutter hätte alleine lassen können. Ich weiß, das hier ist echt verdammt harter Tobak und das zum Montag Morgen aber ich habe das Gefühl, einfach mal damit aufräumen zu müssen...dass die Meisten denken, dass ich sooo stark und unerschütterlich bin...Das mag sicherlich stimmen...aber eben nur manchmal.

 

Ihr glaubt

ich sei stark

doch Stärke ist keine Kunst

es ist das Überdecken von Feigheit

den letzten Schritt zu tun

es ist nichts anderes

als eine Illusion

das zu sehen

was man sehen will

was man anderen zugesteht

zu sehen

Stärke

eine Projektion

meines Willens

euch das zu zeigen

was ihr ertragen könnt

 

Was ich dieser Phase Positives abgewinne? Ich habe endlich hingehört, als mein Herz mir zuflüsterte "Können wir kurz aufhören stark zu sein? Ich kann nämlich nicht mehr!" Im Prinzip ist diese Depression nichts anderes als eine Aufforderung, die Notbremse zu ziehen...bis jetzt bin ich geblieben ohne wegzulaufen bzw. wegzufahen. Es ist ein Zustand, der nicht einfach so kommt und wieder geht. Das ist für mich persönlich das Gute daran, es gibt sehr wohl eine Ursache und ich weiß, dass ich aktiv daran arbeiten muss. Ich bin so froh, dass ich zumindest nicht alleine bin und ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich einen Lieblingsmenschen an meiner Seite habe, der mich trotzdem nicht alleine lässt und der begriffen hat, dass es nichts bringt in dieser Phase zu sagen "Ach das wird schon wieder" oder "Reiß dich mal zusammen!" Ich weiß, dass es echt eine Zumutung ist für diese Menschen, an der Seite eines manchmal depressiven Menschen zu leben, weil nichts von der Liebe, den guten Worten...ankommen will  aber irgendwie hoffe ich, dass meiner Seele dadurch endlich mal bewusst wird, dass es sehr wohl mindestens einen Menschen gibt, der bereit ist, mich mit Allem, was mich ausmacht, zu ertragen...einen größeren Beweis gibt es nicht...auch wenn es eigentlich traurig ist, dass ich so einen Beweis überhaupt brauche. Vielleicht wird es mein Leben lang so bleiben, dass ich mich jeden Morgen neu entscheiden muss, will ich glücklich sein oder doch lieber unglücklich...will ich lieber weiterhin so viel arbeiten und letztendlich vor dem Leben davon laufen...weil...das ist das Einzige, was ich wirklich immer gut konnte...verdrängen...weglaufen...Vielleicht ist aber auch dies ein guter erster Schritt, erkannt zu haben, dass ich sehr wohl ne Depression habe und mich stellen muss. So now I am working, then this gehört nunmal zu my life dazu aber what I lerning, that the work not it alles and that the work not making glücklich, my work sollte dazu dienen, my eat and my drinks and meine Miete to pay aber not, um zu glauben, that I mehr wert bin, when ich every every more tue als ich muss und es is good             

19.06.2020

Guten Morgen zum Freitag...ja was soll ich schreiben? Ich werde euch wohl heute als der personifizierte Kummer die Ohren volljammern müssen. Ningelingeling...das Nölpferd ist unterwegs. Boh dieses Mal hat es mich echt erwischt..."Es" nennt sich sowas wie das "depressive Arschloch". Jo bereits seit Tagen überfordert mich  mein Leben mal wieder so maßlos und ich könnte nur heulen und schreien. Teilweise fühle ich mich total abgetrennt von Allen und Allem...Das schlimmste dabei ist aber, dass es gar keinen Grund gibt und ich eigentlich grinsend wie ein Honigkuchenpony durch die Gegend laufen...ähm fahren müsste. Hm aber alles was derzeit stattfindet ist, arbeiten arbeiten arbeiten...und nach der Arbeit hänge ich mit einer tiefgründigen Traurigkeit und absoluten Leere auf der Couch oder im Bett herum und ziehe mir einen Film nach dem Anderen rein. Ähm...hä?...Filme? Jo und das ist echt ne neue Seite an mir. Hey ich bin ja mal so üüüüüberhaupt kein Filmegucker. Außer Krimis...aber das sind für mich keine Filme...mit Filmen meine ich so Streifen mit "normalen " Menschen wie du und ich...mit Gefühlsduselei, Liebesgedönse und hopsassa und trallala. Keine Ahnung wie ich auf diese Idee gekommen bin, vielleicht denkt mein Superhirn (hahahahha) es findet so den Weg zum Bauch...Herz...wieder. Bisher habe ich diese Schnulli - Filme immer sehr erfolgreich in meinem Leben vermeiden können. Nun fragt ihr euch, warum man denn sowas vermeiden muss. Gute Frage...nächste Frage! Ich sag´s ja, irgendwie muss ich als Baby wohl doch völlig falsch gewickelt worden sein. Schatzi  z.B. findet es merkwürdig, dass ich mir am Wochenende oft Reportagen über die Entstehung von Flugzeugen, Bohrinseln oder sowas in der Art anschaue. Verstehe ich gar nicht, ist doch mega interessant und für mich völlig normal und solange es auch noch Heidi, Nils Holgerson und Pumuckl in meinem Leben gibt, ist doch alles ok. Und was bitteschön ist komisch daran, dass eines meiner Lieblingstiere das Krokodil ist??? Gut, kuscheln müsste ich jetzt nicht mit dem aber dafür habe ich ja auch meine vier Samtpfötchen. Wobei ich mich oft frage, ob die Katze das wirklich richtige Haustier für mich ist. Ich meine, die haben so extrem ihren eigenen Kopf. Jupp noch viel mehr als ich und wenn du eine Katze rufst, kommt sie noch lange nicht. Find ich irgendwie schwierig. Die wollen irgendwie immer dann kuscheln, wenn ich nicht kann...wenn ich z.B. schlafen will oder eben Filme gucken. Wenn du einen Hund hast, der wartet förmlich darauf, dass du ihn rufst, damit er schwanzwedelnd völlig hysterisch um dich herum tanzt. Und wenn dich grade das depressive Arschloch besucht, dann legst du dich einfach neben den Hund und heulst in sein dickes Fell...genau das dicke Fell, was ich mal so gar nicht habe. Und was macht die Katze? Richtig...sie läuft sofort weg. Naja irgendwann, wenn ich in Rente gehe, also so in 15 Jahren werde ich wieder einen Hund haben, das steht fest. Hey stellt euch mal vor, die Krankenkasse hat mich am Dienstag angerufen und mitgeteilt, dass sie den neuen Rollstuhl mit Efix genehmigen wollen. Der wirklich nette Mensch von der Krankenkasse hat kurz nachgefragt, wieso ein Aktivrollstuhl mit Efix? Ich habe ihm dann erklärt, dass ich leider nur einen E-Rolli habe, der einem Panzer gleicht mit einem Wendekreis von 1,50 und man sich mit Diesem unmöglich in einer Wohnung fortbewegen könne. Er sprach dann davon, dass eine Doppelversorgung nicht geht, woraufhin ich ihm sofort sagte, dass er noch heute vorbeikommen könne, um diese Fehlkonstruktion abzuholen. Fehlkonstruktion hat er mal gar nicht verstanden und ich erklärte ihm, dass die kleinen Vorderräder machen was sie wollen und sich so quer stellen, dass sich oft meine Füße im 90 Grad - Winkel darin verheddern. Gut, dass ich nichts mehr an den Beinen und Füßen spüre, naja aber für irgendwas muss ja diese scheiß Polyneuropathie auch gut sein. Aja...da hatte er dann keine weiteren Fragen mehr und meinte, dass ich nur noch so ein Ding Probefahren müsste, er dann den Bericht davon braucht und dann geht der Apparillo durch. Normaler Weise hätte ich vor Freude ja durch die Decke gehen müssen aber außer einem kleinen müden Lächeln war da kaum was an Regung in mir. Die Genehmigung ansich ist wirklich geil und ich kann es immer noch kaum glauben aber sie kam zu einem völlig falschen Zeitpunkt. Grade, wo ich mich extremst mal wieder voll...behindi...minderwertig...ungeliebt...klein bis mini mini winzig...hässlich...nervig...unausstehlich...finde, kurz gesagt...alles aber auch wirklich alles ist SCHEIßE!!! Jo vielleicht sollte ich mir doch einen Therapeuten suchen...weil...selbst Schatzi kann mir grad nicht helfen... aber ich kenne diese Grützenphasen ja nun schon lange genug und genau so schnell wie ich da raingeschlittert bin, werde ich da wohl auch wieder rauskommen. Aber es nervt mich schon echt an. Ich habe mir überlegt, ob dieses depressive Arschloch mir mitteilen will, dass das mal so überhaupt nicht geht...viel weniger Schmerzen zu haben...Vielleicht will dieses Arschloch grad einfach nur diese Schmerzlücke füllen. Ihr seht...es rattert und rattert und mein Kopf ist grade von meinem Herzen so weit weg wie selten. Und wenn es so rattert, komme ich hier echt vom A ins Ars....und das bringt irgendwie mal so gar nüscht. Ich muss da jetzt durch und vielleicht wird es am Wochenende besser, wenn ich nicht arbeiten muss. Weil dieser Wahnsinn an Arbeit, die ich momentan aufgebuckelt bekomme, ist nicht normal und für einen Menschen nicht zu schaffen, wahrscheinlich mit ein Grund für meine derzeitige Situation. Aber wie sagt man, du hast zwei Möglichkeiten...entweder suchst du dir was Anderes oder du machst und hältst die Fresse. Für mich bleibt als Vollbehindi wohl nur Möglichkeit Nr. 2. So now I am working and when I bisher say, that me my work making Spaß then muss I now sagen, that is not so, im Gegenteil momentan I finding my work zum Kotzen and me fehlt einfach jegliches Verständnis, wie man with people so can umgehen aber I will schön hold the Klappe and working weiter wie everyday!      

13.06.2020

Tach, heute mal zum Samstag Abend. Jaaaa immer mal was Anderes, nee das liegt einfach nur daran, dass an freien Tagen, die ich vorgestern wegen Fronleichnam und gestern wegen Urlaub hatte, so ein klein bissel unorganisierter bin und mir dann zwar bestimmte Dinge vornehme aber immer etwas anderes dazwischen kommt. Heute Morgen z.B. war es die zweite und dritte Tasse Kaffee, die einfach mal verhindert hat, aufzustehen, um mich an den Rechner zu setzen. Ja und 10.00 Uhr war ja bereits Keramikmalen angesagt. So hab ich es grade mal geschafft, der Körperhygiene nachzugehen und eine Frühstückswaffel in meine Futterluke zu schieben. Keramikmalen war prima und die Stunden sind wieder so schnell verflogen. Dafür, dass ich heute Morgen kaum meine Zahnbürste halten konnte, hab ich mich echt gut geschlagen mit meinem Wohnwagen und dem Pinsel. Boh meine Hände sind nach wie vor so schmerzhaft, dass ich zeitweise die Wände hochgehen könnte. Naja aber es hat wie immer mega Spaß gemacht und während des Malens vergesse ich ja auch alles. Jo was jibt´s Neues? Ich werde meine Anneliese wohl nie wieder lebend sehen wie es aussieht. Nein ihr geht es prima, jedenfalls nach Aussage der Pflegedienstleitung. Mit der hab ich nämlich vor 3 Wochen telefoniert und mal nachgefragt wie es denn inzwischen mit Besuchen aussieht. Sie sagte, dass eigentlich nur Angehörige zu Besuch kommen dürfen und hierfür entsprechende Besuchstermine langfristig vereinbart werden müssen. Ich erklärte der guten Frau, dass ich ihre beste Freundin bin und vor Corona jeden 2. Sonntag ihren heiß geliebten  Sturmsack (so nennt Anneliese immer ihren mit Kirschen gefüllten Windbeutel) mitgebracht habe. Sie meinte, dass sie bei mir eine absolute Ausnahme machen würde, denn sie freuen sich ja auch für Anneliese, wenn sie Besuch bekommt. Außer ihrer Tochter hat sich vor Corona ja auch so gut wie nie einer ihrer zig Enkel blicken lassen. Naja wir haben also zwei Termine vereinbart und offiziell sollte ich mich am Eingang als Cousine von Anneliese ausgeben. Hm ok vielleicht hätte ich der Pflegedienstleitung noch sagen sollen, dass ich erst 49 bin. Denn rein rechnerisch könnte vielleicht doch Jemand auf die Idee kommen, dass ich niemals Anneliese ihre Cousine sein kann. Naja aber da es sowieso zu keinem Besuch mehr kommen wird, ist es auch völlig wurscht, ob ich Annelieses Oma, Mutter, oder Cousine bin. Es ist nämlich so, dass die Tochter von Anneliese mich angerufen hat und meinte, dass ich nicht einfach Besuchstermine ausmachen könne. Zum Einen möchte sie nicht, dass fremde Menschen sie möglicher Weise infizieren und zum Anderen würde ich die Besuchstermine blockieren, die ihre Enkel wahrnehmen könnten. Wohlbemerkt die Enkel, die sich vor Corona nie blicken lassen haben. Okeeeeeey habe ich verstanden und mir bleibt wohl nichts Anderes übrig, als den Willen der Tochter zu respektieren, wenngleich ich es absolut nicht verstehe. Mir ist das Ganze echt ein Rätsel, denn bisher fand die Tochter es immer sehr nett, dass wir ihre Mutter alle 2 Wochen besucht haben. Das macht mich natürlich alles ganz schön traurig aber durch die lange Besuchssperre habe ich mich von Anneliese emotional etwas lösen können, so dass es nicht ganz so weh tut. Ich würde nur allzu gerne wissen, was Anneliese darüber denkt aber das werde ich wohl nie erfahren. So behalte ich sie in meinem Herzen ganz tief in Erinnerung und hoffe, dass ihre Enkel ihr hart umkämpftes Besuchsrecht auch wirklich wahr nehmen und Anneliese nicht einsam und verlassen in ihrem Bett vor sich hinvegetiert. Ich habe beschlossen, ihr alle 2 - 3 Wochen Blumen zukommen zu lassen und ab und zu ein Päckchen mit leckeren Nougat- und Marzipanpralinen, die sie so gern mag. Ansonsten geht es mir ganz prima, wir waren ja am Donnerstag Tomke besuchen und gestern sind wir noch ein bissel am See gewesen, wo wir eigentlich mit Tomke hin wollten, was aber wegen Dauerregens nicht möglich war. Gestern war zwar das Wetter auch nicht so toll aber wir sind an einem leuchtenden Mohnblumenmeer vorbeigekommen. Ich konnte sogar ein paar Schritte laufen und so hab ich inmitten der Mohnblumen ein paar schöne Fotos gemacht. Diese Momente, wo ich in der Lage bin, aus dem Rollstuhl zu kommen, um wenigstens 10 - 30 m zu laufen, machen mich unendlich glücklich. Durch das neue Medikament und die Alpha Liponsäure, die ich seit ein paar Wochen nehme,  kann ich schmerztechnisch zumindest gut durchatmen. Ganz selten habe ich in den Beinen noch solche barbarischen Schmerzen wie vor der Klinik. Ich hoffe sehr, dass es so bleibt. Bald müsste ja auch mein Motomed, also der Bein- und Armtrainer kommen, mit diesen kann ich auch etwas Cardio - Training machen. Das geht ja mit dem derzeitigen Tischfahrrad nicht und so versuche ich, mich durch so viele Schritte wie möglich, fit zu halten. Wenn ich die Schritte, die ich am ganzen Tag mache, zusammenzählen würde, käme ich bestimmt auf 200 - 300 m. Dann denke ich oft so, dass es doch eigentlich nicht so schwer sein kann, am Stück diese 200 m zu laufen. Immer und immer wieder probiere ich es aber nach allerspätestens 30 m ist einfach Schluss. Aus...finito...nichts geht mehr. Und das obwohl ich wirklich momentan jeden Tag diese Schritte laufe aber es wird nicht mehr oder besser. Mein Körper kippt immer wieder nach vorn und ich gerate völlig aus dem Gleichgewicht, die Beine fangen an fest zu werden, bis ich die Hufe einfach gar nicht mehr hoch bekomme. Also sage ich mir, dass ich wohl damit zufrieden und froh sein muss, dass das überhaupt geht und nutze jede Minute außerhalb des Rollis. Natürlich gebe ich niemals auf, die Hoffnung ist immer noch da und ihr wisst ja, dass ich einfach nicht der Typ bin, der sich mit etwas für immer zufrieden gibt aber irgendwie setz ich mich nicht mehr unter Druck. Ich lass es sozusagen einfach mal laufen...haha im wahrsten Sinne des Wortes. Am meisten freue ich mich jetzt auf unseren Urlaub. Die Reise nach Kreta wird definitiv nicht stattfinden, denn auf der Hotelseite steht geschrieben, dass sie ab 01.07. wieder Gäste empfangen. Wir wären ja am 28.06. normaler Weise geflogen. Unsere Reisegesellschaft hat uns ja nun die Reiseunterlagen zugeschickt und bleibt fest bei ihrer Meinung, dass die Reise stattfindet. Nee schon klar, wer´s glaubt wird selig und wer nicht kommt auch in den Himmel. Schatzi und ich haben gestern nun ein Wohnmobil für eine Woche gemietet und werden damit ins Elbsandsteingebirge fahren und es uns so gut es geht, schön machen. So now I am me sitting at the Balkonien, die Abendsonne a little bit genießen and after then ist it ja auch schon wieder time to sleeping.  

08.06.2020

Einen wunderschönen guten Montag Morgen, ui ui ui bin ich müde und das, obwohl ich gut geschlafen habe. Naja vielleicht waren sieben Stunden doch ein bissel wenig, wenn man bedenkt, dass ich gestern 11 Stunden durchgeratzt habe. Der Samstag war nämlich ganz schön anstrengend. Aber schön war er, denn Tomke hat mich mit einem Besuch überrascht. Also mit Allem hätte ich ja gerechnet aber nicht damit. Tomke hat mit Schatzi vor einiger Zeit ausgemacht, mich hier zu besuchen. Schatzi hat im Vorfeld die Türen überall ausgemessen, um zu schauen, dass Tomke auch mit ihrem Rollstuhl  reinkommt und sich hier bewegen kann. Ihr Rollstuhl ist ja um einiges größer als meiner und hat einen ganz schön großen Wendekreis. Aber es hat alles super gepasst. Oh Mann was hab ich mich gefreut, immerhin haben wir uns genau 3 Monate nicht sehen können. Klar wir schreiben täglich und telefonieren ab und zu aber dennoch war die Zeit irgendwie ganz schön lang. Am Donnerstag fahren Schatzi und ich ja wieder hoch nach Norden zu Tomke, deswegen war ich um so überraschter, dass Tomke jetzt ein paar Tage vorher hier vorbeikommt. Hey und was soll ich euch sagen, unser kleines Weltwunder Tomke sieht so gut aus und spricht immer besser. Nachmittags waren wir Eis essen und inzwischen schmeckt sie sogar schon wieder. Das, was bei einem Tracheostoma ja angeblich alles nicht  mehr gehen soll, genauso wie sprechen. Aber ich sag´s euch, wenn Tomke entblockt ist, dann quasselt sie wie ein Wasserfall ohne Punkt und Komma. Aber ich finde es wunderbar und freu mich so sehr, dass ich sie immer besser verstehe. Ansonsten jibts nüscht als Ärger. Unsere Reisegesellschaft behauptet weiterhin, dass unsere Reise wie geplant stattfinden wird und sagt, wir hätten keinerlei Rechte auf eine kostenfreie Stornierung. Nachdem ich Freitag mit der Verbraucherzentrale telefoniert habe und die Dame mir nun ein Musterschreiben zugeschickt hat, welches ich verwenden soll, bin ich mal gespannt, was passiert. Darin wird nochmal explizit dargelegt, dass ich Risikopatientin bin und schon alleine der Flug nicht angetreten werden kann. Laut Auskunft des Flughafens werden nämlich alle Flieger bis auf den letzten Platz voll besetzt, ohne Mindesabstand und es gibt auch keine Maskenpflicht im Flugzeug. Ähm...Hallo???...gehts noch??? Also ich  mag vielleicht ein bissel crazy sein aber nicht bekloppt. Naja wir werden sehen. Mein Nachbar wegen der Beschwerde über die Vögelchen auf dem Balkon war noch nicht wieder hier. Aber ich habe mir überlegt, was ich ihm sagen werde, wenn er noch mal klingelt. Nämlich dass ich alles getan habe, was man tun kann. "Ich habe Schilder aufgestellt "Fressen nur mit Latz und wer rumsaut fegt hinterher den Boden, Besen stehen in der Nische." Was die Vögel damit machen, liegt nun natürlich nicht mehr in meinem Bereich. Haha, wäre doch gelacht, wenn wir uns den Nerd nicht vom Halse halten. Und wer mit doofen Argumenten kommt, der muss eben auch mit doofen Antworten rechnen. Gestern waren Schatzi und ich ja den ganzen Tag zuhause und haben gechillt, gespielt, geschlemmt und ich habe Einiges an der Webseite gearbeitet. Dabei bin ich wieder ganz schön an meine Grenzen gestoßen, denn das Schreiben auf den "Süßen Seiten" ist auch nochmals eine Verarbeitung, die ich gerade nach dem Aufenthalt in der Klinik dringend nötig habe. Auch wenn ich bereits viel an meiner Vergangenheit gearbeitet habe, um gut mit meinem Leben zurecht zu kommen, so ganz fertig wird man glaub ich nie damit. Das habe ich gestern sehr deutlich gespürt und so rollten dann doch auch wieder ganz schön die Tränchen. Aber es ist in Ordnung, denn mir wurde auch noch mal bewusst, wass für ein Wahnsinn ich bisher durchlebt habe und wie stark ich doch daraus hervorgegangen bin. Und mir wurde wieder deutlich, was ich will. Ich will unbedingt leben und noch ganz viel erleben. Das setzt natürlich voraus, dass wir meinen jetzigen Zustand so lange wie möglich halten. Aber da habe ich überhaupt keine Zweifel dran, weil ich mich gar nicht dazu zwingen muss, mich um den Diabetes zu kümmern. Ich kann wirklich sagen, dass ich ihn inzwischen akzeptiert habe mit allem Drum und Dran. Meine Motivation ist in mir drin und inzwischen verankert, es braucht nichts mehr von außen, um meinen Hintern hoch zu bekommen. Nun will ich versuchen, anderen vielleicht dabei zu helfen, es nicht so weit kommen zu lassen und die Reißleine zu ziehen, bevor es fast zu spät ist. Einige sind ganz verwundert und fragen mich, ob es denn wirklich sein kann, dass der Diabetes dafür verantwortlich ist, dass ich bereits in so jungen Jahren im Rollstuhl gelandet bin oder beispielsweise meine Hände kaum noch bewegen kann. Die meisten wollen das gar nicht glauben. Ich ja irgendwie auch nicht aber da alle anderen Diagnosen zu 100 % ausgeschlossen werden konnten, muss es wohl so sein. Und den Aussagen eines Diabetologen aus München nach, ist es gar nicht so selten, dass manche Diabetiker, die über jahrzehntelang exhorbitante Blutzuckerwerte hatte, schon frühzeitig mit extremen Spätfolgen zu kämpfen haben und ich bin nicht die Einzige, die nicht mal mehr als 100 m laufen kann. Und wie gesagt bin ich mir nicht sicher, ob ich ohne die dreiwöchige Einnahme dieses Breitbandantibiotikums Levofloxachin 2016 überhaupt schon im Rollstuhl sitzen würde. Nach wie vor sehe ich da einen Zusammenhang, alleine schon vom zeitlichen Faktor her. Aber das werden wir wohl nie herausbekommen und deshalb ist es Unsinn, ewig weiter zu spekulieren. Leider gibt es nicht diesen typischen Verlauf oder den typischen Zeitpunkt, wann welche Spätfolgen einsetzen. Bei Jedem verlaufen die Spätfolgen anders, das hat auch etwas mit den genetischen Dispositionen zu tun. Organisch bin ich ja z.b. noch kerngesund, während andere bereits 3x in der Woche zur Dialyse müssen oder bereits erblindet sind. Und genau das ist das Heimtückische daran. Du kannst Glück haben aber es kann dich auch richtig bitter erwischen und ganz ehrlich, ich finde im Rollstuhl zu sitzen und nicht mehr richtig laufen zu können weitaus weniger schlimm als z.B. erblindet zu sein. Zumindest nach dem heutigen Stand. Wie es letztendlich wäre, wenn ich  morgen blind werden würde, weiß ich. Vermutlich würde ich auch da einen Weg finden, damit zurecht zu kommen. Aber ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ich keine weiteren Probleme bekommen werde und wenn mein körperlicher Zustand so bleibt wie jetzt, dann bin ich sehr zufrieden und kann wunderbar damit leben. Achso, wenn ihr euch fragt, weshalb ich auf dem Foto oben mit meinem gekochten Ei dasitze und wie ein Honigkuchenpferd grinse, da probiere ich den tollen elektrischen Salzstreuer aus, den mir Tomke zum Geburtstag geschenkt hat. Einen Pfefferstreuer gibts natürlich noch passend dazu und hey, endlich kann ich wieder alleine das Essen würzen:-)  So now I am working, i muss our week nur bis Mittwoch working, then dann i have drei Tage frei, I freue me schon so dolle and i hope, that wie schönes Wetter haben, damit Schatzi and I schön durch the nature driving with the bicycle. 

02.06.2020

Einen schönen guten Montag Morgen, ach nee upps ist ja schon Dienstag, na auch schön...weil...nur 4 Days knuffen bis zum nächsten Wochenende. So wie war denn das lange Pfingstwochenende? Schön war´s. Ok Samstag war eher so semi prickelnd, der Tag fing eigentlich gut an mit leckeren heißen Waffeln und frischen Erdbeeren...bis...ja bis es klingelte. Und ich sag´s euch Leute, wenn ihr ein schönes Wochenende verbringen wollt und wisst, ihr habt nichts bestellt, dann lasst die Türe zu. Denn...entweder ist es einer von den Zeugen Jehovas, Jacki die Mörderpuppe oder aber es ist der nette Nachbar, der euch erzählt, dass auf seinem Balkon jeden Tag Berge von Vogelfutter landen. Ich bin mir im Nachhinein nicht ganz sicher, wer mir von den dreien am liebsten gewesen wäre. Jedenfalls hat sich meine gute Laune schlagartig in Luft aufgelöst. Ja aber echt mal...da steht da so ein Mitte Zwanziger Nerd vor deiner Tür und erzählt dir, dass er jeden Tag seinen Balkon putzen muss, weil da so viele Vogelfutterkörner liegen. Ich frage mich, wie er es überhaupt geschafft hat, sich durch die riesigen Körnerhaufen  von seinem Balkon zurück in seine Wohnung durchzuwühlen. Naja aber er ist ja noch jung, da kann man das durchaus schaffen. Die zweite Frage, die sich mir stellt ist, wieso hat der mehr Vogeldreck auf seinem Balkon als wir, obwohl bei uns zwei Vogelhäuschen stehen? Also wir säubern unseren Balkon ca. alle 2 Wochen und es ist natürlich so, dass sich da jede Menge Körnerchen und Schalen von den Früchten ansammeln...aber hey nicht so viele, dass man da so einen Wind drum machen muss. Also mal ehrlich, ich hatte in dem Alter andere Probleme, als Vogelkörner zu zählen. In diesem Alter war ich damit beschäftigt, meinen Lebensunterhalt zusammenzukratzen, denn allein durch meine ehrliche fleißige Arbeit war mir das kaum möglich. Ich hatte eben keine reiche Mutti, die mir so eine Luxusbude finanziert hat und ich bin statt mit einem fetten Mercedes ein kleines rotes Auto gefahren, dass bereits 160 000 km auf dem Buckel hatte und bereits bei einem kleinen Hustenanfall drohte der Auspuff abzufallen. Einen Neuen konnte ich mir leider nicht leisten. Ich hatte nicht viel aber was ich hatte, habe ich mir alles hart selbst erarbeitet. Und auch diese Wohnung kann ich mir nur leisten, weil ich mit einem Menschen verheiratet bin, der genauso fleißig wie ich sein Leben lang gearbeitet hat. Leider sieht es so aus, dass wir uns diese Wohnung auch nur so lange leisten können, wie wir in Brot und Arbeit stehen. Spätestens wenn wir in Rente gehen, müssen wir hier raus, das steht fest. Aber das ist ok! Ziehen wir eben in einen Wohnwagen oder Wohnmobil. Was ich nicht ok finde ist, dass so ein Muttersöhnchen von Nerd mit manikürten Fingerchen und und einer blondgescheitelten elitären Perücke  uns jetzt das Leben schwer macht wegen ein paar Vogelkörnern, die auf seinem Balkon landen. Doof nur, dass ich mir dadurch den ganzen Samstag launemäßig mal so richtig versaut habe...weil ich nun mal auch nicht so eine coole Sau wie Schatzi bin. Schatzi tangiert so ne Hühenerkacke ja eher so perifär bis gar nicht und so ist es demzufolge auch nicht zu verstehen, dass mein karmaähnliches Gleichgewicht gleich so dermaßen kippt. Eigentlich wollten Schatzi und ich Rad fahren aber ich war so angespannt, dass es einfach keinen Sinn gemacht hätte. Da wäre ich wahrscheinlich eher in einem Haufen Vogelkörner gelandet als munter lustig durch die Prärie gedüst. Und ihr wisst ja...wenn ich was ungerecht finde oder mir jemand echt aus irgendwelchen niederträchtigen und bekloppten Gründen ans Bein pissen will, dann kann ich mich da so richtig dran festbeißen. So habe ich vor meinem geistigen Auge bereits den Richter am Obersten Gerichtshof in Karlsruhe den Hammer schlagen hören mit den Worten "Das Urteil ist klar und gefallen...Die Vogehäuschen kommen weg!" Für mich kommt das einer Vertreibung aus dem Paradies gleich und was das bedeutet...nun ja...Dass wir aber zuvor ja noch durchaus die Möglichkeit haben, zu schauen, wie wir die Körnerberge des Nachbarn minimieren oder vielleicht sogar komplett verhindern können...darauf ist Schatzi gekommen und so haben wir gegoogelt und überlegt, welche Maßnahmen wir hierzu ergreifen könnten. So haben wir die Vogelhäuschen nach hinten gestellt und am Geländer einen durchsichtigen Schutz angebracht. Zudem haben wir hohe Pflanzen vor die Häuschen platziert, damit diese die Körner etwas abhalten. Also mein Blick auf den Balkon vom Badfenster aus zeigt mir eindeutig, dass nicht ein einziges Krümelchen auf seinem Balkon liegt. Ob das vorher schon so war, kann ich leider nicht sagen...weil...ich natürlich wirklich wichtigere Dinge zu tun habe, als Vogelkörner zu zählen und dann auch noch auf fremden Balkons...also bitte!!!! Für uns ist die Sache vom Tisch, auch wenn ich mich immer noch über diese Art von Menschen, die Anderen irgendwie immer unnütz das Leben schwer machen müssen...ärgere. Aber im Prinzip müssen sie mir eher leid tun, denn wenn es einem im Leben so derartig langweilt und nix wirklich Schönes zu passieren scheint, dass man Vogelkörner zählen muss...oje dann ist es eigentlich Zeit, sich in so einem Vogelkörnerhaufen einzubuddeln. Naja also wenn es diesem Nerd tatsächlich um Berge von Vogelkörnern ging, dann dürfte das Thema vom Tisch sein, sollte es allerdings tatsächlich so sein, dass dieser Nerd einfach keine Freunde hat, mit denen er spielen kann oder er einfach keine Lust mehr hat, die kleinen Erhebungen auf seiner Rauhfasertapete zu zählen, dann könnten wir unseren Balkon abreißen und er würde vermutlich trotzdem noch Vogelkörner finden.   So Themawechsel! Gestern hat Schatzi meinen Schreibtisch umgebaut. Wie ihr auf den Bildchen sehen könnt, habe ich jetzt eine ausziehbare Schublade für die Tastatur und einen beweglichen Mausarm, damit das ergonomische Gleichgewicht wieder hergestellt ist. Laut Aussage meiner Ergotherapeutin wird mir das auf jeden Fall helfen, dass die Schmerzen an den Armen, Ellenbogen, Handgelenken und Fingern nicht noch größer werden. Das Ganze ist noch ziemlich ungewohnt und momentan strengt es mich tierisch an aber ich bin sicher, dass ich mich schnell daran gewöhnen werde .Und wenn´s hülft...isses doch prima. So sonst jibts nüscht Neues. Am Sonntag waren Schatzi und ich lange in der Natur radeln. Ich hatte meine Kamera mit und hey in dieser Hinsicht war die Klinik Gold wert. Zumindest kann ich wieder die Kamera halten und alleine zoomen. Die Schmerzen sind zwar da aber dennoch erträglich und wenn ich fotografiere bin ich ja sowieso in meiner kleinen Welt und in diesem euphorisierten Zustand spüre ich Schmerz kaum. So enough for today, i muss working we every day then ihr wisst ja, the work making not from alone, aber I freue me, that the sun so schön scheint and I today Nachmittag me sitting at the balkon and bewundern my flowers and the birds.           

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--> 19.01.2021

 

 

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