Es sind nicht unsere Füße, die uns bewegen, sondern unsere Gedanken www.susannewitzig.com
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27.02.2018

 

Buon Giorno aus den Dolomiten. 

 

Seit 2 Tagen nun sind wir im wunderschönen Italien mitten in den Bergen. Die Fahrt von Ulm hierher war zugegebenermaßen eine Tortour und als wir aus dem Auto gestiegen sind, habe ich gleich erstmal wieder das kotzende Känguruh raushängen lassen. Natürlich weder Kotztüte, noch irgend etwas Ähnliches zur Hand habe ich dann letztendlich ins Schälchen geunkt, wo eigentlich Schatzis Gummitierchen aufbewahrt werden. Die braucht Schatzi nämlich während der Autofahrt, damit er nicht einschläft. Also zack die Gummitierchen raus aus der Dose und ab auf den Fahrersitz. Hat alles super geklappt und das auch noch relativ unpeinlich. Dann sind wir ins Hotel und als ich dann im Bett lag mit Blick auf die Berge, fühlte ich mich etwas entschädigt für all die Strapazen. Abends sind wir dann noch zum Dinner, was mega lecker war. Da gab es Sachen, von denen hab ich bisher noch nicht mal was gehört, geschweige denn gegessen. Ich habe Schatzi gesagt, dass wir dringend im Lotto gewinnen müssen, weil ich einen privaten 5 Sternekoch zuhause brauche, der mir solche tollen Sachen zaubert. Den Nachtisch mussten wir aber leider sausen lassen, denn das kotzende Känguruh schlug nah dem Hauptgang schon wieder Alarm. Naja auch wenn es nicht drin geblieben ist das Essen, lecker war es trotzdem. Die Nacht habe ich super geschlafen und gestern Morgen wurden wir mit einem tollen Sonnenaufgang über den Bergen geweckt. Wir frühstückten gemütlich, wobei es auch hier wieder so viele leckere Sachen gab. Ich ließ mir vom Koch einen Crepe machen, welcher auch noch mit einer Erdbeere und zwei Stücken Apfelsine verziert wurde. Ich sag´s euch, auch wenn das ein oder andere Mampfi mampfi nicht drin bleibt aber meine Augen essen mit und für die ist das Ostern und Weihnachten zusammen. Diesmal ging aber alles gut und ich freute mich, dass es nun endlich los ging, die Umgebung zu erkunden. Als Erstes wollten wir natürlich die 3 Zinnen sehen und fuhren durch die schneebedeckten Felder und Berge und fast wären vorbei gefahren, denn alles was wir sehen konnten, waren 2 kleine Zacken von den 3 Zinnen. Hm das sollte es schon gewesen sein? Naja egal, wir stiegen aus, um ein paar Fotos zu schießen. Endlich sollte auch unser neu erworbener Selfie – Stick zum Einsatz kommen. Schatzi findet den ja peinlich und überflüssig aber ich habe mich durchgesetzt und würde den Vorteil dieser Erfindung schon noch schmackhaft machen. Als ich ausgestiegen war, wehte mir allerdings ein so eisig frischer Wind um die Ohren, dass sich die minus 17 Grad eher wie minus 30 Grad anfühlten. Meine Finger waren bereits nach einer Minute blau und mein Gesicht nach einer weiteren Minute schockgefroren. Egal, da mussten wir nun durch. Genau diese Gelegenheit für diese Fotos vor den 2 Zinnen bekamen wir nie wieder. Ich posierte vor der Kamera und hampelte ein bissel mit den Armen herum und presste mein schönstes Lächeln heraus, was man wegen dem komplett vermummten Gesicht noch nicht mal sah. Egal meine Augen lächelten wie ein Honigkuchenpferd und trotz der Kälte war ich mega happy. Wir fuhren dann weiter und kamen an einen zugefrorenen See mit einem gigantischen Ausblick auf die Berge. Schatzi holte den Rolli raus und stellte ihn auf eine kleine Schneehöhe. Da hab ich mich dann draufgesetzt und nett gepost. Ich habe versucht, das Ganze irgendwie zu genießen aber es war aufgrund der Kälte einfach nicht möglich. So eine Kälte habe ich glaube ich noch nie erlebt. Wir haben noch ein paar Selfies von uns gemacht und auch Schatzi war inzwischen vom proletenhaften Selfie – Stick überzeugt und sind dann wieder ins warme Auto. Sitzheizung natürlich volle Pulle und Heizung bis zum Anschlag sind wir Richtung Cortina D´Ampezzo. Dort waren wir vor 3 Jahren ganz kurz gewesen aber leider wurde es schon dunkel und so sind wir mal kurz runter und gleich wieder hinauf gefahren. Gestern nun haben wir die Berge rund um dieses Städtchen begeisternd bestaunt und sind noch bis zum Pass Falzarego gefahren. Leider verließen mich bereits bei der Ortsausfahrt meine Kräfte und nix ging mehr. Mein Körper schaltete wieder mal auf Stand by und der Rest der Fahrt war eine Qual für mich. Ab und zu versuchte ich noch, aus dem Fenster zu schauen und die Natur und Umgebung zu genießen aber es ging einfach nicht. Zwei drei Bilderchen und Filmchen hab ich noch gemacht und dann ging es bereits schlafend zurück zum Hotel. Dort bin ich sofort ins Bett und hab erstmal versucht, meinen Körper irgendwie zu aktivieren. Mir kamen die Tränen, weil ich so hilflos war und ich so extrem spüre, wie mein Körper mich einfach von einer Sekunde auf die nächste verlässt. Wo war nur mein aktives Leben von früher hin? Nach einer Mütze voll Schlaf ging es abends wieder und wir konnten zum Abenddinner. Allerdings hatte ich zwei Gänge weggelassen, da mir klar war, dass mein Körper das nicht aufnehmen kann und so funktionierte es, dass alles drin blieb. Nun musste ich nur noch über Nacht die furchtbaren Kopfschmerzen wegschlafen und alles ist super. Das tat ich auch und heute morgen bin ich ziemlich fit aufgewacht. Zum Frühstück habe ich dann mal Hanfsamen auf mein Müsli gestreut und ich bin gespannt, was es bewirkt. Heute ist das Wetter sehr bewölkt, so dass wir uns entschieden haben, einen Wellness – Tag einzulegen. Wir rollen jetzt also gleich ins Planschbecken und Schatzi verpasst mir im Wasser eine kurze Physio. Let´s roll…..

24.02.2018

 

Hallöchen aus einem Hotel in Ulm, das ist nämlich unser Zwischenstop auf der langen Reise in die Dolomiten von ca. 1000 km. Da wir wussten, dass Schatzi die gesamte Fahrt alleine bewältigen muss, haben wir uns entschieden, die Fahrt in 2 Etappen aufzuteilen. Nach ca. 550 km und einem Stau nach dem Anderen in etwas über 6 Stunden sind wir hier angekommen. Ich bin hundekaputt und das als Beifahrer, nicht einen einzigen Kilometer bin ich gefahren aber ich empfand die Fahrt mega anstrengend. Zwischendurch bekam ich wieder mal so einen fiesen Krampf im Bein und die Müdigkeitsanfälle nahmen überhaupt kein Ende. Aber nun haben wir ja den ersten Teil der Fahrt schon mal hinter uns gebracht. Morgen geht es in die Berge und ich bin schon so gespannt auf unseren Zielort. In der Wettervorhersage habe ich gelesen, dass es bis zu 25 Grad minus werden soll in den nächsten Tagen. Hier in Ulm war es heute  ca. 0 Grad und aufgrund des Windes hatte ich das Gefühl, mein Körper ist am Rolli festgefroren. So sind wir nur zum Ulmer Münster, welches ich sehr beeindruckend fand und zum Fischerviertel. Aber auch wenn es wärmer gewesen wäre, mit Rolli ist es sehr anstrengend, dort zu fahren, weil überall Pflastersteine gelegt sind. Ich hoffe nicht, dass mein Rücken morgen für das Gerüttel die Quittung bekommt. Jetzt liegen wir Döner mampfend und mit Wärmflasche im Hotelbett und schauen Sportschau. Ach ja im Spielzeugladen waren auch wir noch und haben Seifenblasen geholt. Mein Plan ist nämlich, bei dieser Eiseskälte im Schnee gefrorene Seifenblasen zu machen und dann zu fotografieren. Na ich bin gespannt, ob das klappt. Während der Autofahrt hatten Schatzi und ich noch eine kleine Diskussion bezüglich der Handtücher im Hotel. Ich hatte neulich bei Fokus einen Artikel gelesen, wo eine Hotelfachfrau ausgepackt hat. Sie hat geschildert, was mit Hotelgästen geschieht, die ihrer Meinung nach sich nicht ordentlich benehmen. Was auch immer sie darunter versteht, wenn Gäste sich nicht benehmen, ich bin bisher ganz selten einer Reinigungskraft begegnet. Vermutlich meint sie eher, dass sie genervt ist von der Unordentlichkeit der Gäste. Ich hoffe nicht, dass sie am liebsten hätte, dass ich als Gast mein Bett selbst machen soll und die Toilette putzen soll. Meiner Meinung nach hätte sie dann eindeutig ihren Job verfehlt. Naja jedenfalls beschrieb sie, dass mit den Handtüchern die Toilette und Armaturen im Bad geputzt werden und dann hängen sie die Handtücher wieder hin. Als ich das gelesen habe, bekam ich leichten Brechreiz, denn wir fahren 3x im Jahr in den Urlaub und so fragte ich mich, wie oft das uns vielleicht schon passiert ist, ohne dass wir es mitbekommen haben. Schöne Grüße vom Kopfkino sag ich euch. Bisher habe ich immer schön brav umweltfreundlich die Handtücher nur alle 4-5 Tage auf den Boden gelegt, damit sie gewechselt wurden. Ich bin mir echt nicht sicher, ob ich das noch kann oder nicht besser jeden Tag die Handtücher wechseln lasse. Aber Sozialpädagogen-Schatzi ist der Meinung, dass ich doch nicht alle über einen Kamm scheren kann und stempelte diese Dame als einen Einzelfall ab. Gleichzeitig machte Schatzi klar, wir uns weiterhin umweltfreundlich verhalten werden. Na der Drops ist noch nicht gelutscht und morgen werde ich die Weiterreise nutzen, um das Thema nochmal aufzugreifen. Wenn Schatzi mich tatsächlich argumentativ so überreden kann, die Handtücher nicht jeden Tag wechseln zu lassen, bedeutet das ja, dass ich bereits beim Einchecken morgen bloß keinen Fehler machen darf. Nee also den Stress will ich nicht. Da hätte ich ja auch zuhause bleiben können. Dann meinte Schatzi von der Seite "Küsschen". Ich so "Nee ich will jetzt kein Küsschen." Meinte Schatzi auch nicht, denn Schatzi aß Nüsschen und fragte, ob ich vielleicht auch ein Nüsschen möchte. Nee auch ein Nüsschen wollte ich nicht. Ich will frische Handtücher, stampf, heul, bock...

 

Morgen früh wollen wir wieder zeitig losfahren, mal sehen, vielleicht klappt es ja morgen. Heute sollte der Abfahrtszeitpunkt auch um Einiges früher sein, als wir letztendlich losgekommen sind. 8.00 Uhr saßen wir endlich im Auto und ich war totmüde. Die erste halbe Stunde hab ich erstmal geflennt wie ein Schlosshund, weil mir die Trennung von den 4 Samtpfötchen so schwer fiel. Aber nun geht es und ich freue mich auf den Tag, wenn wir wieder nach Hause kommen. Damit ich also morgen früh auch aus den Federn komme, werde ich jetzt bubu machen. Es ist zwar erst halb acht aber mir fallen echt die Augen zu. 

23.02.2018

 

Hallöchen aus dem Land der rollenden Susanne. Die Aktion Mensch hat sich was besonders cooles ausgedacht. Auf deren Webseite kann man sich seit ein paar Tagen sämtliche Emojis über alle möglichen Formen von Behinderungen herunterladen. Man kann sie als zusätzliche Tastatur auf sein Handy laden und dann wie die anderen Emojis einsetzen. Das finde ich so klasse, weil diese Emojis ganz viel Aktivität zeigen. Bisher kennt man ja immer nur diese typischen blauen Bilder mit einem Strichmännchen im Rollstuhl. Hallo???? Das wurde echt Zeit, mal aufzuräumen, denn wir körperlich beeinträchtigten Menschen haben auch ein Gesicht und nicht nur ein paar Striche als Arme, Beine...Auch finde ich es super, dass es weibliche und männliche Emojis gibt. Ich meine, wir brauchen ja keine Emojis mit Mädels, die einen Vorbau wie Dolly Buster haben oder Jungs, die muskelbepackt wie Schwarzenegger im Rolli sitzend Gewichte von 50 kg stemmen. Aber gemessen an den Hunderten "normalen" Emojis, die es inzwischen gibt, die zwischen traurigen und lustigen Gesichtern unterscheiden, finde ich es super und vor allem angebracht, insbesondere unter dem Aspekt der Inklusion, behindertungsgerechte Emojis herauszubringen. 

 

Gestern Abend bin ich wieder spät eingeschlafen. Schuld war wieder mal Fußball, denn mein BVB hat in der Europaleague krampfhaft versucht, das Achtelfinale zu erreichen. Also ich liebe diesen Verein wirklich aber was die da derzeit fabrizieren, wenn das so weiter geht, bin ich bald nervlich am Ende. Immer diese Siegtreffer in der letzten Minute, da wirste doch bekloppt. Jedesmal sitze ich mit halben Herzkasper im Bett und schwitze wie ein Schwein bis zum Abpfiff. Ich meine ok, spannend sollte es schon sein sonst wäre es ja auch langweilig aber ich finde die Jungs übertreiben momentan. 

 

Bevor gestern Fußball losging, habe ich noch auf ARD den Vorentscheid zum Eurovision Songcontest geschaut. Ich fand ja die erste Sängerin toll und das Lied habe ich mir direkt heruntergeladen, weil ich es echt super finde. Aber als ich den letztendlichen Gewinner im Vorspann gesehen habe mit der Info, dass der Millionen von You Tubern und Fans hat, war mir klar, dass kein Anderer eine Chance haben würde. Und da hatte ich den Beitrag noch nicht mal gehört. Und ganz ehrlich, mich reißt sein Lied nicht vom Hocker. Kann man sich in ner traurigen Minute mal anhören aber ich würde keinen Cent dafür bezahlen, um es öfters hören zu können. Naja letztendlich ist es ja immer alles eine Frage des Geschmacks und über den lässt sich bekanntlich nicht streiten und ob wir nun dieses Jahr wieder Letzter oder Vorletzter werden, ist eh Wurscht, weil um die Musik gehts sowieso schon lange nicht mehr. Jedes Jahr schaue ich mir es an, weil ich denke, na vielleicht wird es dieses Mal keine politische Entscheidung und jedes Jahr der gleiche Mist. Die Beiträge, die bei mir ins Ohr gingen und die ich heute immer noch höre nach Jahren, haben alle im hinteren Bereich abgeschlossen. 

 

Dann war ja gestern auch das Rennen der nordischen Kombinierer um meinen Eric, hach nee was war das für ein Triumph und ich hatte echt Pippi in den Augen, als der Rydzek als Erster ins Ziel düste. Ich hoffe, dass diese Jungs endlich mal mehr Aufmerksamkeit und bessere Sendezeiten im Fernsehen bekommen. Naja wenigstens zeigen sie die Springen inzwischen in der Wiederholung oder manchmal sogar schon life aber wenn ich das mit dem Hype um Biathlon vergleiche, tut es mir echt leid um die Jungs. Man muss sich mal vorstellen, dieser Eric Frenzel hat 5x hintereinander den Weltcup gewonnen, ist mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger aber kaum einer kannte ihn bis letztes Jahr. Das ist echt traurig und wenn ich sehe, was unsere Damen gestern für eine katastrophale Leistung in der Staffel abgeliefert haben, mal abgesehen von Laura Dahlmeier, dann finde ich das echt nicht gerecht. Klar waren die Windbedingungen gestern echt mies aber die anderen haben es auch hingekriegt. Mir ist klar, dass die Mädels keine Maschinen sind aber ich finde, dass auch beim Sport das Leistungsprinzip gelten sollte. Wenn ich in meinem Beruf solche Leistungen ständig bringen würde, wäre ich längst gefeuert. Da würde mir wahrscheinlich noch nicht mal meine 100 %-ige festgestellte Schwerbehinderung noch nützen und mich schützen. Und wenn ich doch bleiben dürfte, einen Bonus bekäme ich wohl Zeit meines Lebens nicht mehr. Das gleiche gilt im Fußball, die verdienen teilweise im Monat so viel wie ich in 10!!! Arbeitsjahren und sind nicht in der Lage, das Tor zu treffen oder ein Gegentor zu verhindern. Oh ich merke, jetzt schreibe ich mich grad in Rage, nee das will ich nicht. Ich wechsle mal lieber das Thema. 

 

Noch einmal schlafen, dann geht es morgen in aller Frühe los. Gegen 6 Uhr ist der Start angepeilt. Bedeutet, dass heute alles gepackt werden muss. Nicht, dass ich schon mit irgend etwas angefangen hätte, nö alles schön in Ruhe heute Nachmittag, wenn Schatzi wieder kommt. Früher wäre mir das nicht passiert. Da standen meine gepackten Koffer schon 2 Wochen vor dem Urlaub brav in der Ecke und warteten ewig auf den Abflug. Bereits 4 Wochen vorher habe ich früher alles schön gebügelt und zusammengelegt und so im Koffer verstaut, dass keine Falte dazwischen kam. Keine Ahnung, welches Pony mich da geritten hatte! Ich bin froh, dass ich heute körperlich nicht mehr in der Lage bin, zu reiten. Es reicht nämlich völlig aus, wenn ich heute Nachmittag anfange zu packen. Oje es soll mega kalt an unserem Urlaubsort sein und da ich ja so ein richtig schlimmer Frierfrosch bin, befürchte ich, dass der gesamte Kleiderschrank mit muss. Alles darf passieren aber nicht, dass ich anfange richtig zu frieren, also mit zittern und so. Denn dann ist der Spaß ganz schnell vorbei, weil ich dann anfange, am ganzen Körper zu krampfen und dann dauert es ein paar Tage, bis ich mich davon wieder erhole. Und genau deshalb werde ich mich immer schön warm einpacken. Daran, ob wir das alles überhaupt ins Auto verstaut bekommen, denke ich jetzt lieber noch nicht. Schatzi ist, was das angeht ja auch ein echter Verpackungskünstler. Letztes Jahr in Schwesen hatten wir auch den Efix und den Porsche mit und trotzdem ging alles rein. Und nicht zu vergessen, die 100 Fresstüten, denn wir sind ja von Hotel zu Hotel und überall gab es nur Frühstück. Wir waren ja eigentlich nur unterwegs und da mussten wir viel zu essen und zu trinken mitnehmen. Diese Fresstüten fallen ja diesmal weg, weil wir dort Frühstück, Nachmittagssnacks und Abendessen bekommen. Tagsüber werden wir bestimmt oft unterwegs sein aber wir werden ein paar Spiele mitnehmen, denn so ein volles Programm wie die letzten Jahre wird es wohl nicht mehr werden. Da sind wir beide realistisch, denn meine Energie ist so schnell inzwischen aufgebraucht, dass ich viele Ruhepausen benötige. Manchmal bin ich gerade aufgestanden und sitze eine halbe Stunde im Büro, da könnte ich schon wieder schlafen. Dann bekomme ich von jetzt auf gleich Müdigkeitsanfälle und muss gefühlte 100 mal in der Minute gähnen. Meist ist dies damit verbunden, dass es mir schwer fällt, meinen Kürbis überhaupt auf den Schultern zu tragen. Dann nehme ich mir aber die Zeit und lege mich kurz ins Bett. Alles Andere bringt auch nichts, weil ich mich körperlich nicht mehr halten kann. Gott sei Dank habe ich für solche Fälle Gleitzeit, was heißt, dass ich mich jederzeit hinlegen kann und dann einfach diese Zeit hinten dran hänge. Solange es noch irgendwie geht, will ich unbedingt weiter arbeiten. Die Arbeit tut mir sehr gut, auch wenn Einige (vor allem die Ärzte) das nicht verstehen können. Aber ich brauche für meine Arbeit ja fast nur den Kopf und naja die Hände. Noch kann ich die Maus bewegen und auf der Tastatur schreiben und selbst wenn das nicht mehr gehen sollte, gibt es heutzutage so viele technische Hilfsmittel. Ich will einfach nicht den ganzen Tag auf dem Sofa sitzen und in den Tag leben. Das existiert einfach nicht in meiner Vorstellung, das wird noch früh genug passieren aber bis es soweit ist, will ich aktiv bleiben. Bis zur letzten Minute!!! Nein ich werde nicht einfach aufhören...zu rollen....

 

22.02.2018

 

Moin, gestern gab es ja keinen Blog. Zum einen hab ich nix erlebt außer gearbeitet und zum anderen versucht sich schon wieder Frau Heulkrampf bei mir reinzuschmuggeln. Boh ey diese Nervensäge geht mir so auf den Sack. Gestern hatte ich wieder schlimme Weinkrämpfe, gegen die ich einfach nicht ankomme und nix machen kann. Sie kommen einfach so und dann hört es stundenlang nicht auf. Gut, dass ich arbeite, so bin ich wenigstens abgelenkt. Einige von euch werden jetzt bestimmt denken, dass ich nicht arbeiten und lieber den Tränen freien Lauf lassen sollte, um diesen Gefühlen, Raum und Zeit zu geben. Aber ich schwöre euch, dass bringt nichts. Es gibt keinen Grund für diese Heulkrämpfe, Sie gehören wohl auch zu diesem Krankheitsbild. Also bleibt mir nur, sie irgendwie zu überstehen. Klingt total abgefahren ich weiß, ist aber so und wenn ihr nun aus Susanne die Heulsuse macht, ist das sogar berechtigt. Genauso wenig verstehe ich die Hackenschmerzen, die ich seit Neuestem habe. Jepp ihr habt richtig gehört, Hackenschmerzen mit "H", nicht mit "N". Jo kann man ja mal haben aber mal ehrlich, wie bitteschön kann einem denn die Hacke schmerzen, obwohl man nicht läuft? Früher bin ich kilometerweit gelaufen, da taten mir auch schon mal die Füße weh aber doch nicht die Hacke!!! Nun liege ich also nachts stundenlang wach und versuche diese scheiß Hackenschmerzen wegzuhypnotisieren, als ob der andere Mist nicht schon reicht. Naja vielleicht brauche ich einfach wirklich nur Urlaub. In 2 Tagen geht es los und gleich werde ich mir in Vorfreude nochmal das Hotel und die Umgebung anschauen und mich auf die kommenden schönen Tage einstimmen. Hach und gleich springt und läuft ja noch mein Eric bei Olympia in der Nordischen Kombination. Also Eric & Co - rock it Babys!!!

20.02.2018

 

Jippiieee nur noch 3x arbeiten, dann hab ich endlich Urlaub. Zwei Wochen nix tun, morgens ausschlafen, sofern meine innere Uhr mir nicht wieder einen Strich gegen die Rechnung macht, Sonne, Schnee, blauer Himmel, gutes italienisches Essen. Mmhhm ich liebe italienisches Essen und diesmal weiß ich sogar, wie man sich im italienischen Restaurant benehmen muss. Als wir das erste mal in Italien waren, habe ich mir eine Portion Canneloni bestellt. Der Kellner stand ewig neben mir und dachte, da kommt noch was, was ich gar nicht verstand, weil ich wusste, dass ich mit diesen Canneloniss mehr als beschäftigt sein würde. Und tatsächlich selbst diese 5 Cannelloni waren schon zu viel. Schatzi hat sich einen vegetarischen Auflauf bestellt. Besonders nett wurden wir in diesem Restaurant nicht behandelt und ich hab Schatzi immer gefragt, ob ich einen großen Pickel im Gesicht habe oder meine Frisur nicht saß. Nee Schatzi bestätigte mir, dass ich wie immer unheimlich gut aussah und so dachte ich, dass der Kellner wohl einfach nur einen schlechten Tag hatte. Diesen Gedanken habe ich aber in nächsten Moment wieder verworfen, denn zu allen anderen Gästen war er mega freundlich und was die alles bekamen. Snacks und einen Absacker und hopsassa und trallala. Nicht, dass diese Snacks überhaupt noch reingegangen wären aber nett wäre es trotzdem gewesen. Nun gut, dachte ich, vielleicht lag es auch daran, dass wir Deutsche waren und vielleicht mochte man Deutsche dort grundsätzlich nicht. Das konnte ich Gott sei Dank nicht nachprüfen, denn andere Deutsche saßen nicht in dem Restaurant. Das war auch gut so, denn wenn er zu denen freundlich gewesen wäre, hätte es gut sein können, dass ich ihm die Cannelloni um die Ohren gehauen hätte, so nach dem Motto, wenn er mich so scheiße behandelt, kann er seine Cannelonis alleine essen. Ihr seht, ich kann auch echt ausflippen und wenn es mir richtig zu bunt wird und sich in meinem Bauch so ein Wutknuppel festgesetzt hat, dann vergesse ich irgendwie meine sonst so brave Zurückhaltung. Das Essen schmeckte aber prima und ich hab mich auch schnell wieder eingekriegt. Als wir wieder zuhause waren, hab ich einer Kollegin von unserem Restaurantbesuch erzählt und sie gefragt, ob die Italiener eigentlich was gegen Deutsche haben. Ich dachte, sie als großer Italienfan könne mir bestimmt Auskunft geben. Sie meinte, dass wir eigentlich ziemlich beliebt sind in Italien. Dann fragte sie, was wir gegessen haben. Ich habe es ihr dann erzählt und sie fragte, ob das alles gewesen sei. Natürlich war das alles, schließlich waren die Cannellonis mehr als genug für mich. Was hätte ich denn bitteschön noch alles essen sollen. Sie erklärte mir, dass Cannelloni in Italien eine Vorspeise sei und man grundsätzlich mindestens drei Gänge essen muss, um nett behandelt zu werden. Mal abgesehen davon, dass es dafür nun zu spät war,  verstehe ich das nicht. es muss doch mir überlassen bleiben, wieviel ich esse. Nee isses aber nicht, zumindest nicht in Italien. Inzwischen haben wir das 1x1 der italienischen Benimmregeln verstanden und das passiert uns auch nicht wieder. 

 

So bestimmt wollt ihr noch wissen, was heute so Schönes passiert ist. Ich habe fleißig gearbeitet und dann war ich noch ein bissel mit dem Rolli draußen, weil die Milch alle war. Und wenn ich morgen früh Latte trinken will, dann brauchen wir Milch. Also bin ich losgezogen in der eisigen Kälte und habe Milch besorgt. Jaaa selbst ist die Rollifahrerin und wenn Schatzi sich den ganzen Tag in Frankfurt auf Dienstreise rumtreibt, muss es eben auch alleine gehen. Einiges krieg ich tatsächlich auch irgendwie immer alleine hin aber es kostet mich Energie, die ich eigentlich nicht habe. Aber da es ja gehen muss, hole ich den Hammer raus und die Brechstange und dann funktioniert es auch. Doof ist, wenn es alles nicht so klappt wie ich das will. Die Hosenträger von meiner Skihose waren hinten verdreht und es war nichts zu machen. Ich wusste, dass mich die verdrehten Mistdinger spätestens beim Sitzen im Rolli stören würden aber es ging einfach nicht. Da hilft erstmal nur fluchen und fünfzigtausend schlimme Kraftwörter sagen. Bis dann ein Katzi sich vor mich hinsetzt und mich mit schrägen Kopf anschaut. Da wird mir dann oft bewusst, wie bekloppt ich mich manchmal verhalte und dass es überhaupt nichts bringt, hier noch mehr Energie mit Meckern zu verpulvern. Also hab ich die Träger so gelassen, hab keine Schuhe angezogen und die Jacke hing auch mehr schief als alles Andere an mir. Den Fußsack hab ich mehr oder weniger über mich geschmissen und er schliff unten an allen Ecken und Enden. Aber egal, es nützte ja nix, ich brauchte Milch. Eigentlich war ich zu diesem Zeitpunkt bereits so fix und fertig, dass ich sofort ins Bett gemusst hätte, um bis morgen durchzuschlafen. Aber woher kam dann die Milch? Tja was soll ich euch sagen, Indianer kennen keinen Schmerz und natürlich befindet sich wieder Milch im Haushalt. Bin ja kein Waschlappen sondern Kampfsau Susanne. Jetzt sitze ich grade mit allen vier Samtpfötchen entspannt auf dem Sofa und lass mich schnurrend als Heldin des Tages feiern. Ihr seht, es hört nicht auf zu rollen....

19.02.2018

 

So endlich Feierabend, boh bin ich platt und froh, dass der Montag schon mal geschafft ist. Die Samtpfötchen liegen alle halb erfroren in ihren Körbchen, zumindest haben sie sich nicht von der Decke, die ich über sie gelegt habe, befreit. Nix, keine Bewegung, sie liegen wie erschossen da und machen seelenruhig bubu. Aber ist mir auch ganz recht, so kann ich euch noch in Ruhe zutexten. Warum ich heute so müde bin, ist auch ganz schnell erklärt. Zum einen liegt es daran, dass ich gestern beim Tatort nicht bereits nach 10 Minuten eingeschlafen bin, sondern bis zum bitteren Ende durchgehalten habe. Nicht, dass ich bis jetzt verstanden habe, wer da in dem Tatort die wirklichen Toten waren und um was es eigentlich nun genau ging? Also ich habe das so verstanden, dass es irgendwie um einen Zuhälter ging, der minderjährige Mädchen in seinem plüschigen Etablissement an ältere schmierige Männer verschacherte. Aber zum Schluss sah es so aus, dass das gar kein Kinderpuff sondern nur ein Drogengeschäft war, weil sich der Polizist, der übrigens mehrfach angeschossen wurde (wohlbemerkt 0,001 mm neben der Halsschlagader) sich nicht traute, auszusagen, weil er gerne mit dem Leben davon kommen wollte. Ey Alter Falter der war so tapfer und mutig, mit DER Schussverletzung ne Stunde im Krankenhaus neben der Kollegin im gleichen Zimmer liegend, und ratzi fatzi Pflaster drauf und ab zurück auf´s Revier mit 20 Dosen Red Bull. Boh ich bin echt ne Flasche, ich hab mal vor ungefähr fünfzehn Jahren drei oder vier Dosen Red Bull hintereinander geschlürft, weil das Zeug so lecker und süffig schmeckte und ich dachte, super munter bleib ich auch noch. Kannste locker machen, jetzt in die Disco, um 5 ins Bett und um 7 ins Büro. Schaff ich!  Hab ich auch geschafft, naja zumindest bis zum Bürostuhl, dann bin ich umgekippt und fand mich Stunden später im Krankenkaus mit Herzkasper wieder. Da hat die Tante wohl ein paar Schlückchen zu viel genippt. Aber war nix Schlimmes, das Herzrasen und die Haluzis waren nach einem Tag weg und ich konnte wieder nach Hause. Allerdings musste ich mir das Zimmer im Krankenhaus mit ner anderen Frau teilen. Also nix da mit Rambo im Nebenbett, vernarbt und Red Bull verschwitzt. Ich glaub ja auch, dass das eine ganz fiktive Erfindung des Regisseurs gestern war. Jedenfalls hat der Tatort es geschafft, mich wachzuhalten. Schatzi ist natürlich wieder eingeschlafen und hat mich  völlig alleine mit diesem Psychothriller gelassen. Ich betete hinterher, dass die Türe abgeschlossen war und gerne hätte ich Schatzi gefragt, ob er nicht doch besser das Fenster schließen könne. Ich meine nämlich gehört zu haben, dass da jemand war und mit einem Stöckchen gegen das Geländer geschlagen hat. Und dann war da noch der Schatten an der Wand im Flur, also ihr seht es war echt gruselig. Ich frag mich ja, was aus dem alten klassischen Tatort geworden ist. Früher ging der Film los, es knallte, irgendwo rannte einer aus einem Haus, die Nachbarin findet die Leiche und nun haben stinknormale Polizisten ermittelt, wer der Mörder war. Heute sehe ich in den Tatorts nur noch irgendwelche testestorongesteuerten Machos, getarnt als beziehungsunfähige und sozialauffällige Rambos, die mit fünf Schüssen ins Herz sich kurz schütteln und dem Täter hinterherrennen. Also das ist doch nicht die Realität oder? Naja irgendwann bin ich aber dann doch eingeschlafen und in meinem Traum haben mir ein paar düstere Gestalten Gott sei Dank nur die Haare mit einem Rasierer, so groß wie ein Staubsaugar, abrasiert. Und dass einen Tag vor der Hochzeit. So schnell kriegste ja auch keine Perücke, da war die Panik groß und als ich aufgewacht bin, war ich mächtig von der Rolle. Bis auf, dass der Rasierer so groß war wie ein Staubsauger, war der Traum gar nicht so unrealistisch. Momentan kämpfe ich echt um jedes einzelne Haar und wasche meine paar Härchen nur noch alle 1-2 Wochen. Wenigstens bis zur Hochzeit möchte ich noch meine eigenen Haare haben aber es sieht echt nicht gut aus. Wenn es so weitergeht, sehe ich zwei Tage vor der Hochzeit aus wie Guido Horn. Oben nix und ab den Ohren schön die Matte. Da ist dann auch nix mehr mit eine Seite rüberkämmen. Als meine Mama und ich vor 5 Jahren bei einem Perückenmacher waren, weil sie auch nur noch an den Seiten ein paar Flusen runterhängen hatte, haben sie ihr die restlichen Fransen dort abrasiert. Meine Mutti hat fürchterlich geweint und ich habe zu ihr gesagt "Ach Mutti das ist doch halb so schlimm, guck mal du kriegst ne schöne Perücke, musst keine Haarwäsche mehr kaufen, brauchst nicht mehr zum Friseur, hat doch viele Vorteile." Jetzt weiß ich, wie sie sich gefühlt hat und das ist echt ein doofes Gefühl. Mit den Haaren verliere ich ein ganz Wichtiges Teil von meinem ICH und von meiner Weiblichkeit.  Meine Haare gehören zu mir und denen hatte ich ja auch so viel zu verdanken (ihr habt die Geschichte von Schneewitchen und den 7 Zwergen noch im Kopf?) und ich weiß, wenn sie weg sind, dann sind sie weg - für immer. Wie bei meiner Mutti und das fühlt sich grade irgendwie ziemlich beschissen an. Naja aber noch sind es genug und vielleicht reicht es ja wirklich bis zur Hochzeit. Danach können sie von mir aus auch mit dem Staubsauger kommen und es darf dann auch ne Perücke sein. Die sollen ja heute nicht mehr bei jedem kleinen Windchen vom Köpfchen wehen. Also das wäre mir mega peinlich. Stellt euch mal vor, ich tigere so mit meinem Rolli durch die Gegend und dann fliegt mir die Perücke vom Kopp. Vor allem, wenn ich so angeschnallt bin wie gestern mit Objektiv und trallala, und dann alleine, wer hebt die Perücke auf und sorgt dafür, dass sie nicht durch den halben Ort fliegt und möglicher Weise auf der Laterne vor dem Rathaus landet? So jetzt schalte ich das Kopfkino aber mal schnell aus. Ab auf die Couch und was nettes im Fernsehn schauen, vielleicht Werbung von Antischuppenshampoo:-)

18.02.2018

 

Kuckuck, es ist 19:02 und ich sitze grade auf dem Sofa und schaue Fußball. Mein BVB spielt gegen Mönchengladbach und führt zur Halbzeit mit 0:1. Heute war ein richtig schöner sonniger Tag, so dass wir unsere neu erworbene Konstruktion mit dem Stativ für´s Fotografieren ausprobieren konnten. Bis Mittag lag ich faul im Bett und hab mich von den Samtpfötchen bauchpinseln lassen. Dann gab es noch lecker Frühstück im Bett, bis ich dann doch endlich bereit war, mein warmes Kuschelbett zu verlassen. Nach der Übertragung des Biathlon-Rennens sind wir dann los. Ich habe mein neues Mützchen aufgesetzt so für´s Gefühl, denn wenn ich was Neues anhabe, fühle ich mich gleich immer ganz super und fast wie neu. Schatzi hat mich im Rolli angeschnallt und die Konstruktion befestigt. Also ich fand es prima, dachte mir aber, dass bitte nichts dazwischen kommen durfte, denn ich war komplett angekettet. Hieß also, Toilettengang oder sonstige plötzliche gymnastische Bewegungen sollte ich mir tunlichst verkneifen. Aber in sowas bin ich super geübt und spitze. Wenn was nicht geht, dann gehts eben nicht und wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch. So sind wir dann losgezogen und ich hatte bereits nach mehreren Metern ein mega gutes Gefühl. Wir fuhren gerade mal ein paar Minuten durch den Park, da war schon das erste Vögelchen zu sehen. Es war tatsächlich ein Kleiber, hey Leute Wahnsinn mein allererster Kleiber und ich dachte mir, nur gut, dass der Leuchtturm gestern zerbrochen ist. Denn Scherben bringen ja bekanntlich Glück. Vermutlich wäre der mir sonst niemals begegnet. Ich probierte zum ersten Mal die Konstruktion aus und war begeistert. Der Gelenkkopf des Stativs gehorchte mir spielend einfach und ich konnte Fotos ohne Ende schießen, ohne dass ich das Gefühl hatte, direkt wenn ich nach Hause komme, muss mir der rechte Arm amputiert werden. Was haben wir wieder für tolle Tiere heute gesehen, wow. Sogar ein Eisvogelpärchen ist an uns vorbeigeflogen, allerdings in einem Affenzahn, da war keine Chance zum Fotografieren. Am Ufer unseres kleinen Flüsschen haben wir einen richtien Zickenalarm unter zwei weiblichen Enten miterlebt. Momentan scheint Paarungszeit zu sein und es schwamm nur ein Erpel in der Nähe der Beiden herum. Da war dann wohl eine Ente zu viel und so haben sie fair ausgefochten, wer den hübschen Erpel bekommt. Gut, dass Enten schwimmen können, denn so wie die sich im Wasser bekämpft haben, also ich wäre schon nach drei Sekunden ertrunken. Leider war es doch ziemlich kalt draußen und mir sind die Hände fast an der Kamera festgefroren. So sind wir dann doch schon nach etwas über 2 Stunden wieder nach Hause gefahren aber glücklich und zufrieden mit jeder Menge toller Aufnahmen im Kasten. Dort wartete vor der Tür bereits meine Schwester mit meinem Neffen zum Fußballgucken. Tja und nun sitzen wir hier, vollgemampft mit Pizza und Auflauf vom Pizzabäcker und zittern uns hier zum Sieg. Nun warten die Samtpföchte  dass endlich Abpfiff ist und es ins Bett zum Schmusen geht. In ca. ner halben Stunde wird dies auch soweit sein, denn dann läutet der Tatort das Ende der Woche ein. Ich schlaf ja meistens schon nach 10 Minuten ein, kein Wunder, fängt mein Tag von Montag bis Sonntag 5:00 an. Aber alles wurscht...es rollt

17.02.2018

 

Hallöchen mit dem links abgebildeten Grande Malheur. Es war einmal ein Leuchtturm aus Keramik, welcher unser Badezimmer schmückte und ganz wichtige Badutensilien einer Frau beherbergte. Bis gestern, da kam Wirbelwind Lilly und fegte alles vom Fensterbrett, was sich dort aufhielt. Oje da war der Schreck bei Lilly und die Trauer bei mir groß. Es handelte sich hierbei nämlich um ein Urlaubsmitbringsel von der Nordsee aus dem Jahre 2011. Und an den ganzen Urlaubssouvenirs hängt mein Herz dran. Naja dann müssen die Scherben wenigstens Glück bringen. Ich habe nun über´s Internet einen Neuen bestellt. Klar das ist nicht das Gleiche aber mein Herz wird sich schon an den neuen Leuchtturm gewöhnen. 

 

Heute waren Schatzi und ich shoppen. Zuerst gings in die Apotheke, dann frische Kaffeebohnen holen und in den Sportladen. Wie ihr ja inzwischen wisst, geht es nächsten Samstag in die Dolomiten in den Schnee. Und da mussten unbedingt ein paar wasserdichte und warme Handschuhe her. Wasserdicht, weil wir ja immer Schneemänner und Schneefrauen bauen und warm, weil es dort momentan zeitweise minus 12 Grad sind. Wir also in den Laden und wenn ihr glaubt, man geht da rein, probiert einen Handschuh aus und geht gleich wieder...nix da. Nicht mit mir! Als Erstes entdeckte ich nämlich eine super schöne Mütze. Brauch ich eigentlich nicht, weil ich schon bestimmt zig davon habe aber dennoch, die fand ich so süß, die musste mit. Hinzu kam, dass sie mir wunderbar steht, also finde ich zumindest. Ok Mütze war gebongt, nun war genug Muse, um sich um die Handschuhe zu kümmern. Und da fingen sie an, meine wirklichen Probleme im Leben. Alle Handschuhe, die ich in meiner Größe oder sagen wir mal so, die halbwegs passten, anprobierte waren so eng, dass ich nicht alleine hinein kam. Hierzu muss ich vielleicht noch erwähnen, dass meine Hände und Gelenke total im Eimer sind und so ziemlich jede nicht flüssige Bewegung schmerzt. Da, wo ich selbst rein kam, waren die Fingerkuppen so lang, da hätte mein 1,90 m großer Onkel noch mit Platz gehabt. Also blieben doch nur wieder Fäustlinge. Schatzi und ich sind dann auch fündig geworden und zu meiner Verwunderung hat auch Schatzi sich Fäustlinge geholt. Ob aus Solidarität oder reiner Funktionalität weiß ich gar nicht aber ist auch egal. Ich kann mit den Fäustlingen den Joystick am Rolli bewegen, also alles jut! 

 

 

Dann gings weiter mit dem Shopping. In letzter Zeit kann ich ja die Kamera kaum noch selbst halten, weil meine Kräfte gerade an den Unterarmen immer mehr nachlassen und die Schmerzen im Ellenbogen und an den Handgelenken ziemlich groß sind. Aber wie Ihr wisst, ist die Fotografie meine Leidenschaft und das, was mich so wahnsinnig glücklich macht. Also haben wir uns überlegt, was tun, um diese Leidenschaft weiterhin zu ermöglichen. Wir sind in meinen Fotolieblingsladen gerollt und ich hab meinem Fotografenlieblingsmenschen einfach mein Problem geschildert und eine mögliche Idee vorgeschlagen. Und hey er war wieder so engagiert und wir haben mit verschiedenen Stativen geschaut, wie wir es hinkriegen könnten. Dann hat er die perfekte Lösung gefunden und ich bin mega zufrieden. Jetzt muss ich nur noch draußen damit klarkommen und alles ist super super geil. Ich habe jetzt ein kleines Stativ, welches ich auf die Armlehnen des Rollis ablegen kann. Darauf kommt die Fototasche und die Kamera wird einfach auf das Stativ gesetzt und ich muss die Kamera nicht mehr halten, sondern sie sitzt immer im Stativ fest. Ihr glaubt gar nicht, wie glücklich ich gerade bin. Der Gedanke, dass ich nicht mehr fotografieren kann, ließ mich schon echt etwas verzweifeln. 

 

Zum Schluss kam das Allerwichtigste des Powershoppings am heutigen Samstag. Das Auswählen meiner Anziehsachen zur Hochzeit. Jetzt werdet ihr bestimmt denken "oh nein, man darf doch vorher gar nicht sehen, was der Andere zur Hochzeit trägt, das bringt Unglück." Wir sind da eben anders und ich wollte unbedingt mit Schatzi die Sachen aussuchen. Allein schon, weil ich ja aus den ganzen dicken Wintersachen raus muss und dann in die schicken Sachen rein, da wollte ich Jemanden dabei haben, der genau weiß, wie er wo anpacken muss, damit es nicht zur Tortour für mich wird. Schließlich ging es um meine Hochzeitssachen, das sollte ein schönes Erlebnis werden, denn das alles gehört ja zur Vorbereitung und zur Hochzeit. Wenn das schon schief laufen würde, wäre die Vorfreude getrübt und es hätte irgendwie einen bitteren Beigeschmack.  Aber Schatzi und ich haben das alles wunderbar gemeistert und wir sind beide richtig happy und wir finden, dass ich wunderschön zur Hochzeit aussehen werde. Hach ist das wieder rührend und so ein paar Freudentränchen kamen dann doch. 

 

Damit war das Powershopping mit mega glücklichen Ausgang beendet und wir mussten uns beeilen, damit wir rechtzeitig zum Biathlon zu Hause waren. 

 

Also ihr seht...es rollt....

 

16.02.2018

 

Guten Morgen oder besser guten Tach, es ist jetzt 11:34 und ich habe bereits Wochenende. Gott sei Dank, denn ich bin ziemlich platt. Gesundheitlich bin ich zwar momentan auf einem Niveau, dass ich lachen und arbeiten kann, aber dennoch habe ich das Gefühl, mein Körper braucht dringend Urlaub und vor allem andere Luft. Aber es ist nur noch eine Woche bis zum Urlaub. Wir fahren in die Dolomiten nach Sexten und auf der einen Seite freue ich mich mega auf den Urlaub aber auf der anderen Seite fällt mir die Trennung von den Samtpfötchen jetzt schon schwer. Vor allem von unserem Katzenbaby Lilly, die ja erst 5 Monate alt ist, kann ich mich sehr schwer trennen. Aber Urlaub muss sein und es ist schon mal eine gute Vorbereitung auf die 3 Wochen Reha, die im April anstehen. Sie sind ja gut versorgt während unseres Urlaubs und bisher gab es auch noch nie Probleme. 

 

Momentan ist ja Olympia und ich als sportverrücktes Wesen bin täglich von unseren Sportlern geflashed. Besonders schlägt mein Herz ja für Eric Frenzel, den ich schon vor zwei Jahren persönlich mit Johannes Rydzek, Fabian Rießle & Co kennenlernen durfte. 3 Tage lang sind Schatzi und ich Frenzel und & Co. im Weltcup in Val die Fiemme hinterhergefahren und Eric schmunzelte schon, als ich erneut seinen Weg kreuzte, so ganz zufällig selbstverständlich. Klar freut es mich riesig, dass unsere Sportler momentan den Medaillienspiegel anführen aber ich glaub, dass die alle mächtig unter Druck stehen und um so mehr ziehe ich den Hut vor jedem Einzelnen, der hier trotz immenser Erwartungshaltungen so großartige Leistungen abruft. Ich als ehemalige Sportlerin weiß zu genau, wie es ist, wenn man verkackt und der Spruch "Dabei sein ist alles" war für mich totaler Bullshit. Na klar wollte ich vorne sein und wenn das nicht gelang, war ich erstmal so richtig stinkig...auf mich und natürlich auch im ersten Moment auf die ganze Welt. In erster Linie war natürlich das ungünstige Wetter Schuld. Wie nur konnte es sein, dass ich Sonne und milde Temperaturen bestellte und dann aber im entscheidenden Moment es regnete und schweinekalt war? Dann kamen Gedanken, dass ich wohl auch hätte besser schlafen, mehr essen und trinken hätte können, die Hormone und und und...Aber ich wäre nicht die Susanne, wenn ich mich nicht wieder aufgerappelt und weitergemacht hätte. Ich bin überzeugt davon, das hat mich so zäh gemacht und hat mich in die vorteilshafte Lage gebracht, mit meiner Krankheit relativ gut klarzukommen.

Gestern war ja Kinder-Welt-Krebs-Tag und als ich so vor dem Fernseher saß und Brisant schaute, übrigens ein ARD-Magazin, welches durch unsere Gebühren finanziert wird! kam dieser Bericht über das arme arme Königkind aus ähm ja weiß ich nicht mehr aus welchem Land, welches sich beim Eislaufen den Arm gebrochen hatte. Hey Leute, das ist nicht euer Ernst oder??? Nicht ein Wort oder vielleicht mal ein kleiner Beitrag über das Leid von immerhin 1600 in Deutschland neu an Krebs erkrankten Kindern. Das ist echt zum Heulen. Stattdessen zeigt man uns ein fröhliches Königskind, (was ich ja auch toll finde, also dass es fröhlcih ist), welches sich den Arm gebrochen hat. Ich hätte es toll gefunden, wenn sie einen kleinen Bericht über ein paar Kinder gebracht hätten, die gegen diese beschissene Krankheit kämpfen und manchmal kaum eine Chance haben. Meist sind es Kinder, die so verdammt stark und tapfer sind und versuchen, ihr Leid nicht ihren Eltern, Geschwistern...gegenüber größer zu machen, als es eh schon ist. Das sind für mich die wahren Helden und gerade sie hätten ein bissel Aufmerksamkeit und vor allem Trost verdient. Jetzt bitte nicht falsch verstehen, natürlich ist es traurig, dass dieses Prinzesschen sich den Arm gebrochen hat und sicher hat sie große Schmerzen aber ist dies das wahre Leben und interessiert uns das wirklich? Sorry, mich interessiert das leider überhaupt nicht!

 

So was gibt´s sonst noch? Ach ja heute morgen habe ich die Idee gehabt, dass es nützlich sein könnte, mal so ein Gespräch mit einem Steuerberater zu führen. Mein Schatzi und ich heiraten ja im April und da wir beide berufstätig sind, gibts da bestimmt den ein oder anderen Tipp, den man berücksichtigen sollte. Als wir den Termin beim Standesamt gemacht haben, wussten wir ja gar nicht, was das so rein rechnerisch bedeutet, verheiratet zu sein. Es ist uns auch egal, ob wir dadurch Vor -oder Nachteile haben. Wir heiraten aus Liebe und aus dem Gefühl heraus, einfach auch auf dem Papier zusammenzugehören zu wollen. Nun hatten wir herausgefunden, dass wir beide Einiges weniger verdienen werden, wenn wir heiraten. Hm im ersten Moment schauten wir uns verdutzt an, denn damit hätten wir zugegebenermaßen nicht gerechnet. Aber nun gut, es ist so und nun müssen wir mal schauen, wie wir alles regeln. Da wir uns hier ja nicht im Dschungel sondern im Bürokratendeutschland befinden und nicht jeder machen kann, was er will, werden wir also dieses Gespräch mit einem Steuerberater führen. So habe ich mir eine Telefonnummer herausgesucht und angerufen. Die Dame am Telefon klang auch recht nett und ich dachte so, "jo das könnte passen". Upps, dann, ganz plötzlich fiel mir ein, dass ich ja noch abklären musste, ob die Kanzlei überhaupt barrierefrei zu erreichen war. Stimmt ja, ich sitze ja im Rollstuhl und nicht am Nabel der Welt. Natürlich war sie nicht barrierefrei! Ok werden Sie jetzt denken, jetzt nicht durchdrehen und rumheulen Mädchen, ist ja schon mal oft so und bei der nächsten klappt es bestimmt. Nö!!! 7 Steuerkanzleien gibt es in unserem Ort (wir wohnen in einer Kleinstadt) und bei der letzten hat es dann Gott sei Dank geklappt. Mann war ich happy und am liebsten hätte ich das Mädel am Telefon abgeknutscht vor Freude. Ich meine, nett waren die alle am Telefon und die Hilfsbereitschaft war riesig. Eine meinte, dass man ja vielleicht auch behilflich sein könnte, den Rolli die zwei Stufen hinaufzutragen. Also das ist doch wirklich mehr als nett und wenn ich nicht bei der siebten Kanzlei dieses riesengroße Glück gehabt hätte, wäre ich tatsächlich darauf zurückgekommen. So haben wir dann also Gott sei Dank rechtzeitig einen Termin in einem barrierefreien Steuerbüro. Es rollt....

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